Unter microformats.org gibt es eine Webseite, die etwas erklärt, das einen neuen Evolutionsschritt des Web einleiten könnte. Sogenannte „simple conventions for embedding semantics in HTML to enable decentralized development.“ stellen ein Microformat dar. Beispiel ist der hCard-Standard, der Personen und deren Relationen abbilden kann. Microformats halten zunehmend Einzug in Webapplications z.B. bei der frisch überarbeiteten Business-Netzwerkplattform Xing/openBC und bei Apples .mac.

Abbildung, die den zusammenhang Microformats verdeutlicht. (Quelle: microformats.org)
Noch besser gefällt mir die Definition der About-Seite: „Designed for humans first and machines second, microformats are a set of simple, open data formats built upon existing and widely adopted standards.“ Das ist vollkommen nach meinem Geschmack. Schaut man sich einige Präsentationen (PDF) zu dem Thema an, dann erkennt man sehr schön, dass dies eine Bewegung ist Bottom-Up, das bedeutet „das Netz“ entwickelt sich seinen Standard für den nächsten Evolutionsschritt – das semantische Netz – selbst. Ich finde das super! Viele neue Webbrowserfunktionen werden zukünftig darauf aufsetzen.
In dem Microformat-Wiki finden sich etliche Hinweise und Erklärungen dazu, was ein microformat ist und wie man damit Webapplikationen anreichern kann. Höchst interessant für alle Webapplication-Developer. Aber Vorsicht: Das könnte das neuste Buzzword werden! Eine übersichtliche Zusammenfassung für deutschsprachige Interessierte bietet das Notizblog seit wenigen Tagen.
Update 14.1.2007
Wer sehen möchte, inwiefern Microformats z.B. bei dem Weblog-Dienst Technorati eine Rolle spielen, der kann einen Blick in die Technorati Kitchen werfen, die bereits einige Dienste auf Microformats aufsetzen lässt. Die Liste der Softwares & Dienste die MF unterstützen wächst ständig…
Update 18.3.2007
In his blog webkompetenz the initiator of the famous selfhtml-site Stefan Münz presents several tutorials (1,2,3,4,5,6,7,8,9) about microfomats. Also a nice PDF document about microfomats (in german language) is available there. (via notizblog)
Why do I blog this? Als Entwickler am Everlearn System, interessiert mich natürlich, inwieweit ich die Integration mit anderen Diensten vereinfachen und verbessern kann. Microformats scheinen mir eine neue Brücke zwischen den Systemen zu eröfffnen. Eine Schnittstelle, die nicht durch große und schwerfällige Organisationen definiert und bestimmt wird, sondern durch das Web und seine Evolutionsanforderungen.
Die Kombination von OpenSource und ordentlichen Lizenzkosten ist derzeit noch selten anzutreffen. In Phoenix Arizona, USA sieht die Sache jedoch erheblich anders aus. Dort verlangt das Unternehmen
Das ist der Slogan, mit dem
James Gosling, der „Vater von Java“ hat einen kurzen aber
Spannend die Erklärung für die Qualität der Lizenz: Viele Entwickler kennen die Lizenz von anderen Produkten und daher hat Sun auf die GPL2 gesetzt, die auch GNU/Linux einsetzt, eine der größten quellcodeoffenen Softwares. Weiterhin bemerkenswert ist, dass Sun
Why do i blog this? Ich nutze Java seit es Java gibt. Ich habe sogar noch von Java 1.2 das riesige Manual auf Englisch im Regal stehen. Java ist die Sprache, die für mich bei der Entwicklung von WebApplikationen ganz viel möglich gemacht hat, weil andere bereits kleine Bauteile erstellt hatten. Ob nun eine Bibliothek für das Zeichnen von Chartgrafiken oder eine für das Lesen von RSS-Feeds, überall haben andere Vorleistungen erbracht, ohne die man selbst nur wenig hinbekommen hätte. Man steht bei Java noch mehr auf den Schultern der vorherigen Generation als sonstwo. Kurz, Java war für mich immer „Lego für Große“ mit Bausteinen von Großen. Java macht Spass! Für mich als Entwickler wird sich wenig ändern durch Sun’s Schritt, ich habe nie aktiv an der Weiterentwicklung von Java mitgewirkt, sondern bei bugs eigene Workarounds gefunden. Für mich bedeutet der Schritt von Sun jedoch, dass ein großes Unternehmen eine neue Richtung vorgibt, wie die Zukunft werden soll. Und das ist zu berücksichtigen, denn Sun ist nicht irgendwer und Java nicht irgendeine Technologie. „Thumbs up!“ für diesen Schritt.