Digitale Identitäten, und wofür man sie braucht

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Fred Cavazza hat eine schöne Übersicht zu den digitalen Identitäten der Netizens erstellt. In seinem Beitrag „Qu’est-ce que l’identité numérique ?“ vom Oktober 2006 (vergleichsweise alt!) Hier die Übersicht:

digital_identity_mapping.png

Diese Übersicht kommmt auch in einem neuen Research Paper (als PDF) der Consulting Firma faberNovel zum Einsatz. (via Mobil Avenue)

Darin werden interessante Daten und Fakten zu sozialen Netzwerken, wie z.B. XING und LinkedIn präsentiert.

Update 16.1.2008
isophie.pngRobert Dürhager schreibt auf iSophie einen interessanten Beitrag über die philosophische Sicht auf das Identitätsproblem im Web 2.0. Titel seines Beitrags: „Von Cyber-Identitäten, virtuellen Gemeinschaften, vernetzter Individualisierung und antiquierten Philosophen“

Do-it-yourself-Mautbrücke: Lärmüberwachung von Straßen zu Forschungszwecken

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Mittlerweile liegt das Experiment, dass ich hier vorstellen möchte, schon eine Weile zurück. Eine Aufräumaktion auf meiner Festplatte ließ mich über dieses Experiment stolpern. Als ich noch in Bamberg/Bayern beschäftigt war, habe ich an einer ziemlich stark befahrenen Straße gewohnt. Die Luitpoldstraße ist in Bamberg eine wichtige Straße in die Stadt hinein und heraus. Trotzdem ich im 3. Stockwerk wohnte, war der Straßenlärm eine ganz schöne Belastung und mich interessierte nach einer Zeit, wann eigentlich die angenehmen Ruhezeiten existieren.

Abbildung des Verkehrsaufkommens von 24 Stunden
Abbildung des Verkehrsaufkommens von 24 Stunden (Anklicken für grosses Bild!) [als PDF]

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt das herauszufinden, egal wie. Und das hat auch geklappt wie die Grafik oben zeigt. Als mir dann zufälligerweise die Software EvoCam in die Hände fiel kam mir eine Idee. EvoCam ist ein Programm, mit dem man eine an den Rechner angeschlossene Kamera zu einer WebCam machen kann, also eine Kamera, die regelmäßig Bilder aufzeichnet. Das Besondere an EvoCam jedoch ist eine Funktion, die „Bewegungssensor“ genannt wird, ganz ähnlich zu den Mautbrücken, die es auf Deutschlands Autobahnen gibt. Man kann in einem Kamerabild einen rechteckigen Ausschnitt definieren, der auf Veränderungen im Bild überwacht wird. Tritt eine solche auf, dann kann EvoCam verschiedene Aktionen bzw. Befehle ausführen.

Tag und NachtansichtDas brachte mich auf die Idee, den Straßenverkehr vor meiner Wohnung mittels EvoCam durch das Fenster hindurch zu beobachten. Es wurde natürlich nur der sichtbare Öffentliche Raum abgebildet und keine Personen, diese sind wenn dann nur Beiwerk der Bilder. Ich konnte die Kamera tatsächlich so aufstellen, dass ich einen prima Blick auf beide Fahrzeugspuren der Straße hatte, da die Straße vor der Wohnung einen Knick machte.

Da ich wie gesagt die alten Reste dieses Experiments auf meiner Festplatte gefunden habe, möchte ich diese gerne der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Und damit ich auch sicher bin, dass das alles noch funktioniert, habe ich mir zunächst die aktuellste Version von EvoCam (v3.6.1) nochmal heruntergeladen aus dem Internet (Man darf es 15 Tage kostenlos probieren, was völlig reicht!) und alles nochmal selbst ausprobiert.

Man rüstet zunächst in dem Bedienfeld „Items“ der Software zwei „Sensor“-Items ein (für die rechteckigen Bewegungssensoren) und platziert diese passend im Bild. Ich habe noch ein „Caption“- und ein „Clock“-Item hinzugefügt, um Fotos zu machen. Das ganze sieht dann wie rechtsstehend (siehe Bild) aus. Nun muss man noch festlegen, was passieren soll, wenn eine Sensorfläche Bewegung detektiert.

