BücherTauschHaus in Bremen

Ich hab es erst jetzt entdeckt, vielleicht war es tatsächlich schon die ganze Zeit über da, aber jetzt hab ich es gesehen, das BücherTauschHaus.

buecher_tausch_haus

Hier gibt’s einen Artikel dazu in der taz in dem die Initiatorin Ulrike Hövelmann interviewt wird.

taz: Wollen Sie mit dem kostenlosen „BücherTauschHaus“ im Lloydhof der Bibliothek Konkurrenz machen, Frau Hövelmann?
Ulrike Hövelmann: Nein, das ist eine Ergänzung. Lesen kann und soll man überall. Aber viele Erwachsene haben mich gefragt, ob ich Verwendung für ihre guten Bücher habe. Und es ist ein Ergänzung zum BremerBücherSchlitten für Kinderbücher, den es hier schon seit Jahren gibt.

Ulrike Hövelmann, 58, saß bis 2007 für die SPD in der Bürgerschaft und arbeitet heute als Projektmanagerin im Bremer Standortmarketing. Vor zehn Jahren initiierte sie die „BremerLeseLust“.

Buchfunde

Ich hab mal gestöbert und folgende lustige Exemplare gefunden, aber nicht mitgenommen.

buch_2_tv buch_1_asimov

Das Ganze erinnert mich irgendwie an BookCrossing.

bookcrossing_550

Little Free Library

Update: Sowas gibt es auch in klein.

little_free_library

little_free_library_logoDie Little Free Library die ich hier entdeckt habe.

What is a Little Free Library?
It’s a “take a book, return a book” gathering place where neighbors share their favorite literature and stories. In its most basic form, a Little Free Library is a box full of books where anyone may stop by and pick up a book (or two) and bring back another book to share. You can, too!

Outdoor Version

Die Version für rauhe Umgebungen bzw. Outdoor gibt es auch.

buecherhaus_outdoor

Hier gefunden.

Oder auch als schnell-aufzustellen-und-abzubauen-Lösung.

quick_deploy_bookcell

All the rest: Liste öffentlicher Bücherschränke

Gibts bei Wikipedia.

Kühlschränke und Telefonzellen scheinen sich gut für den urbanen Raum zu bewähren.

freiburg_buecher_kuehlschrank

Why do I blog this? Hab das Teil erst jetzt gesehen, obwohl es angeblich schon seit März letzten Jahres da gestanden haben soll. Dabei bin ich regelmäßig Gast im Lloydhof wegen dem Apple-Laden da. Das Haus ist offenbar zu unauffällig farblich gestaltet. Es sollte sich BookCrossing anschließen, dann kann man auch die Bücher tracken… wobei so #postsnowden vielleicht gar nicht so übel ungetrackt Bücher tauschen zu können…

Balkonkraftwerk: Do-it-yourself-Energiewende

Diesen Sommer hab ich mir wieder so gedacht, die Sonne müsste sich doch so toll nutzen lassen für meinen Kühlschrank. Dann habe ich von der Webseite suninvention.com per Twitter-Account @SunInvention erfahren. Vor allem das Produkt Plug & Save hatte es mir gleich angetan.

suninvention

plugandsaveSo habe ich mir über einige Internetwege mein erstes Solarkraftwerk zugelegt. Ein Solarpanel mit Photovoltaikelementen, das ca. 195 Watt bietet und einfach auf den Balkon gestellt wird. Doch damit nicht genug! Die Zelle wird einfach an die Steckdose angeschlossen und speist den Strom direkt ins Hausnetz ein, ohne großes Brimborium. 195 Watt (W) erzeugen bei 1 Stunde (h) Betrieb dann 195 Wattstunden (Wh).

Zum Vergleich, wichtige Strompreisvergleichsseiten im Internet rechnen für einen Zweipersonenhaushalt mit durchschnittlich 3500 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch, das sind also 3.500.000 Wattstunden (Wh). Lasse ich die Zelle also 360 Tage im Jahr laufen und pro Tag sagen wir mal 8 Stunden, also 360 x 8 = 2880 Stunden lang, und dann 2880 Stunden (h) lang mit 195 Watt (W), ergibt das ca. 561.600 Wattstunden (Wh) bzw. 561,6 Kilowattstunden (kWh). Bei einem Preis von ca. 0,20 € pro Kilowattstunde (€/kWh) ergibt sich eine Strompreisersparnis von 112,32 € pro Jahr. Das ist was EINE dieser Zellen schafft. [Anmerkung 4.9.2013: Die Rechnung ist ein wenig idealisiert, was wirklich dabei rauskommt, werde ich hier live ermitteln.]

