Readerbeitrag: Gender in E-Learning

Ein neuer Beitrag meines Chief-in-Power ist erschienen in Buchform: „Gender Mainstreaming of E-Learning Courses: Theoretical Review, Design Considerations, and Usage Differences“ lautet der Titel seines 23 Seiten umfassenden Beitrags in dem neu erschienen Reader zu “Gender in E-Learning and Education Games”.

Aus dem Abstract:

Starting with a short review of gender differences in education, learning related abilites and activities, computer related activities and attitudes, and theories to understand these differences, the main gender mainstreaming approaches in education are presented and a general design guideline for gender inclusive didactics of E-Learning is developed.

Auch empirische Funde werden vorgestellt. Näheres in seinem Blog. (via Prof. Dr. Karsten D. Wolf)

Lehrveranstaltung 2.0: „Zeig mal die Seekarte“

Semesterrückblick: Seit dem WS 2005/06 (V 1.0) biete ich eine Lehrveranstaltung (LV) an, die allein in diesem Wintersemester 2006/07 (V 2.0) einen zahlenmäßigen Zuwachs von über 450% auf ca. 70 Teilnehmer hatte. Während Version 1.0 unter einigen Kinderkrankheiten (z.B. Reihenfolgefehler & Sprünge, technische Problemsituationen) einer frisch konzipierten LV litt, hat sich bei Version 2.0 in diesem Semester ein ausgereifteres Bild für mich ergeben (z.B. höhere effektive Lernzeiten, mehr Teilnehmerbeteiligung, konsistentes Konzept). Ich möchte jetzt nicht mit langweiligen Details quälen, und daher den Versionssprung an einer Methode verdeutlichen, die ich in meiner LV sehr erfolgreich seit Beginn einsetze, um für Überblick und Orientierung zu sorgen. Wie ich jetzt feststelle, eignet sich diese Methode prima, um einen schnellen Vergleich zwischen beiden Veranstaltungen durchzuführen. Anmerkung: Geschuldet ist die Methode vermutlich meiner seit 2005 bestehenden Nähe zur Nordsee, die mich inspiriert hat.


Karte 1: Kurs WS 2006/07 (Anklicken für Vergrößerung!)

Zu Beginn jeder LV stelle ich eine Art „Seekarte“ (siehe Karte 1) vor, die gut und gerne von einem Seefahrer angefertigt sein könnte. Darauf sind die Veranstaltungsziele in der Fläche aufgezeichnet. Große Themenblöcke als Inseln, einzelne Aspekte als Orte entlang der Küste dieser Inseln. Als Anzeiger für den aktuellen Aufenthaltsort wird ein Schiff verwendet. So weiß man immer, wo sich die LV thematisch gerade befindet. Auf einen Blick erschließt sich, was bereits abgehakt ist und was noch offen ist. Jede Ortsveränderung wird in der Karte mit einer roten Linie eingetragen und besuchte Orte werden mit einem grünen Haken markiert.

Das Schöne an dieser Karte ist, dass sie wie eine Art Entdeckungskarte der großen Seefahrer funktioniert, sie zeigt, was man alles entdeckt hat und was noch fehlt. Man sieht das Erreichte und weiß um das Unerreichte. Gegen Ende der LV ist die Karte meistens ziemlich voller Linien und Haken und die gesamte Karte sieht aus wie das Werk eines Seefahrers, der zwar mit Kompass aber wohl kaum mit einer Mannschaft von „Landratten“ unterwegs war. An dieser Stelle nun möchte ich die beiden Seekarten aus letztem und diesem Jahr festhalten.


Karte 2: Kurs WS 2005/06 (Anklicken für Vergrößerung!)

Ich würde mich über Anregungen freuen, wie man diese Orientierungs- und Führungsmethode noch verbessern könnte. Z.B. mit Ideen, wie es noch authentischer hinsichtlich der Seefahrt werden könnte. Meine eigenen Ideen gehen dahin, dass ich die Karte noch etwas unvollständiger mache, z.B. bestimmte Inseln erst auf der Karte auftauchen, wenn man nah genug dran ist und Orte noch nicht komplettt eingezeichnet werden. Der Wandel von der Seekarte zur Schatzkarte soll natürlich weiterhin im Auge des Betrachters/Teilnehmers liegen.

