Da stimmt die Chemie: Werbespot der EU für Wissenschaftskarrieren

watch_header.jpgDie Europäische Union (EU) ist uns ja oft nur als weit entfernter Pulk von Politikern bekannt, die fernab des eigenen Landes neue Gesetze schaffen. Selten ist dieser distante Politikapparat durch besondere Kreativität oder gar bewundernswerte Erzeugnisse aufgefallen. Mir fallen da zum Beispiel Gesetze ein, die der Natur vorschreiben, wie gerade oder gekrümmt die Bananen und Gurken wachsen dürfen. Aber, es gibt auch positive Dinge, die man durchaus einmal würdigen kann und sollte, weil sie Mut machen, zum Beispiel das folgende Video, das für mehr wissenschaftliche Karrieren in Europa werben soll.

Ebenfalls überrascht war ich wie klasse die EU von YouTube Gebauch macht. Der eigene TV Kanal EU tube hält so einige weitere Filmproduktionen bereit, die wir mit unser aller Steuergeldern produzieren lassen haben. Warum also nicht mal gucken, was da produziert wurde. Der obige Film ist mittlerweile sogar mehrfach mit Preisen prämiert worden. Mein ganz persönlicher Favorit „Make Love not CO2“.

Why do I blog this? Es gibt so einige Dinge, die im Rahmen der EU passieren, von denen man selten etwas erfährt. Diese Info z.B. habe ich aus dem TV erfahren. Der Sender arte hat wirklich einiges an Informationen über Europa im Programm das schlich sehenswert ist, z.B. ZOOM Europa.

Die Zukunft ist nur 60 Mrd. EUR entfernt*

Das sage nicht ich, sondern Gunter Dueck. Hier ist ein Vortrag von ihm zu sehen, der so ungewöhnlich wie auf der Hand liegend ist. Es geht um Infrastruktur als Basis für eine neue Revolution und die kostet nur 60 Mrd. EUR. Klingt zu schön um wahr zu sein?? Dann einfach mal reinschauen in den Vortrag. (via lutzland)


Why do I blog this? Ich denke Dueck hat Recht. In Finnland hat jeder kleine Bus WLAN, in Deutschland kriegt es nicht mal die Bahn hin Internet an Bord zu bekommen man kann ja oft schon froh sein über funktionierende Steckdosen. Dabei wäre Verspätungen dann viel leichter zu ertragen, wenn man vernünftig weiterarbeiten könnte im Zug. Telefonieren oder Internet in der U-Bahn? Das ist bei uns Zukunftsmusik. Kostenloses Netz im Hotel – so wie es in fast jedem US-Motel dazugehört? – Fehlanzeige. Wenn wir überall Internet hätten, dann könnte man sich auch die Diskussion um mobiles TV – das ja jetzt endgültig eingestampft wurde – direkt schenken.
* = Eine gerettete Bank entspricht derzeit ca. 60 Mrd. EUR.

Geschichtsstunden für Digital Na(t)ives: „Wie war das eigentlich damals ohne Internet?“

chaosradio-logo-transparent-300.pngDer Chaosradio Express (CRE) hat seine 100ste Folge aufgelegt (Respekt!) und das Thema lautet: „Das Internet und die Hacker: Ein Blick auf die Anfänge der Internetze und das Wesen des Hackers“ Diese Folge eignet sich ganz besonders für die Generation-„Was there ever a time without internet?“. Tim Pritlove (Moderation) und Hans Hübner plaudern aus dem Nähkästchen – wunderbar unprätentiös und auf den Punkt. Wer gleich loshören möchte der klicke nachfolgend den von mir deep-gelinkten Player, alle anderen holen sich den Source hier (Achtung: Nettohörzeit ca. 2 Stunden).

[audio:http://chaosradio.ccc.de/archive/chaosradio_express_100.mp3]

Zitat aus dem was einen an Inhalt erwartet:

Die einhundertste Ausgabe von Chaosradio Express widmet sich der Geschichte des Internets und wirft einen besonderen Blick auf die Rolle der Hacker in den frühen Zeiten des Netzes. Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet Hans Hübner von seinen Erfahrungen mit Computernetzwerken aus der Frühzeit der weltweiten „Datenfernübertragung“.

Nach einer kurzen Betrachtung der technischen Entstehungsgeschichte des Internets wird die Realität der internationalen Computernetzwerke und der speziellen Situation in Deutschland zu Beginn der 1980er Jahre beleuchtet: warum Westberlin der optimale Trainingsort für Hacker war, warum eine große Schule nur mit Computer möglich war, wie man auf der frühen Datenautobahn den Mautgebühren entgehen konnte, die Hackerfahrschulen in Deutschland und der Schweiz, die Bedeutung des Usenet für das Internet und die Geburt des „@“, der Sieg des offenbar schlechten über das gut gemeinte, das elitäre Gefühl Hacker zu sein, der KGB-Hack und die Legende des Hackerjägers Clifford Stoll.

Danke an @lutzland für den Hinweis.

Update 6.1.2009
Ein Animationsfilm „History of the internet“ gibt ebenfalls Aufschluss über die Entsteheung des Netz.

Why do I blog this? Selten bietet sich einem die Gelegenheit, eine Primärquelle zu der vergangenen Zeit sogar reden zu hören und nicht nur lesen zu können. Diese Gelegenheit sollte man beim Schopfe packen. In die Diskussion einsteigen kann man dann im Blogbeitrag zur 100sten Ausgabe. Feine Sache.