Die „E-Environment“ der Zukunft für das Lernen

Vor dem Hintergrund des Agendasetting durch Begriffe wie „E-Learning2.0“ und „Web2.0“ finden auch kontroverse Diskussionen über die weitere Entwicklung statt (z.B. bei Jochen Robes‘ Beitrag „E-Learning 2.0 – Buzzword oder ernstzunehmende Entwicklung?“). Während viele die sich gerade ganz gut mit LMS Systemen eingerichtet haben, verständlicherweise nicht gerade bereitwillig davon abrücken möchten, zumal man damit Geld verdienen kann, gibt es dennoch Entwicklungen, die LMS in einigen Bereichen bereits weit überholt haben, und die momentan unter dem Begriff der Personal Learning Environment (PLE) diskutiert werden.

In Sachen Autonomie und Kontrolle des Lernenden über „seinen Arbeitsbereich“ haben Weblogs z.B. gegenüber einem LMS bei dem die Kontrolle weitgehend bie den Lehrenden/Tutoren liegt, einen deutlichen qualitativen Unterschied. Auch die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen ist bei einem Weblog oft um ein Vielfaches besser als in einem restriktiven LMS. Die einfach zu bedienende Funktion Links anzulegen und die eigenen Inhalte per RSS-Feed bereitzustellen (Export) stellen die Basis bereit für automatischen Aggregation bzw. technisch ermöglichte Kompilation fremder Inhalte im eigenen Blog.

Bereiche in denen LMS zunehmend Druck bekommen durch PLE-Ansätze hat James Farmer anregend zusammengestellt in seinem Beitrag „Centred Communication: Weblogs and aggregation in the organisation“. In seinem neusten Beitrag nimmt James Stellung zu der Diskussion um dem Begriff der PLE. Auch Albert Petersheim fragt sich in seinem Beitrag „LMS schön und gut, aber wo bleiben die Lernenden?“ und faßt darin einige kontroverse Standpunkte zusammen auch hinsichtlich der neuen Anregungen durch James Farmer.

Why do I blog this? Ich denke, dass Weblogs tatsächlich „kleine LCMS light“ darstellen. Sie verfolgen einen pareto-optimalen Ansatz einer Lernumgebung (alles was im weitesten Sinne mit „Bürokratie“ bzw. „Verwaltung u. Organisation“ zu tun hat wurde einfach weggelassen, was Potenziale für andere Schwerpunkte freigesetzt hat). Die Einarbeitung in ein Weblog ist nicht weniger schwierig als in ein LMS, aber die Flexibilität hinsichtlich Gestaltung und die Qualität hinsichtlich der Kontrolle des Nutzers über seinen Bereich ist oft viel besser! Der Begriff der „PLE“ ist für mich derzeit dennoch nur ein Label, dass diese zwei Schlüsselqualitäten als neuen Mittelpunkt sieht und nicht unbedingt zu der Schlussfolgerung verleiten sollte einfach alles über Bord zu werfen. Ein grosser Vorteil von z.B. LCMS ist die hohe Integration und das Ineinandergreifen verschiedener Basisfunktionen für „Erstellung von Content“, „Distribution von Content“ und „Betreuung von Lernenden“. Die organisatorischen Funktionen fehlen eben bei Weblogs, was bestimmte Probleme für den institutionellen Einsatz mit sich bringt. Aber das lässt sich ja vielleicht irgendwie in Zukunft beheben. Genauso könnten bestehende LCMS lernen von den Weblogs, indem Sie Restriktionen beseitigen und Flexibilität und Kontrolle an den Lernenden geben. So könnte man von zwei Seiten her das identifizierte Problem angehen.

State-of-the-Art: Educational Podcasting

podcastEinen schönen Einblick in Sachen Podcast als Werkzeug für die wissenschaftliche Bildung gibt die E-Learning Topic-Veranstaltung der Uni Zürich (dort sind streaming video Aufzeichungen hinterlegt). Die Veranstaltung geht den Fragen nach ist ein Einsatz von Podcasts in der Lehre sinnvoll? Oder löst man damit primär das Problem überfüllter Hörsäle? Sind Podcasts das Szenario der Zukunft – oder gibt es Beschränkungen? (via Mandy Schiefner)

Open Courseware Consortium relaunches site

ocwclogoThe OpenCourseware Consortium has just released its new website. (via Bazaar.org) Clicking on the Find-Button and following some links you end up on a partners‘ website where you as in case of Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health can download PDF’s which contain following notice:

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The offered material is offered under Creative Commons License „Commons Deed 2.5“-Derivate as one can find out reading the „Notice and Conditions of Use“. This means „non-commercial use only“, „credits for the original author“, and an „infective licensemodel“, if you manipulate content you need to distribute it under „Commons Deed“.
To get a better and in-time glimpse at the latest OCW activities you can have a look at the Open Up!-Blog at the University of Utah.

Why do I blog this? Does this mean (e-)Learning of the future looks like „PowerPoint unordered lists transformed to PDF“ distributed via the web? I wonder if this has something to do with (e-)Learning at all. It basically looks like a rights-mangement-solution for PowerPoint Content. But anyway, who should be able to change the material if the PowerPoint is no more and instead everything is canned in an unchangeable PDF? Seems as if I miss a point here in the word „Open“ of „OpenCourseware“, do I?