Auf die Zellenleistung gibt es 25 Jahre Garantie, auf die Elektronik darin 10 Jahre. Wenn ich jedes Jahr 112,32 € einspare, hab ich bereits nach 6 Jahren die Anschaffungskosten der Solarzelle wieder drin. Und das Gute ist, es musste keine einzige neue Überlandleitung gelegt werden, ich den 6 Jahren musste keine einzige Steinkohle für meinen Strom zu CO2 verfeuert werden und kein einziger Atomspaltvorgang mit anschließendem Strahlungsmüll erzeugt werden. Die Umweltrendite ist im Prinzip noch deutlich mehr wert, da der aktuelle Strompreis ja die Entsorgungskosten nicht enthält/berechnet sondern diese über die Steuern der Bürger regelt (inkl. Polizeieinsätzen für CASTOR-Transporte und anderen Unfug).

Innovation made in Bremen, Germany

laudely_holgerEiner der Vorreiter der das alles möglich macht, kommt hier ganz aus meiner Nähe von Bremen und heißt Dipl.-Ing. Holger Laudeley. In einem Video stellt er sich, seine Idee und sein Unternehmen Laudely Betriebstechnik vor.

laudeley_logo

Holger Laudeley hat die Vision der „Energiewende für Alle“. Seine Module können sich Mieter ganz einfach an den Balkon hängen und in die Steckdose stecken. „Balkonkraftwerke“ nennt Laudeley das kämpferisch.Und wer ein eigenes Haus hat, der bekommt nun ein Speichersystem inkl. Wechselrichter direkt in den Keller gestellt. Kompakter geht es nicht. In Bremen läuft die Energiewende in voller Fahrt.

LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE

newslab_logoÜber die vielen verschiedenen Wege, wie man selbst seine Energiewende hinbekommt, und zwar OHNE den Vermieter fragen zu müssen, oder gar den doofen Stromkonzern gibt ein Film Auskunft mit dem Titel „LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE“ von Frank Farenski einem unabhängigen, freien Journalisten von der Firma newslab. Er selbst beschreibt sich wie folgt:

Ich bin unabhängiger TV-Journalist und 46 Jahre alt. Seit vielen Jahren arbeite ich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Auf meiner Website www.newslab.de finden sich viele Arbeitsproben aus meinen Filmen und ich habe dort auch meine Philosophie erläutert. Generell gesagt: Ich mache das, was ein guter Journalist leisten soll: Aufklärung für das Publikum. Nichts anderes!

Filmplakatleben_mit_der_energiewendeDer Film zeigt die Missstände auf die in der deutschen Energiewirtschaft seit Jahren existieren. Er zeigt auch, wie gezielt Falschinformation über die „Kosten der Energiewende“ verbreitet werden. Kosten die nämlich eigentlich Kosteneinsparungen sind oder wenn überhaupt lohnenswerte Investitionen mit einem traumhaften Amortisierungszeitraum.

Aus der Projektbeschreibung

Lange wurde und wird die Photovoltaik bedrängt: Zu teuer soll die Sonnenenergie sein und ihr Anteil an der regenerativen Stromversorgung sei zu gering. Eine Sonderkürzung der EEG-Einspeisevergütung nach der anderen setzt die Regierung durch. Der Exodus der Solarbranche in Deutschland hat begonnen, die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche ist bedrückend.

Nun gibt es in der Politik sogar die Anstrengung den Vorrang für den Ökostrom aufzuheben. Kann das sein? Kurz bevor Netzparität erreicht ist und die Photovoltaik einen wesentlichen Beitrag zur bezahlbaren Energieversorgung leisten kann. Es ist doch vollkommen klar, dass wir nur durch regenerative Energieträger unseren Bedarf an Energie zu kalkulierbaren Kosten decken können. Wie kann es sein, dass nun in letzter Sekunde diese erfolgreiche Entwicklung abgewürgt werden soll?

Seit vielen Jahren verfolge ich als Fernsehjournalist die Entwicklung der regenerativen Energieträger und bin immer wieder überrascht, dass sich die Branche in der öffentlichen Diskussion immer wieder in die Defensive drängen lässt. Meine persönliche Meinung: Es ist Zeit, dass die Vertreter der Photovoltaik aus der Defensive herauskommen und publizistisch ihr Anliegen offensiv vertreten.

