Post-CCCamp 2015

Nothing specific here… just a link…

Workshop „Exponential Growth: A full Body Experience“


Quelle: https://www.flickr.com/photos/cosmoflash/20600030471/in/album-72157657165771406/

Workshop results


Quelle: https://www.flickr.com/photos/cosmoflash/20567195396/in/album-72157657165771406/

Why do I blog this?I basically did not blog about this at all. The Camp experience was so wonderful that blogging about it would just harm the nice memories.

31c3

…oder auch der Congress 2014… ich pack den hier mal ohne das Motto in der Headline hin. Denn dieses Jahr wäre es wohl besser gewesen gar kein Motto zu haben, als das, was da gewählt wurde.

Ich meine, hey, „A new dawn“ so eine Art „PR-Team-Konsens-irgendwas-mit-Lichtblick“-Slogan!? Ein hoffnungsvoller Aufbruch? Um aufbrechen zu können muss man erstmal stehen bzw. einen statischen Zustand erreicht haben. Diese Analyse scheint korrekt zu sein, denn um genau zu sein verharrte der CCC e.V. seit dem 30c3 in der Schockstarre eines Vergewaltigungsopfers. Bloß eingestehen wollte man sich das bis heute nicht. Es wird auch nicht thematisiert das alle white hats massiv gefickt wurden, stattdessen lädt man jetzt lieber gleich Geheimdienstler auf den Congress ein, um ihre PR und Anekdoten abzuladen bzw. um sich jetzt auf der eigenen Bühne LIVE ficken zu lassen. Much Geheimdienst, many live rape. Glückwunsch!

Und was genau hatten die Lectures überhaupt mit dem Motto zu tun? Also das Motto passte leider null, tut mir ja leid. Es hat mich schon gestört, dass letztes Jahr kein Motto da war, wo es doch so leicht gewesen wäre „30c3 – the whole world fucked.“ da hinzuschreiben oder „30c3 – the thermonuclear winter“ aber die Einfallslosigkeit wurde nur noch übertroffen durch die Verantwortungslosigkeit. Statt dort bereits zum Gegenangriff aufzurufen, zog man sich zurück, ließ haufenweise Lectures zu, die von Amerikanern gehalten wurden die ehemalige Geheimdienstler waren oder diesen sehr nahe stehen und die ungehalten ihre Schocknews präsentieren durften. Teilweise bekam man den Eindruck hier präsentiert ausschließlich Amerika in seiner ganz eigenen Shock & Awe Taktik, wie später mehrfach analysiert wurde.

Argha Noah

Die ganze Vertrauenskrise zwischen Staat und Bürger hat einen längst überfälligen Neustart nötig. Aber Politik ist auch lange nicht das einzige Feld, bei dem ein wenig Chaos aus ökologischer Sicht mal ganz gesund wäre. Ein Begriff bringt das für mich wie kein zweiter auf den Punkt, der Flut-Mythos der Argha Noah in dem von den „The Waters of Chaos.“ die Rede ist.

Beschrieben wird Geschichte im alten Ägypten… bzw. die
regelmäßigen Überflutungen die der Nil alljährlich hervorruft.

Die Bewohner der Region sprechen dem „Argha Noah“ eine reinigende und belebende Kraft zu, denn durch „The Waters of Chaos“ werden z.B. wichtige Nährstoffe im Wasser auf die überfluteten Bereiche gespült.



Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=iW2kbLoh4kku_-QkxzeRjAvj7TFN-2emE
Video Nightmares On Wax – Argha Noah

argha_noah_thumbnail

Zitat aus dem Beginn des Argha Noah Songtextes von Nightmares on Wax:

The waters of chaos
were a blessing in fact,
that brought new life.
Each year
when the waters of the flood would recede,
leaving a course of fresh minerals and nutrients
in the waters,
which would then cause
the food to grow,
and spring would be a beautiful time in Egypt,
because of the waters of chaos.
They celebrated the coming of the waters of chaos
bringing the new life.
They call that celebration in Egypt
meaning ‚Argha Noah‘,
not the ‚Arc of Noah‘,
but ‚Argha Noah‘.

Und eine weitere Quelle:

Every year the Nile floods, destroying anything in its path but then receding and leaving the land fertile and ready for planting. the ancient Egyptians held a festival at the time of the flooding (which was also when the moon was in its fourth quarter – i.e. looking a bit like a boat). Both the festival and the quarter moon were called ‚Argha Noa‘.

Quelle: Yahoo! Answers

Ich finde das eine wunderschöne Parabel zu dem Chaos-Begriff. Vielleicht mal als Motto für einen Congress ganz schön.

Update 1.11.2020

Why do I blog this? Ich glaube das Chaos ein nicht zu unterschätzender, positiver Faktor in unserem Ökoystem ist. Man könnte auch sagen, man erhöht bewusst die Enthropie und dekonstruiert Dinge. Eine Sandburg zu zertrampeln kann man genauso als Chaos ansehen wie die mit Gischt durchsetzte Salzwasserwelle der Meeresbrandung, die Fußspuren im Sand ausradiert. Einen vergleichbaren Effekt hat Neuschnee, der alle Oberflächen plötzlich mit dem gleichen Material überzieht und durch dieses Chaos an Schneeflocken den Grund legt für neue Gestaltung, z.B. Fußspuren im Schnee. Ein unbeschriebenes Blatt Papier fällt in die gleiche Kategorie. Ich wünschte mir für so einige Dinge mal ein Argha Noah.