Update 20.2.2007
Andrea Back beschreibt gerade, dass man durchaus auch zum Millionär werden kann, wenn man ein Lehrer mit Promi-Status (=exzellenter Lehrer?) (=Lehrer mit schlauem Selbstmarketing?) wird. Nachzulesen unter dem Titel „E-Learning-Promi werden und Millionen machen“ bzw. direkt bei BusinessWeek lesen. Na da frag ich doch einfach mal in die Runde: Wer hilft mir bei der ersten Million, die ja bekanntlich die schwerste ist? ;-) (via LearningWaves)

Why do I blog this? Überall ruft es derzeit nach einer Exzellenz nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre (z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier). Nun, was liegt da näher, diese mit einfachen Methoden zu verbessern? Ich bittte also um viele nützliche Hinweise, wie das Konzept verbessert werden kann. :-)
Gut erkennen kann man die Veränderung hinsichtlich der „Piraten“, die immer für gewisse Probleme stehen. In der Karte 2 tauchen die Piraten aus dem Nichts auf und stören den Reiseweg zum nächsten Ziel. In Karte 1 wird dagegen gleich zu Beginn ein „Piratentraining“ durchgeführt, um gegen verschiedene Probleme und Störungen (Internetausfall, Viren, Spam, usw.) gewappnet zu sein. Auch ist der eingeschlagene Kurs vollkommen unterschiedlich. Die EverLearn-Insel wurde in Karte 1 z.B. nicht einmal angelaufen, dafür wurde gleich nach der Piratenbucht die Werkzeuginsel angesteuert. Im direkten Vergleich fällt sofort auf, dass in Karte 1 der zurückgelegte Kurs länger ist und viel mehr Zwischenstopps hat. Es wurde quantitativ mehr gemacht, was dem ausgereifteren Konzept der Veranstaltung geschuldet ist.

Fahrradfahren lernen: Das Fahrrad für’s Internet

Wer noch kein eigenes Weblog hat, oder einen eigenen Podcast und wer den Kick von damals, wo man das Fahrradfahren lernte und erstmals mit dem viel zu grossen Fahrrad der Eltern die ersten 100 Meter allein fuhr gerne einmal wiederholen möchte, für den gibt es jetzt eine Anleitung dazu. Besser gesagt, eine Anleitung, wie man sich ein WordPress Blog (eine der populärsten Weblog Softwares) einrichtet.

„Weblogs, Podcasts & Co“ heißt eine neue Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und der Deutschen Medienakademie Köln online abrufbar ist als PDF-Dokument (ca. 13 MB). Ab Seite 40 gibt es den „Praxisteil: Einrichtung eines Weblogs auf einem eigenen Server“ zumindest für Windows-Nutzer. (via weiterbildungsblog.de)

Update 18.2.2007
Über Peter’s Lernpfade hab ich eine weitere Quelle gefunden, die sich für „Anfänger“ im „digitalen Fahrradfahren“ sehr gut eignet. Die sogenannten One-Person-Libraries sind eine Art Checkliste für viele neue Internetwerkzeuge, wie z.B. Wikis und Weblogs, die vom Berufsverband Information Bibliothek e.V. herausgegeben werden. In der aktuellen Checkliste 18 ist ein Schwerpunkt zu Weblogs erschienen, der viel Nützliches enthält.
Übrigens: Das Konzept von One Person Librarians wird sehr klar in einem PDF mit dem Titel „ERFOLGREICHE STRATEGIEN FÜR OPLs“ von Heinrich J. Zukal (herunterladen) dargestellt. Es enthält aus meiner Sicht viele schöne Ideen, wie man Wissenspflege und -weitergabe mit der OPL-Idee umsetzen kann.