Auf der Webseite zum Film gibt es verschiedene Links, um sich den gesamten Film in unterschiedlichen Qualitäten herunterzuladen. Der Film ist Open Source und als Public Domain deklariert und seit 20. März 2013 als Version 1.4 online. Es gibt auch eine Regionalversion Bremen/Niedersachsen. Ein Terminkalender mit allen öffentlichen Aufführungen des Films gibt es auch. Ich empfehle auch explizit den Besuch des Blog zum Film. :-)

Mein Balkonkraftwerk. Meine Energiewende. Keine Politik.

Ich werde jetzt dieses Kraftwerk abholen & anschließen und in Kürze ausführlicher in diesem Post berichten. Mein Plan ist ja, dass ich die Leistungsdaten des Kraftwerks live ins Internet stelle. Mal sehen wie ich das hinkriegen könnte. Die Zelle ist jedenfalls schon bezahlt und wird diese Woche noch aufgestellt.

Ich bin grad bissel im Stress daher hab ich noch nicht weitergeschrieben hier. Aber hier schonmal ein Bild von dem Modul bei der Arbeit! :-)

solarkraftwerk_2
…to be continued…

Update 6. September 2013
Jetzt schreibt auch noch heise.de den Quatsch nach den ihnen die Deutsche Presse Agentur (DPA) einflüstert bzw. ein-spindoktort. Die Regierung hätte alle gesetzlichen Mittel dieser Welt, und könnte z.B. die Mehrwertsteuer für Strom in gleichem Umfang einfach mal senken. Dann würde auch kein Bürger mit Mehrkosten der Umstellung behelligt. Aber dann würde das Alimentierungssystem der fossilen Energiewirtschaft ja auch so dermaßen auffliegen, dass sie lieber was von steigenden Strompreisen erzählen. Oh ja und natürlich wollen auch angeblich schon wieder Unternehmen abwandern. Na sollen sie doch! Lasst sie ziehen die ewig Gestrigen! Wenn sie aus dem Land das sich zukunftsgerichtet verhält wegwandern, umso besser.

Wie heißt es doch so schön: Lead, follow or get out of the way! Dann verschwindet doch einfach mal ihr ewig gestrige Energieindustrie, dann können wir hier endlich Arbeitsplätze mit nachhaltiger Energie schaffen und müssen nicht weiter Monopoldividenden an das Energieoligopol überweisen. Oh und nehmt auch gleich mal zur Warnung ein Automobilunternehmen mit, damit dort mal einen Gang höher geschaltet wird in Sachen Mobilität der Zukunft.

double-think-germany_smallWenn „Journalisten“ bzw. Lobbyisten Zeitungsartikel schreiben, kommt sowas raus wie „Ökostrom gefährdet das Klima“ kann man nachlesen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Man möchte nicht glauben zu welcher Selbstprostitution Zeitungen heutzutage fähig sind. Einfach unglaublich! Was komt als nächstes? „Krieg ist Frieden“? „Weiss ist Schwarz“? „2 + 2 = 5“?

Tweet-a-Watt: Erste Idee

greener_gadgets_logoDank Martin, hab ich jetzt eine Idee, wie ich mein Solarkraftwerk live anbinden kann an mein Heimnetz. Mit dem „Wattzwitscherer“ bzw. einem Xbee-Chip der in der Lösung Tweet-a-Watt von Limor Fried und Phillip Torrone die bei den Greener Gadgets Awards gewonnen haben zum Einsatz kommt. Damit steht dann auch das nächste bastelprojekt bereits fest.

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Quelle: MAKE Magazine

enerJar_logoOder man baut sich halt gleich aus einem Einmachglas und ein bissel Bauteilen ein Powermeter selber: Das EnerJar zum Beispiel.

50% Effizenz bei Solarzellen

Netter Beitrag im Economist „Stacking the deck: A way to double the efficiency of solar cells is about to go mainstream“ der zeigt, dass Solarzellen mit 50% Effizienz möglich sind.

