Cyberpeace

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http://cyberpeace.fiff.de

Keine militärischen Operationen im Internet!

Das FIfF will der Öffentlichkeit die gefährliche Durchdringung des virtuellen Raumes mit militärischen Aktivitäten bewusst machen. Ziel der Kampagne ist es, die Zivilgesellschaft zum politischen Handeln zu mobilisieren: gegen Ausspähung der Privatsphäre, zum informationellen Selbstschutz, zur Einforderung sicherer und unkompromittierbarer IT-Produkte und -Infrastrukturen. Sie soll ihr Schutzbedürfnis durch die Politik artikulieren und die Achtung der Menschenrechte im virtuellen Raum einfordern.

FIfF fordert politische Maßnahmen

  1. Keine Erstschläge und keine offensiven Schläge im Cyberspace
  2. Defensive Sicherheitsstrategie
  3. Abrüstung
  4. Keine konventionelle Antwort auf Cyberangriffe
  5. Genfer Konvention im Cyberspace
  6. Cyberpeace-Initiative der Regierung
  7. Demokratische Kontrolle des Internet
  8. Online-Protest ist kein Verbrechen
  9. Eine demilitarisierte politische Sprache
  10. Offenlegungspflicht für Schwachstellen
  11. Schutz kritischer Infrastrukturen
  12. Cybersicherheits-Zentren
  13. Förderung (junger) IT-Experten
  14. Förderung freier und offener Software

Begriffsdefinitionen

Cyberpeace: Unter Cyberpeace verstehen wir Frieden im Cyberspace in sehr allgemeinem Sinn: Die friedliche Anwendung des Cyberspace zum Nutzen der Menschheit und der Umwelt. Dies schließt den Verzicht auf alle Aktivitäten des Cyberkriegs ein, bedeutet aber auch die Nutzung der gesamten Kommunikationsinfrastruktur für internationale Verständigung.

Cyberspace: Jede Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, Hardware wie Software, öffentlich wie privat, offen wie eingeschränkt. Offensichtlich geht dies über das Internet hinaus. Es kann Werkzeuge einschließen, die nicht mit einem Netz verbunden sind, wenn beispielsweise (wie bei STUXNET) ein USB-Stick genutzt wird, um Schadsoftware zu verbreiten.

Cyberkrieg: Die Nutzung von Computertechnologie um die Aktivitäten eines Staats oder einer Organisation zu stören, speziell der bewusste Angriff auf Kommunikationssysteme durch einen anderen Staat oder eine andere Organisation in Form eines Cyberangriffs.

Cyberkriminalität: Kriminelle oder illegale, strafbare Aktivitäten, die Dienste des Cyberspace nutzen.

Cyberterrorismus: Gewaltsame kriminelle Aktivitäten durch Nicht-Regierungs-Akteure, die darauf abzielen, politische Systeme durch die Erzeugung von Angst und Unsicherheit zu verändern.

Cyberangriff: Aktionen mit der Absicht, Informationen in einem Computer und/oder einem Computernetz abzustreiten oder zu zerstören, oder den Computer und/oder das Computernetz selbst zu schwächen, zu stören oder zu zerstören.

Hacktivismus: Politischer Aktivismus, der die Dienste des Cyberspace nutzt. Hacktivismus zielt nicht darauf ab, Schaden zu verursachen und wendet keine Gewalt an.

Online-Protest: Protestaktionen im Cyberspace, die keine Gewalt anwenden und keinen Schaden verursachen. Online-Protest kann Formen des Zivilen Widerstands einschließen.

Cyberwaffe: Jede Software oder Hardware, die durch Ausnutzen von Schwachstellen für die Ausführung eines Cyberschlags angewendet werden kann. Cyberwaffen nutzen üblicherweise Schwachstellen aus, die geheim gehalten werden, und deren destruktiver Charakter aus der Unmöglichkeit erwächst, Effekte seiner Ausnutzung abzuschwächen. Durch die Veröffentlichung der Schwachstelle können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Why do I blog this? Weil es schon wieder nötig ist.

The Art of Manliness

Orientierung für Männer ist heutzutage angesichts des von allen Seiten unter Druck geratenen Männerbildes ein knappes Gut geworden. Es gibt kaum noch exklusiv Männern vorbehaltene Orte, an denen sich Männer auch tatsächlich Mann-spezifischen Entwicklungen in einem geschützen Raum widmen können ohne gleich in komische Rechtfertigungszwänge gegenüber unserer überkorrekten, übervorsichtigen, risikoaversen Vollkaskogesellschaft zu geraten.

Umso schöner, wenn es solche kleinen Oasen mit viel interessanten Inhalt dann doch noch im Netz gibt. Eine solche habe ich per Zufall vor kurzem gefunden: www.artofmanliness.com

Ich zitiere daraus mal einen mir sehr wichtigen Abschnitt, den ich nur unterstreichen möchte, zeigt er doch, woran es vielen Exemplaren Mann derzeit am meisten fehlt. Vor allem Jungs die allein von der Mutter, der Kindergärtnerin und der Grundschullehrerin erzogen werden. Menschen die diesem Jungen beim Anblick eines Messers sagen „Pass auf das ist scharf, damit schneidest du dich nur, leg das weg!“

Rite of Passage

Across time and place, cultures have inherently understood that without clear markers on the journey to manhood, males have a difficult time making the transition and can drift along indefinitely. Thus, rites of passage were clearly delineated in nearly every culture as one of the community’s most important rituals.

Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen

Das (PDF | Depublizierungsschutz) sagte einst Mohandas Karamchand (Mahatma) Gandhi und ich finde die Empfehlung nicht schlecht. Die abhanden gekommenen Riten, die einem den Übergang zu & Status als Mann und zugehöriger zu den Männern klar machen, sollte man nicht einfach hinnehmen. Wenn etwas fehlt, dann sollte man sich drum kümmern, dass es (wieder-)beschafft wird.