Das habe ich (damals habe ich dafür fast 4 Stunden gebraucht bis es durch Probieren lief) mit einer Kombination von AppleScript und Unix-Shell-Befehlen definiert. EvoCam sollte bei jeder Bewegung die es feststellt einfach nur Datum und Uhrzeit aufzeichnen, und die Strassenseite des Ereignisses notieren. Unter Unix/Mac OS X gibt es den einfachen Befehl „date“, der zuverlässig das Datum und die Uhrzeit anzeigt. Mit AppleScript wußte ich nicht, wie man Dateien anlegt, denn ich wollte das natürlich in einer Datei 24 Stunden nonstop notieren lassen. Also habe ich ein Unix-Shell-Script geschrieben mit folgendem Inhalt:
shellscript.png

applescripteditor.pngDieses Script ruft den „date“-Befehl auf, fügt noch den Text „LEFT“ oder „RIGHT“ für die Strassenseite hinzu und fügt den Text an die Datei „trafficCount.txt“ die ich im temporären Verzeichnis speichere.

EvoCam kann keine Unix-Shell-Scripte direkt ausführen, daher musste ich den Aufruf für das Shell-Script in ein AppleScript mit folgendem Inhalt tun:
applescript.png

Wichtig: Das Script muss den korrekten Pfad zu dem Unix-Shell-Script enthalten und als „Nur ausführbar“ gesichert werden. Ob es funktioniert kann man mit dem „Ausführen“-Knopf vorher prima testen!

configuremotionsensor.pngNun konfiguriert man EvoCam (siehe Bild rechts; anklicken!), welches AppleScript es bei Sensoraktivität ausführen soll, um wiederum das entsprechende Unix-Shell-Script auszuführen. Dazu wählt man aus „Run Script“ und weist mit dem „Script…“-Button das AppleScript zu, das ausgeführt werden soll für den Sensor. Dann sollte man noch die „Sensor recharge time“ – die festlegt, nach wieviel Sekunden sich der Sensor „beruhigt“ – auf einen passenden Wert stellen. Hier haben sich 2 bis 3 Sekunden bewährt, solange brauchte es, bis das Auto den Sensorbereich wieder verlassen hatte. Große Busse werden danm zwar zweimal gezählt, aber das stimmt ja auch im Groben und Ganzen. Denn große Fahrzeuge sind besonders laut!

Das erschreckende Ergebnis meiner Untersuchung damals: Ruhe in meiner Straße gab es eigentlich nur von 23 Uhr bis 5 Uhr früh, also ganze 6 Stunden. Das hat mich dann auch bewogen umzuziehen, zumal die Fenster keine Lärmschutzverglasung hatten.

Die vollständigen Ergebnisse und alle notwendigen Script- und Anleitungsdateien um dieses Experiment selbst durchzuführen, stelle ich nun hier als Downloadpaket zur Verfügung. Viel Spaß allen Hobby-Straßenverkehrsforschern dieser Welt!

Do-it-yourself Mautbrücken-Paket downloaden (Zip 680 kb)

Why do I blog this? Ich finde man kann mit Computern so viele nützliche Dinge anstellen, die auch noch Spaß machen. Ständig ist in den Medien von Kameraüberwachung überall die Rede und der Bürger soll damit überwacht werden. Die Rechner bieten aber auch gute Möglichkeiten selber mal aktiv zu werden. Ein Projekt das ähnlich ist zu meinem Experiment ist zum Beispiel das Tripwire-Projekt des MIT Media Laboratory, mit dem Luftverkehrslärm und die Einhaltung von Flugverbotszeiten auf ähnlich spannende Weise technisch überwacht wird. Ich möchte mit dieser Anleitung Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit Technik, die mittlerweile in jedem Haushalt verfügbar ist (Kamera & Computer), leistungsfähige Forschung machen kann.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich mit dieser Anleitung NICHT zur Überwachung des öffentlichen Raums aufrufen möchte! Während meines Versuchs ist kein einziges Videobild entstanden, auf dem Personen festgehalten wurden oder identifizierbar sind. Und das ist auch nicht nötig! Ich möchte jedoch dazu aufrufen, die Mittel die man hat zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller einzusetzen. Wer z.B. an einer viel befahrenen Straße lebt, der kann selbst eine Verkehrszählung durchführen, um sich wissenschaftliche Daten zu erzeugen. Das war schließlich auch mein Antrieb hinter diesem Experiment.

Nachtrag: Weiterer schöner Hack der Wattzwitscherer.