Auch Ray Kurzweil hat was dazu: A new way to make solar cells thin, efficient and flexible. Quelle: Ki Jun Yu et al., Light Trapping in Ultrathin Monocrystalline Silicon Solar Cells, Advanced Energy Materials, 2013, DOI: 10.1002/aenm.201370046

Seewetter Pro: CLLocationManager & Background Location Tracking

seewetterpro_logo_iconDerzeit bin ich gerade dabei meine App Seewetter Pro (im AppStore, auf Facebook, bei Twitter) zu aktualisieren. Ein ganz besonderes Feature dieser App ist u.a. der Ankeralarm, eine Funktion, die mit Hilfe des GPS eines iPhone/iPad die Position eines Segelbootes vor Anker überwacht. Damit diese Überwachung über mindestens volle 8 Stunden funktioniert, muss die Überwachung im Hintergrund funktionieren, denn die App kann nicht einfach 8 Stunden lang das Display an lassen, und die Nutzer wollen natürlich auch zwischendurch nochmal ihre Mails einsehen können trotz Überwachung.

Das jedoch bedeutet, die Positionsüberwachung muss auch dann 100 Prozent funktionieren, wenn die App im Hintergrund ist und dazu gehört z.B. wenn ich kurz den LockScreen sehe (Lock-Taste gedrückt oder AutoLock), oder wenn ich den Homebutton doppeltippe um die Taskbar unten zu sehen und es gehört ganz klassisch dazu die App zu schließen mit dem Home-Button. Das Gerät schaut dann aus als würde es nichts tun, es tut aber doch etwas, und das merkt man dann auch später am Stromverbrauch.

anchoralarm_hack_550
Vier Screenshots vom Ankeralarm auf einem iPod 5

Hintergrundaktivitäten sind von Apple allerdings starken Einschränkungen unterworfen, und eine ebensolche Einschränkung habe ich unter iOS 6 bemerkt als ich jetzt mein Update freigeben wollte und einen letzten Test gemacht habe. Obwohl meine App zu der Kategorie Apps gehört, denen Hintergrundaktivität explizit erlaubt ist (weil die Positionsüberwachung per GPS zu dieser Art Funktionen gehört, für die es erlaubt ist) funktionierte der Ankeralarm plötzlich nur noch ca. 5 Stunden lang (ja ich führe Echttests durch die mehr als 8 Stunden dauern). Große Verwunderung machte sich bei mir breit, denn der Algorithmus den ich dafür implementiert hatte lief noch unter iOS 5 perfekt den ganzen Tag hindurch beliebig lange.

Nun muss ich dazu sagen, dass Apple für Hintergrund GPS Nutzung eine spezielle Art vorgibt, wie das zu funktionieren hat. Der CLLocationManger (des CoreLocation Framework) muss dafür in exakt dem Moment, in dem die App in den Hintergrund geht seinen CLLocationMangerDelegate gesetzt haben. Der Delegate muss die Methode didUpdateLocations implementieren, die dann aufgerufen wird sobald der CLLocationManager eine neue Position ermittelt hat. Beim in-den-Hintergrund-gehen muss man (auch wenn CLLocationManager zuvor schon Positionen übermittelt hat also aktiv war) erneut startUpdatingLocation aufrufen in einem Extrathread. Und das ist unter iOS 6 definitiv neu & leider notwendig.

Soweit so unkompliziert. Im Hintergrund wird nun obwohl der Rest der App „schläft“ (z.B. sämtliche NSTimer) einzig didUpdateLocations noch aufgerufen. Wie genau das passiert ist mir immer noch unklar, denn der Aufruf im Hintergrund unterliegt so einigen Beschränkungen. So ist es z.B. nicht möglich ein Audio auszugeben im Hintergrund. Zumindest nicht innerhalb dieses didUpdateLocations-Aufruf und das obwohl ich auch das Hintergrundflag für Audio gesetzt hatte. Für den Ankeralarm war das leider keine Lösung. Ich brauche unbedingt Audiofeedback für den Nutzer (siehe Screenshot 3).

Ein Workaround stellen sogenannte Backgroundtasks dar, die man sobald die App in den Hintergrund geht anmelden kann, und die je nachdem ca. 10 bis 20 Minuten lang laufen dürfen, dann werden diese aber beendet. Einen solchen Backgroundtask hatte ich unter iOS 5 eingerichtet, dieser hatte seinen eigenen NSTimer und war in der Lage z.B. alle 10 Sekunden ein Audio abzuspielen (z.B: einen „Beep“), was in didUpdateLocations ja nicht möglich war. So konnte man gut erkennen, ob im Hintergrund noch alles läuft, weil man es ja auch hören kann per Audiofeedback.