Ich denke daher, dass Männer jeden Alters sich heutzutage selbst um einen „Rite of Passage“ kümmern müssen. Die Väter kriegen es in aller Regel gar nicht auf die Reihe und sind mit sich selbst beschäftigt, und die Mütter können das nicht tun, da sie nicht der Gruppe der Männer angehören.

Rite of passage is a celebration of the passage which occurs when an individual leaves one group to enter another. It involves a significant change of status in society.
Quelle: Wikipedia

Ich denke daher, Mann sollte sich seine eigene Rite of Passage-Challenge erarbeiten und durchziehen. Etwas vor das man sich fürchtet, etwas was eine Spur hinterlässt die man zeigen kann, etwas was einem zu jedem Zeitpunkt danach wie eine Art Anker wissen lässt und versichert, dass man diese Passage gemeistert hat.

Über die Kuh hüpfen

hamar_cow_jumping_rite_of_passage_250Im äthiopischen Stamm der Hamar ist es z.B. üblich, dass man erst dann von der Gesellschaft als Mann anerkannt wird (als Vorbedingung die Heirat eingehen zu dürfen), wenn man über eine Herde Rinder gesprungen ist. Eine durchaus fancy Challenge wie ich finde, mit einem tollen Bild rechts.

Bei dem Höhepunkt dieses Rituales springt ein junger, uninitiierter Mann (ukuli) viermal nackt über eine Reihe von Rindern, um heiratsfähig und erwachsen zu werden.

Interessant ist bei diesem Ritual dass es bei den Hamar eine Art Gleichberechtigung gibt, denn auch die Frauen werden Teil des Rituals und tragen durchaus Spuren in Form von Narben davon. Näheres liest man am besten selber in der Wikipedia nach.

The Modern Primitive

Ein Teil der angesprochenen Dinge, insbesondere der Prozess eines Übergangs in Form eines Rite of Passage, wird oft auch wiedergefunden in einem „Way of Life“-Konzept das sich Modern Primitive nennt oder auch Primitivism. Dabei macht man als zivilisierter Mensch Anleihen bei eher „einfacheren“ und „ursprünglicheren“ Konzepten des Zusammenlebens und fremden Kulturen, wie eben z.B. bei autark lebenden Stämmen wie den Hamar.

Why do I blog this? Ich denke, dass die vielen orientierungslosen Männer auf diesem Planeten keinen Übertritt zum Mann-sein mehr erleben können und das genau dieser Umstand eine der Hauptursachen für eine Nichtverankerung in der Gesellschaft und in der Rolle als Mann darstellt. Das Kulturgut und die elementare Funktion dieses wichtigen Schritts ist weitgehend untergegangen, obwohl es eine so wichtige Funktion für die gesamte Zukunft und Lebensgestaltung eines Individuums ausfüllt. Ich habe sicher auch kein Patentrezept, was deine persönliche „Rite of Passage“ sein wird, aber bei einem bin ich mir sicher, es sollte sie mindestens einmal im Leben eines jeden Jungen/Mannes geben. Wer wie viele junge und ältere Männer heutzutage Mitglied im Club of Dadfails™ ist, dem könnte eine ganz persönliche Rite of Passage einen Weg offenbaren sich selbst zu verankern in der Gesellschaft und sich der Zugehörigkeit zu den Männern jederzeit sicher zu sein. Ein Quell der Sicherheit & Orientierung durch Verankerung, der seinen ganz eigenen Wert darstellt in einer Gesellschaft deren ständiger Wertewandel für genügend Verwirrung jeden Tag sorgt.

RIP, Prof. Peter Kruse


Prof. Dr. Peter Kruse, 30. Januar 1955 – 01. Juni 2015

Von der Firmenwebseite, nextpractice:

Tief erschüttert und sehr traurig müssen wir Abschied nehmen von unserem Kollegen, Chef und Freund Peter Kruse. Er starb am 01.06. im Alter von 60 Jahren plötzlich und unerwartet an einem Herzversagen. Wir werden seine Klugheit, Analysekraft und die beharrliche Kompromisslosigkeit, mit der er jede Aufgabe anging, in lebendiger Erinnerung behalten.

Für die nächsten Jahre hatte er sich Großes vorgenommen. Denn die zunehmenden gesellschaftlichen Spaltungen besorgten ihn sehr. Er wollte einen Lebenstraum verwirklichen und in Ergänzung zu nextpractice ein Institut aufbauen, das ein besseres Verständnis für das komplexe Miteinander in unserer Gesellschaft schafft und Diskursprozesse für eine lebenswertere Welt initiiert. Wir hätten es uns allen von Herzen gewünscht.

Sein Geist wird auch in Zukunft unser Unternehmen und unsere Arbeit durchdringen und uns weiterhin prägen. Mit großem Respekt vor seinem Lebenswerk und in starker Verbundenheit mit seiner Person wird er in unseren Gedanken bleiben.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Andreas Greve und Frank Schomburg
mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Aktuelles Interview bei Ulrike Reinhard

In dem Beitrag Empathie. Experiment. Provokation. hat Ulrike Reinhard ein sehr aktuelles Interview mit Prof. Kruse geführt.

Why do I blog this? Ich habe zu Zeiten von Web 2.0 nextpractice und Prof. Kruse als interessanten Akteur erlebt. Kruse ist ein unglaublich guter Redner (man kann das fast ungeschnitten drucken), hab ihn auf der SCOPE glaube ich das erste Mal gesehen, oder im Blog von Ulrike Reinhard. Sie hat offenbar auch als eine der wenigen Personen der Öffentlichkeit zuletzt mit ihm gesprochen.