Zeit für den neuen Herbst-„Look“

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The new look.Seit zwei Jahren hat sich am Aussehen meines Blogs vergleichsweise wenig geändert. Zwar hab ich immer mal wieder die Kopfgrafik ein wenig verändert und den Randbereich (Sidebar) umstrukturiert, aber letztlich ist der Spielraum der Gestaltbarkeit ausgereizt. Es war endlich Zeit etwas mehr, als nur den Inhalt zu verändern.

Ich wollte vor allem endlich mehr Platz. Die Bildschirmgrößen haben sich kontinuierlich bei Internetnutzern vergrößert, das Blog jedoch ist bei seiner Größe von 740 Pixel Breite stehen geblieben. Jetzt habe ich einen Samstag lang an einem nagelneuen Design an einer Prototypinstallation auf meinem lokalen Rechner gefeilt. Herausgekommen sind netto eine 15 Pixel höhere Kopfgrafik und ein 60 Pixel breiterer Inhaltsbereich. Das Blog hat nun 800 Pixel Breite, was sich optisch deutlich bemerkbar macht und ein vollkommen neues, „leichteres“ Design ergibt.

Ich wollte ein zeitgemäßes Design mit Farbverläufen, angedeuteten Spiegelungen, dennoch klaren Linien, einem gut lesbaren Seitenbereich, etwas größerer Schrift, und eine persönlichere, nicht so distanzierte Note. Deshalb gibt es im Seitenbereich jetzt den Eintrag „Autor“ mit Bild. Die Kopfgrafik kombiniert Verlauf und Linie, um sich seitlich abzugrenzen, nach unten setzt ein neues, dickes rotes, „glasähnliches“ Band den Kopf vom Inhaltsbereich deutlicher ab. Der Inhaltsbereich scheint darauf wie ein Blatt Papier aufzuliegen und grenzt den Seitenbereich durch dezentes Grau ab vom Inhalt, das fand ich schon immer sehr angenehm hier keine harte Linie zu haben.

Aber nicht nur die Optik des Blogs hat sich geändert. Seit heute ist die Thetawelle auf WordPress in der neusten verfügbaren Version 2.2.3 installiert. Es hat sich also auch etwas unter der Haube getan, denn Version 1.5.1 war nun wirklich nicht mehr Stand der Technik. Nach einem erfolgreichen lokalen Test des WordPressupgrade auf das neue WordPress (nicht ohne vorheriges Backup!) lief das Blog nach einigen Parameteranpassungen (Theme, paar URL’s, usw.) dann auch wieder wie gewollt.

Als Nebenprodukt ist ein neues Blog Design nun verfügbar für alle WordPress 2 Installationen im Uni Bremen CI. Das Theme wurde “ausgekoppelt” aus dem Thetawelle-Theme und basiert auf dem Kubrik-Theme mit einigen speziellen Anpassungen gemäß der Corporate Identity Richtlinien der Universität Bremen.

Das neue Theme „Corporate Science v1.0“ (siehe Bild rechts) ist hier kostenlos herunterladbar (corporatescience_wp2.zip downloaden) und kann beliebig verwendet werden für eigene Anpassungen. Auf Anfrage kann auch die Photoshop-Datei für die Kopfgrafik bereitgestellt werden.

Why do I blog this? Ich habe wirklich heftig an dem Design gefeilt, vor allem an der Grafik und dem CSS weil ich Lust auf etwas Neues hatte. Irgendwann kann man „alten Kram“ einfach nicht mehr sehen. Es war Zeit für Neues! Als kleine Hilfe für andere gebe ich hier meine Best-of-WordPress 2-Plugins bekannt: Audio player, Get Recent Comments, PHk Tracker (de), Sayfa Sayac – PostReadCounter (de), Simple Countdown, Spam Karma 2 und WP-RSS-Import. Und nicht zuletzt gilt ja auch der weise Satz: „Web 2.0 ist, wenn Du Dein Blog umdekorierst, statt Deine Wohnung zu tapezieren.“ (Quelle: Elektrischer Reporter)

Nachtrag zu den Plugins 3.2.2008: Folgende Plugins habe ich soeben nachgerüstet. Zum einen den Dagon Design Sitemap Generator, der eine Sitemap generieren kann. Dann habe ich das Kramer-Plugin installiert, das jetzt unter „Konnektoren“ die eingehenden Links aus anderen Artikeln anderer Blogs anzeigt. Und seit meinem beinahe Crash des Blog läuft das WordPress Database Backup, dass mir jedes Wochenende ein Backup meiner Blogposts per E-Mail zustellt.