In diesem Backgroundtask, der wie gesagt Laufzeitbegrenzt ist auf wenige Minuten, habe ich dann regelmäßig die aktualisierte Positionsinformation ausgewertet und verarbeitet (z.B. ein Protokoll der Positionsänderungen auf Disk geschrieben). Wurde eine kritische Positionsänderung festgestellt, so löste dieser Backgroundtask den Alarm aus. Damit der Task jedoch nicht irgendwann einfach endet, habe ich ihn immer nach einem festen Zeitintervall selbst beendet und sofort einen neuen angelegt. Bei dem lief der Zeitcountdown dann wieder von Neuem los. Und genau dieses Vorgehen sollte sich als problematisch erweisen in iOS 6.

3 Tage Debugging später…

Ich bin nunmehr zu folgender Erkenntnis gelangt: Man kann nur noch maximal 64 Backgroundtasks in Folge erzeugen. Danach wird die gesamte App suspended und sogar so drastisch angehalten, dass sie abstürzt. In den Screenshots oben kann man sehen, wie ich dem Problem auf die Spur gekommen bin. Nachdem ich festgestellt hatte, dass meine Hintergrundtasks nicht mehr unbegrenzt weiterlaufen, habe ich zunächst versucht an die Consolenmeldungen des Device zu gelangen, denn dort geben ich in Log-Statements Debuginfos aus. Problem war jedoch, sobald die App sich aufgehangen hatte enthielt das Log die relevanten Einträge nicht mehr (bzw. man hat es zu spät mitbekommen und die Logeinträge neuer Ereignisse haben die alten überschrieben).

Der Ausweg waren LocalNotifications, denn die sind noch da, selbst wenn das Consolenlog schon längst weg ist und sie werden vom iOS verwaltet, das ja weiterhin einwandfrei lief. Ich hab einfach zum Debuggen als die BackgroundtaskId’s größer als 62 wurden eine LocalNotification ausgegeben (Screen ganz rechts). Und siehe da, es scheint eine harte Grenze an erlaubten Backgroundtasks zu geben. Auf allen Geräten mit denen ich unter iOS 6 getestet habe gab es diese Grenze, denn alle zeigten die zwei LocalNotifications für id 63 und 64 und danach reagierte die App nicht mehr. Wohlgemerkt nach deutlich über 8 Stunden erfolgreicher Laufzeit. Das Consolen-Log sah dann so aus:


Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: EXECUTING BACKGROUND TASKS IN INACTIVE/BACK
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: MONITORING IS: ON
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: VARIO FREQUENCY: 51 %
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: CHECKING BATTERY LEVEL: 0.90
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: TIMEINTERVAL: 53.60 SECONDS
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #3: RESPAWNING
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #1: BACKGROUND TASK 64 STILL FINE (TIME REMAINING: inf MINUTES AND 0 SECONDS )
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #2: APPLICATION STATE = 2
Aug 6 07:43:35 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #2: SPAWNING NEW TIMER BECAUSE WE ARE BACKGROUND ...
Aug 6 07:43:36 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #4: BG TASK #64 FINE (TIME REMAINING: inf MINUTES AND 0 SECONDS )
Aug 6 07:43:36 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #4: BG TASK #64 ELAPSED: 15 MINUTES )
Aug 6 07:43:36 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #4: BG TASK REACHED END OF LIFE, CLOSING OLD BG TASK #64...
Aug 6 07:43:36 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #4: BG TASK CLOSED. SPAWNING NEW BG TASK...
Aug 6 07:43:36 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #1: SPAWNING NEW BACKGROUND TASK WHILE BACKGROUND ...
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #3: TIMER FIRED
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: EXECUTING BACKGROUND TASKS IN INACTIVE/BACK
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: MONITORING IS: ON
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: VARIO FREQUENCY: 51 %
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: CHECKING BATTERY LEVEL: 0.90
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: TIMEINTERVAL: 43.55 SECONDS
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #3: RESPAWNING
Aug 6 07:43:45 dev-pod5 Nautical[16452] <Warning>: ATTENTION #1: SPAWNING NEW BACKGROUND TASK WHILE BACKGROUND ...
Aug 6 07:43:49 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: 1269100.775 IO80211AWDLPeerManager::setAwdlQuiet flags 5 quiet -> 0
Aug 6 07:43:49 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: 1269100.776012 wlan.A[63085] AppleBCMWLANProximityInterface::setSYNC_ENABLED(): ON
Aug 6 07:43:49 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: IO80211AWDLMulticastPeer::queuePacket ff:ff:ff:ff:ff:ff alllocate queue for ac 0
Aug 6 07:43:51 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: IO80211AWDLPeerManager::doMonitorTimer browsing device idle for txQUni 0(ms) txQMulti 2295(ms) statechange 57290215(ms) serviceupdate 159858095(ms) pkt 1 -> quiet
Aug 6 07:43:51 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: 1269103.095 IO80211AWDLPeerManager::setAwdlQuiet flags 3 quiet -> 1
Aug 6 07:43:51 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: 1269103.095600 wlan.A[63086] AppleBCMWLANProximityInterface::setSYNC_ENABLED(): OFF
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 backboardd[15262] <Notice>: Posting 'com.apple.iokit.hid.displayStatus' notifyState=1
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: set_crc_notification_state 0
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 backboardd[15262] <Notice>: MultitouchHID: detection mode: 255->0 (deferring until bootloaded)
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 backboardd[15262] <Notice>: MultitouchHID: device bootloaded
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 backboardd[15262] <Notice>: MultitouchHID: detection mode: 0->0
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: ALS: AppleARMBacklight::handleMessageGated - framebufferState -> 1
Aug 6 07:43:57 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: ALS: AppleARMBacklight::setBacklightEnableGated 1 (set level to 0x644)
Aug 6 07:43:58 dev-pod5 profiled[16600] <Notice>: (Note ) profiled: Service starting...
Aug 6 07:43:58 dev-pod5 profiled[16600] <Notice>: (Note ) profiled: Recomputing passcode requirement message
Aug 6 07:44:01 dev-pod5 kernel[0] <Debug>: launchd[16603] Builtin profile: syncdefaultsd (sandbox)
Aug 6 07:44:53 dev-pod5 backboardd[15262] <Warning>: com.noxymo.seewetterpro failed to resume in time
Aug 6 07:44:53 dev-pod5 backboardd[15262] <Warning>: Forcing crash report of Nautical[16452]...
Aug 6 07:44:54 dev-pod5 backboardd[15262] <Warning>: Finished crash reporting.
Aug 6 07:44:54 dev-pod5 ReportCrash[16604] <Error>: libMobileGestalt copySystemVersionDictionaryValue: Could not lookup ReleaseType from system version dictionary
Aug 6 07:44:54 dev-pod5 com.apple.launchd[1] (UIKitApplication:com.noxymo.seewetterpro[0x5626][16452]) <Notice>: (UIKitApplication:com.noxymo.seewetterpro[0x5626]) Exited: Killed: 9
Aug 6 07:44:54 dev-pod5 backboardd[15262] <Warning>: Application 'UIKitApplication:com.noxymo.seewetterpro[0x5626]' exited abnormally with signal 9: Killed: 9

Mein finaler Workaround ist nun der, dass ich die maximal erlaubte Laufzeit eines Backgroundtask tatsächlich auch maximal ausnutze und nicht wie in dem Log ersichtlich nach 15 Minuten pauschal den Task beende und durch einen neuen ersetze. Das hatte ich aus Vorsicht getan, um nicht unerwartet beendet zu werden. Man kann aber jederzeit prüfen, wie lange einem noch erlaubt wird diesen BGTask laufen zu lassen. So kann man rechtzeitig vor Beendigung reagieren. Oft sind deutlich mehr als der üblichen 10 Minuten erlaubt, im Log steht dort sogar „inf“ für infinite, das täuscht jedoch, denn dieser Wert kann sich urplötzlich verwandeln in einen echten Countdown von verbleibenden 10 Minuten. 10 * 64 Minuten sind aber zumindest schonmal 10 Stunden und 40 Minuten Laufzeit, das ist für den Ankeralarm durchaus ausreichend. Durch Ausdehnen der Intervalle auf das Maximum ist aber deutlich mehr erreichbar und das ist was ich jetzt getan habe.

Insgesamt war das ein recht aufwändig zu debuggendes Problem, und die Zahl 64 als hartes Limit scheint kein Zufall zu sein, man fragt sich dennoch warum das sein muss. Problem zumindest vorerst für iOS 6 gelöst! Nun bin ich gespannt, was in iOS 7 wohl wieder alles nicht gehen wird… :-)

Übrigens:
Hinweise die mir bei der Lösung des Problems geholfen haben waren u.a. diese StackOverflow entries & links.

Ich habe auch einen Prototyp app gebaut, die das Problem isolierte. Eventuell pack‘ ich die irgendwann mal wenn ich wieder Zeit habe auf github.