Soeben habe ich zum ersten Mal von der Programmiersprache „D“ gelesen. Der Artikel hat mich auf die Webseite von TIOBE verschlagen, die im Prinzip die Marktbewertungen von Programmiersprachen seit einigen Jahren durchführen. Ein Blick in die Tabelle zeigt: Java auf Platz Eins!

Interessant: auf den ersten sechs Plätzen herrschte Stabilität. Darunter jedoch herrscht Bewegung, z.B. bei Ruby, das ein starkes Wachstum hingelegt hat, momentan aber stagniert. Es bleibt allerdings die Frage, ob eine Scriptsprache wie Ruby auch auf den Desktops dieser Welt Fuß fassen wird, um wirklich in der oberen Tabellenhälfte anzugreifen.
Die Long term trends von TIOBE zeigen eines jedenfalls ziemlich klar: Seit 2001 sind die Scriptsprachen stetig auf Wachstumskurs und die Compiler-Sprachen stetig im leichten Sinkflug gewesen. Somit sind C und Java die klaren Verlierer. Dennoch glaube ich stark an die Compilersprachen und schließe mich der Meinung des Autors der TIOBE-Studie an, dieser schreibt in Bezug auf den Scriptsprachen-Boom durch das Internet:
I have the impression there is a maximum to such dynamically interpreted languages. Although very popular for web-based programming, statically compiled languages remain the core of all enterprise software systems.
Interessant sicher für Mac-Entwickler, Objective-C liegt auf Platz 47 und ist mit 0.106% Anteil bewertet. Hier könnte sich einmal mehr ein lange bekannter Spruch unter Macianern bewahrheiten, wenn das iPhone in Kürze als erstes Objective-C-basiertes OS für Handys vorgestellt wird: Mac User und in diesem Fall Mac/Objective-C-Entwickler mögen nur 0,1 Prozent der Entwickler ausmachen, aber da sie zu den Top 0,1% gehören (gemessen am Impact der mit Objective-C entwickelten Anwendungen, z.B. iTunes, iDVD, iMovie, iPhoto, GarageBand, iChat, Keynote, Delicious Library, OmniGraffle, Subethaedit, Coda und nicht zuletzt die ganzen ProApps sowie Mac OS X!) ist die Relevanz von Objective-C ziemlich hoch.
Update 21.6.2007
Gerade hat ein neuer Suchmaschinen-Anwärter, PowerSet bekanntgegeben, das sie auf Ruby als Lösung für ihre neue Suchmaschine setzen werden (nicht unbedingt Ruby on Rails). Sie haben angeblich einige führende Ruby-Entwickler eingekauft dafür.
Seit wenigen Wochen ist ein neues Buch erhältlich mit dem Titel „Technologie, Imagination und Lernen: Grundlagen für Bildungsprozesse mit Digitalen Medien“, geschrieben hat es
Das Buch handelt von den Aufregungen und Turbulenzen, die Digitale Medien in die Welt des Lernens bringen. Vor allem aber zeigte es auf, wie sich das Leben junger Menschen mit der Digitalen Kultur verändert. Es zeigt Beispiele, wie mit den Veränderungen umgegangen werden kann und stellt Thesen zur Diskussion, was Bildung mit Digitalen Medien heute bedeuten kann. Kapitelüberschriften wie z.B. „Sichtbarmachen, was hinter dem Interface passiert“ machen neugierig auf diese Lektüre und stehen in Einklang mit den Forschungszielen Ihrer Arbeitshgruppe, in der u.a. Soft- und Hardware für Kinder und Jugendliche entwickelt, schulische und außerschulische Bildungsumgebungen mit Digitalen Medien gestaltet und evaluiert werden. Das Buch gibt dann auch zugleich einen interessanten Einblick in die Arbeit der Forschungsgruppe um Schelhowe.
Zumindest die „Exzellent“ bewerteten, sollte man sicher einmal besuchen, um sich was abzugucken oder einen eigenen Eindruck zu bekommen. Was ich persönlich in der Studie vermisse, ist auch eine Bewertung der Aussenwirkung der ersten Seite aus Marketingsicht, um z.B. ein Image erfolgreich zu transportieren. Meine Favoriten in der Hinsicht sind z.B.: