Seit Google an dem Glass Projekt arbeitet frag ich mich die ganze Zeit über schon, warum man sich das antun sollte, permanent das eigene Sichtfeld einzuschränken. Welchen Vorteil hat es? Was kann das Glass, was es nicht schon vorher gab? Wo liegt der entscheidende Unterschied zu einem Mobiltelefon, das ja dennoch benötigt wird als Relaisstation für die Brille. Anlass für mich, das mal zusammenzufassen ist folgender Beitrag: „Das Google Glass Experiment auf der re:publica“.
Wenn man die diversen Produktdemos und immer häufiger auffindbaren Videos des direkten Blicks durch die Brille anschaut, dann fallen einige Dinge offensichtlich auf andere aber sind ganz unscheinbar. Ich habe mir ein Review-Video der Phandroid-Seite genauer angesehen die in ihrem „Google Glass Review“ detailliert alles vorstellen. Ich hab mal paar Bilder aus dem YouTube Filme extrahiert und betitelt.
Was man ebenfalls sofort bemerkt, das was da auf dem kleinen Display dargestellt wird, wird sehr groß (also z.B. in großer Schrift, große Bildsymbole) und damit gut lesbar dargestellt. Es wird deutlich weniger Information auf den Screen gepackt wie auf einem Smartphone. Die Ergebnisdarstellung einer Googlesuche fällt deutlich reduzierter und kompakter aus. Es wird eher der EINZIGE richtige Treffer gezeigt, als eine Liste von alternativen Ergebnissen.
Gar nicht offensichtlich
Dass man, um die Brille zu nutzen mit Spracheingabe arbeitet und mit der Brille „reden“ muss, um neue Kommandos zu geben ist schon weniger offensichtlich. Und wenn man also diese magische Kombination „ok glass“ sprechen muss, wie bei Star Trek das Schlüsselwort „computer“, dann fragt man sich doch unmittelbar was dieses Mikrofon, dass die eigenen gesprochenen Worte erkennen soll so die ganze Zeit über tut. Ist das idle oder wird da ein kontinuierlicher kleiner Audiodatenstrom an Google gesendet und auf dem Server eine Spracherkennung durchgeführt?
Was widerum kaum auffällt, nach einer Googlesuche wird das Ergebnis nicht nur optisch angezeigt, sondern hervorragend akustisch aufbereitet. Das Ergebnis wird natürlichsprachlich umfangreich wiedergegeben, ob es nun das Wetter in Honululu ist, oder der Aktienkurs von Disney Inc. Die gesprochene Information ist sogar umfangreicher als die optisch angezeigte. Das ist ganz und gar nicht offensichtlich, man muss das selber sehen.
Was kaum auffällt, ist, dass Kopfhörer nicht vorgesehen sind. Stattdessen wird der Ton bzw. alle Audioinformation über eine Art HiTec-Vibrator direkt auf den Ohrknochen per Mono-Audio übertragen. Das scheint eine wirklicherecht alte Innovation namens Bone-Conduction zu sein, die schon Hugo Gernsback um 1923 entwickelt hat, sowas hab ich allerdings bislang noch nirgends als Lösung für das menschliche Ohr im Einsatz gesehen, außer bei ultrakleinen Lautsprechern wie dem SoundBug, die Tischplatten und andere ebene Flächen als Resonanzkörper Nutzen und auf ähnlich Art und Weise Audio übertragen. Gut möglich, dass diese Innvomation aus der Hörgeräteforschung wie z.B. der Bone Conduction Hearing Aid (BAHA) der Firma sophono stammt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade das Nicht-Vorhandensein von Kopfhörern ein wirklicher Vorteil von Glass ist. Wer schonmal versucht hat auch nur eine Stunde lang ein Bluetooth Headset mit Ohrstöpsel zu tragen, der weiß, welche Schmerzen das nach kurzer Zeit auslöst. Denn selbst die besten Ohrstöpsel stellen eine Reizung des Ohres dar. Regelmäßiges Tragen führt zu dauerhafter Reizung und immer empfindlicher reagierenden Ohrmuscheln. Hier wurde ein Problem auf neue Art und Weise gelöst, was man auf den ersten Blick gar nicht erkennt.
Update 30.5.2013
Oh, heise.de hat auch einen Test der Brille gemacht.
Update 3.7.2013 heise.de hat nun auch einen Langzeittest der Brille im C’t Magazin gemacht. Dabei dürfte das Fazit so einige Wundermythen zerstören.
Kurz und knapp:
Glass ist zu viel Kamera: Niemand will gefilmt oder fotografiert werden noch dazu wenn alles gleich in die Cloud wandert (also zu NSA)
Glass arbeitet wenig kontextbezogen: Die brille mag in den Werbevideos den Eindruck erweckt haben, sie könnte die passende Information für die Umgebung anzeigen, kann sie auch, muss man aber selbst nach googeln. Nix Augmented Reality out-of-the-box.
Glass’ Akku ist ständig leer: Gut das kennt man vom Smartphone, aber der Glass-Akku ist teilweise schon nach 2 Stunden leer.
Glass’ Hardware ist unausgegoren: Bildqualität der Kamera eher mittel, Mikrofon liefert kaum brauchbare Ergebnisse bei Umgebungsgeräuschen, der Knochenschallkopfhörer ist wohl nicht so dolle, UND man kann die Brille nicht wie eine normale Brille zusammenklappen und wegpacken. Sie ist damit ein eher unhandliches Trum, schlecht transportabel wenn man sie nicht auf hat.
Glass’ lässt sich nur per Sprache bedienen: Keine Tastatur, auch nicht per Smartphone-Relay. Was man nicht aussprechen kann (so dass Glass es erkennt) danach kann man folglich auch nicht suchen. Das laute „in die Brille reden“ ist partout nicht jedermanns Sache, weil sozial nicht akzeptiert von der Umgebung.
Mein schlussfolgerndes Fazit: Kann man drauf verzichten. Eine GoPro HERO3 BLACK dürfte mehr Freude machen und da die Glass 1500 Kracher kostet, kann man davon so ca. 3 GoPro’s erwerben also die ganze Familie glücklich machen. Weiterer Vorteil bei einer GoPro bleibt das Sichtfeld frei, der Akku hält, die Bilder sind hammergeil und werden keinesfalls aus versehen zur NSA übertragen, der Transport ein Kinderspiel, das Ding ist wasserdicht, hat exzellenten Sound, hat ne rausnehmbare Batterie und das Firmenmotto „Be a hero.“ lässt mich das Ding haben wollen. Der „Don’t be evil.“-Lack ist längst ab.
Unter Hipstern ist „RETRO“ ja sowieso seit Jahren im Trend. Wenn man sich die Computerspieleentwicklung so anguckt, dann kommt man aber auch ohne Trendgespür schnell zu dem Schluss „Da war schonmal irgendwie mehr Spaß am Gerät!“. Das aktuellste Computerspiel, dass ich mir gerne gekauft hätte ist Giana Sisters Twisted Dreams, nur leider kam dieses exzellente Spiel, bei dem eine innovative Idee des Kontextflip bzw. der Polarity Mechanic (ähnlich zu dem Game Cube Spiel IKARUGA) konsequent mit 8-Bit-Seele umgesetzt wurde, für die Steam-Platform Windows-only raus. Schade, denn Windows nutze ich nunmal nicht, und nur für ein Spiel tu ich mir die Windows-Qualen nicht an!
Videovorschau des Spiels
Aber es gibt Abhilfe für diesen bedauerlichen Zustand. Die höchst erfolgreichen Rechner der 80er z.B. der Amiga Computer haben den Sprung geschafft in Systeme wie OS X Mountain Lion. Das Schlüsselwort heißt Emulator. Und wer hätte gedacht, dass eine Emulation soviel Spaß machen kann?
Die aktuellste Fassung des FS-UAE (Frode Solheim – Unified Amiga Emulator) ist eine der empfehlenswertesten Amiga Emulationen die ich seit langem gesehen habe. Zwar gibt es mittlerweile sogar den in Javascript implementierten Scripted AMIGA Emulator (z.B. mit der 9fingers demo), mit dem man doch tatsächlich LIVE und in Farbe im Browser einen ganzen Amiga Rechner hochfahren kann, aber für echten Game-Fun ist der FS-UAE unter OS X das Maß aller Dinge.
Der Weg zum Spaß
Um ruck zuck wieder Spaß am Spiel zu bekommen tut man Folgendes:
Einen Competition Pro USB kaufen z.B. hier oder einen Adapter bestellen als Bausatz (siehe unten) und an den Rechner anschließen (Taucht als GamePad-Device auf)
Die Kickstart ROMS des Amiga OS (v1.3, v2.0 und v3.0) irgendwoher besorgen (?-Torrent is your best friend)
Nun legt man im FS-UAE Konfigurationen für die Games an. Das macht Sinn für Spiele die z.B. nur mit bestimmtem Setup (Kickstart Rom + Amiga Rechner + Chip/Fast-RAM) vernünftig laufen. Die meisten Games laufen mit Kickrom v1.3 und einer softwareseitig aktivierten Fast-RAM-Erweiterung prima. Manchmal aber muss man Fastram deaktivieren und Kickrom 2.0 unter Amiga 500 nicht 500+ nutzen damit es klappt. Hier muss man ausprobieren, oft sind es lediglich die Demos der Cracker die inkompatibel sind zu bestimmten Setups, aber das lässt sich verschmerzen.
Joystick in richtige Position mit festem Stand bringen und START des Emulators im Fullscreen Modus.
Diese Kombination dürfte für massig Spaß sorgen. Bei mir sah das Konfigurationsfenster des FS-UAE Launcher nach kürzester Zeit so aus:
FS UAE Launcher Fenster mit Konfigurationen für Games
FS UAE Arcade Fenster mit allen meinen Games
Komische Tastenverrenkungen
Probleme mit dem FS-UAE hatte ich lediglich an drei kleinen Punkten:
Wie erreicht/drückt man die Funktionstasten des Amiga auf einem Mac? Und das ist tatsächlich nicht so offensichtlich. Denn es ist das gleiche Problem wie wenn man eine Funktionstaste unter dem Mac drücken will. Der Mac hat aber ja seit längerem die F-Tasten mit Funktionen für Lautstärkeregelung und helligkeit usw. belegt. Will man also eine Funktionstaste drücken muss man einen Trick anwenden. Man muss für die F12-Taste z.B. die tasten cmd+fn+F12 drücken, also 3 Tasten. Warum die F12-Taste so wichtig ist erklärt sich aus dem FS-UAE-Funktionsumfang. Will man nämlich eine „Diskette“ im Emulator in der emulierten Floppy wechseln, dann muss man in den Kontrollscreen des Emulators rein. Den erreicht man aber nur mit cmd-fn-F12 und genauso verlässt man ihn auch wieder.
Einige Spiele benötigen in den durch einige Cracker vorgeschalteten „Trainern“ die Funktionstasten 1 bis 5 um fortfahren zu können. Die Kombination cmd+F5 ist aber auf Macs per default für die Aktivierung von VoiceOver vorgesehen für sehbehinderte Menschen und leider springt diese Aktivierung auch bei Befehlskombinationen für F5 sofort an. Das kann man aber deaktivieren in den Systemeinstellungen unter Tastatur > Tastaturkurzbefehle > Bedienungshilfen indem man das entsprechende Häkchen dort einfach entfernt.
Wie verlasse ich das Gamefenster des FS-UAE? Die Maus wird nämlich sofort von diesem Fenster „gefangen“ damit man darin spielen kann, aber wie kommt man wieder raus? Der Trick ist die mittlere Maustaste bzw. wenn vorhanden den Scrollrad-Klick auszuführen. Ein anderer Weg ist einfach mit cmd+TAB das Programm zu wechseln.
Hat man diese Hürden übersprungen steht dem Retro-Spielspaß nichts mehr im Weg. Ich persönlich mag ganz besonders die Liebe zum Detail, die der Emulator-Entwickler für die Lesevorgänge der Floppy aufgewendet hat. Die Floppygeräusche werden so perfekt emuliert, dass wirklich großartiges Retrofeeling aufkommt und man nach kürzester Zeit vergessen hat, dass man eigentlich an einem State-of-the-Art Mac Rechner sitzt. Wie also wäre es mit einer Version „The Great Giana Sisters“ aus dem Jahre 1987 um mal wieder echtes Retrofeeling aufkommen zu lassen? Der klassische Platformer mit seiner tollen Musik von Chris Hülsbeck (siehe ebenso Turrican 1 + 2) hat absolut nichts von seiner Eleganz verloren.
Mein liebster Favorit ist nach wie vor Dyna Blaster, das man prima mit 4 Personen spielen konnte (über Parallelport-Adapter). Es macht auch jetzt noch Monsterspaß!
Übrigens, wer nach den ganzen coolen Demos von damals Ausschau hält wird hier bei ada.untergrund.net fündig. Und wer sich von Beginn an Arbeit sparen will, der kann an dem beta Test der Amiga Open Game Database mitmachen und mithelfen diese zu verbessern. Zum Beispiel den Eintrag von Wizball. Schön ist auch zwei tolle Interviews mit Entwicklern von damals zu lesen, z.B. Andreas Axelsson (Pinball Series) und Martyn Brown (TEAM17).
Blogs & Foren
Natürlich gibt es tausende Retrofans da draußen. Ein nettes RETRO-Blog das ich gefunden habe ist RETROPOLY. Dort gibt eine Menge Zeug das interessant ist, von Wallpapers, über Terminankündigungen für Retrogaming Events und, und, und…
Bei der Gelegenheit bin ich dann noch über AMIGA.org, den Amiga History Guide, den Macintosh Garden und die Betaworld gestolpert.
Selber ADF Disk Images herstellen
Wer selber seine alte Diskettensammlung noch retten möchte der kann auf ein speziell dafür geschaffenes USB-Laufwerk zurückgreifen von der Firma Kryoflux. Diese bietet eine Laufwerk inkl. Software an, um Amiga, Atari und viele andere historische Formate zu lesen und in ein Image-File zu verwandeln. Geschafen wurde diese Lösung gemeinsam mit der Software Preservation Society (auf twitter), die zuvor Classic Amiga Preservation Society hieß. Andere erwähnenswerte Organisationen in diesem Umfeld sind z.B. folgende:
Wer selber noch eine Sammlung von sogenannten MOD’s (ein spezielles Musikformat unter Amiga) hat, der kann sich die Klänge von damals auf dem iPhone wieder zurückholen. Denn es gibt den kostenfreien AMP Player im AppStore, der sich mit Webseiten wie z.B. http://amp.dascene.net und http://modp3.mikendezign.com verbindet und Musik downloaden kann zum Abspielen.
Amiga Emulator unter iOS & Android
Da die Apfelfirma sich ja ziemlich anstellt in Sachen Emulatoren und so… und solche Emulatoren nie durch das Review lässt (ganz im Gegensatz zu z.B. Omega 500 für Android im Google Play Store), bleibt zumindest den iOS Entwicklern der Weg den iAmigaals Developer zu compilen und zu installieren. Derzeit gibt es nur vereinzelte Spiele vom Amiga als Portierung mit Hilfe dieses Emulators im AppStore, diese haben aber gräßliche Bewertungen bekommen, weil das Gameplay keinen Spaß macht ohne Joystick.
Amiga Joystick Adapter SUB-D-9-zu-USB im Selbstbau
Wer noch einen alten Amiga-, Atari-, C64-, Commodore 128- oder ähnlichen Joystick rumliegen hat, der kann diesen weiterbenutzen mit einem Adapter. Kaufen kann man den z.B. bei Retro Donald. Details dazu und die direkte Bestellseite findet man hier. Gefunden hab ich auch eine tolle Anleitung mit einem Video-Podcast auf Youtube, die den Adapter und den Bausatz vorstellt. Übrigens mal ein ein erfrischen angenehmer Podcast, wo es gleich zu Sache geht und nicht ewige, gähnen lange Intros kommen und der Sprecher sich einen abwürgt, sondern fix und auf den Punkt.
Danke an dieser Stelle für die Leute von Radio Paralax, die tolle Videopodcasts machen und ganz nebenbei einen schönen Radiosender mit Retromucke und einen Videokanal für RETRO im Internet haben ähnlich wie Radio NECTARINE und auch bei der Amiga Immortal CD Collection. Dieser Adapter, der da vorgestellt wird, ist unbedingt zu empfehlen, ich habe zwar irgendwann mal den Speedlink Joystick USB gekauft, aber der hat wie im Podcast erwähnt wird nur 10 Abfragen pro Sekunde, der Adapter hingegen schafft 100 Abfragen pro Sekunde, was bei schnellen Spielen wie z.B. Pacman absolut notwendig ist. Also kauft Euch lieber einen Adapter für die richtige Hardware als diesen Möchtegern-Competition Pro und ersteigert Euch vielleicht auf e-Bay einen richtigen alten Joystick der noch was taugt. Ganz nebenbei ist dieser Speedlink Joystick in der Retro-Version echt qualitativ nur ein müder Abklatsch von dem echten Competition Pro. Zum einen sind die Mikroschalter nicht verschraubt, sondern mit komischen Plastikhalterungen gesteckt, dann sind die Mikroschalter nicht zu öffnen (und damit auch nicht zu reparieren), weil die vernietet sind und nicht verschraubt, die Feuerknöpfe sind mit Sollbruchstellen versehen und die Liste geht endlos weiter, ein Musterbeispiel an geplanter Obsoleszenz, wenn man den alten Joystick gegen dieses ärmliche Ding mal Teil für Teil vergleicht kann man schön sehen wie wir unseren Planeten mit Müllprodukten kaputt machen durch Murks. Eigentlich ein klarer Fall für Murks nein Danke!.
Der kommerzielle Weg lautet iCade
Man kann sich natürlich auch alles das was ich oben beschrieben habe sparen und einfach das iCadebei ThinkGeek kaufen. Da gibt es dann allerdings nur Ataris Greatest Hits und nicht Amiga, die man dann als App aus dem AppStore installieren muss.
Zum iCade gibt’s sogar einen eigenen Wikipedia Eintrag, wer hätte das gedacht. Darin sind die verfügbaren Games alle aufgelistet und so einige weitere nützliche Infos zum Thema Retro Gaming.
Der Geek-Faktor des iCade ist natürlich schon wahnsinnig hoch. Zum Geburtstag würde ich mir das locker schenken lassen. :-)
Es sei an dieser Stelle übrigens nochmal auf das 8-Bit Museum verwiesen. Für alle Fälle… und alle weiteren Retrosüchtigen…
Update 10.7.2013
Heute hat heise.de einen schönen Artikel zum Thema „Welche Zukunft haben Computermuseen?“. Neben weiteren interessanten Links enthält der Beitrag auch gleich eine Antwort auf die selbst gestellte Frage:
Was bleibt zu tun, kennt eine deutschlandtypische Antwort: Einen Verein gründen, der auf vielen Ebenen das Erbe der gerade vergangenen Zeit pflegt. Mit dem deutschlandweit agierenden Verein zum Erhalt klassischer Computer gibt es eine Anlaufstelle für alle Interessierte. Auf seine Weise setzt der Verein die Vortragsreihe fort: Am 20. und 21. September zeigt er im Rahmen des Classical Computing 2013 im Berliner Pergamon-Palais seine Schätze.
Update 14.3.2014
Es gibt mittlerweile auch einige Klassiker als HTML5-Games neu aufgelegt. Die Webseite Photonstorm ist da ein guter Einstieg ins Thema.
Update 20.3.2014
Ich habe eine ganz tolle Webseite entdeckt: .handheldmuseum.com und da gibts so tolle Sachen zu sehen wie das hier:
Amiga-Emulator als Konsole mit echtem Diskettenlaufwerk
Ein Amiga als echte Konsole mit HDMI-Anschluss, der auch die alte Softwaresammlung liest – das soll per Indiegogo finanziert werden. Kern ist ein Controller für ein Diskettenlaufwerk, die Emulation des restlichen Amiga läuft auf einem ARM-System, bisher dem Raspberry Pi.
Klingt interessant dieses Armiga Project, falls das Ding nicht vor der Fertigstellung von Facebook gekauft wird.
Mac G4 to Amiga
Wer noch einen alten G4 herumstehen hat, kann ihn mit MorphOS wiederbeleben. In der aktuellen Version 3.5.1 wird eine ganze Reihe von weiteren Macs unterstützt. eMac mit 1,25 und 1,42 GHz, ein iBook G4, ein Mac Mini G4, ein Cube, ein PowerBook G4 oder ein PowerMac G4, all diese Rechner erlauben es, die aktuelle Version 3.5.1 des von AmigaOS fortgeführten MorphOS zu nutzen. (Quelle: heise.de)
Hier kann man eine Boot-CD bekommen. Feine Sache, da ich auch noch einen G4 mein eigen nennen kann, und noch einen Mac mini habe… wunderbare Sache.
Eine Vorschau des AmigaOS Nachfolgers(?) kann man in diesem Screenshot hier gut sehen.
Eine lebhafte Community rund um MorphOS gibt es dann hier zu sehen. Bei meta-morphos.org bzw. WArMUp (World Association of MorphOS Users).
Deren Aufgaben sind:
The WArMUp association is a non-profit association whose objectives are:
Promote the MorphOS operating system and its dedicated software
Support the MorphOS Team and the developers of MorphOS software
Organize user events
Recycle MorphOS compatible hardware.
Amiga 500 im Chrome Browser
Grade entdeckt… und gleich mal die DynaBlaster Diskette eingelegt. Sehr schön!
An dieser Stelle ebenfalls erwähnenswert, der RetroPi.
Das ist Folgendes:
The RetroPie Project is a collection of works that all have the overall goal to turn the Raspberry Pi into a dedicated retro-gaming console. The project uses Raspbian as OS at the bottom and integrates a large set of emulators for a wide variety of computer systems from the past decades. Besides the emulators, also a graphical front end and a lot of other software features are part of the project to let your nostalgic memories revive.
Unterstützt/Emuliert folgende Systeme:
Amiga (UAE4All)
Apple II (LinApple)
Apple Macintosh (Basilisk II)
Armstrad CPC (CPC4RPi)
Arcade (PiFBA, Mame4All-RPi)
Atari 800
Atari 2600 (RetroArch)
Atari ST/STE/TT/Falcon
C64 (VICE)
CaveStory (NXEngine)
Doom (RetroArch)
Duke Nukem 3D
Final Burn Alpha (RetroArch)
Game Boy Advance (gpSP)
Game Boy Color (RetroArch)
Game Gear (Osmose)
Intellivision (RetroArch)
MAME (RetroArch)
MAME (AdvMAME)
NeoGeo (GnGeo)
NeoGeo (Genesis-GX, RetroArch)
Sega Master System (Osmose)
Sega Megadrive/Genesis (DGEN, Picodrive)
Sega Mega-CD (Picodrive)
Sega 32X (Picodrive)
Nintendo Entertainment System (RetroArch)
N64 (Mupen64Plus-RPi)
PC Engine / Turbo Grafx 16 (RetroArch)
Playstation 1 (RetroArch)
ScummVM
Super Nintendo Entertainment System (RetroArch, PiSNES, SNES-Rpi)
An dieser Stelle auch nochmal der Verweis auf einen Fund wie man Retro auf den iDevices (iPhone, iPad etc.) leben kann.
Ebenfalls ganz interessant, es gibt eine schöne Doku zu den Bulletin Board Systemen (BBS) oder bei uns in Germany auch einfach Mailboxen genannt. Die Episoden dieser Doku gibt es mittlerweile im Internet Archiv.
Wer sich mal alte Computer Werbung aus der Zeit anschauen möchte ist bei digitize.textfiles.com richtig. Nostalgie und Retrofeeling sind garantiert.
Internet Archive mit noch mehr Spielen online
Erstaunlich ist, dass es mittlerweile eine reine Javascript-basierende Simulationsumgebung für den Browser gibt (JMESS), die eine Vielzahl an Games wieder spielbar macht, ohne weitere Zusatzinstallationen. Lediglich ein Gamepad-ähnliches Eingabegerät wie z.B. USB-Joysticks ist nötig, vieles geht aber auch per Tastatur zu spielen. Hier gehts zu den Spielen des Internetarchive.
How the Commodore Amiga helped influence a generation of Developers to take Video Gaming to a whole new level!
The movie will be created by Nicola Caulfield & Anthony Caulfield. It sucessfully launched on 27th of February 2015. Read more about the whole project on
Es gibt eine neue Hardware zum Retrogames spielen, den MiST. Manchmal muss man sich schon fragen, warum Dinge so komische Namen bekommen. Deshalb hier mal die Erklärung der Entwickler dazu:
In reference to the Minimig which stands for Mini Amiga, the MIST was supposed to be the Mini ST. But one of the first things that actually ran on the MIST board was the Minimig core. So MIST now stands for AMIga/ST.
Steht also kurz gesagt für eine Abkürzung von „MIni Amiga“ und „Atari ST„. Nun denn! Was war jetzt nochmal ein FPGA? Das hier! Eigentlich nur ein hardware-Chip, den man so umprogrammieren kann, dass er sich wie eine beliebige Hardware verhält… also genau das was man für die Emulation alter Hardware bzw. der fremden Chips des Amiga und Atari benötigt. Hier gibts mal eine kleine Videovorschau.
Videovorschau der Hardware mit Anschlüssen und Funktionen im gehäuse und wie sie die Geräte emuliert werden (ca. 20 Minuten Dauer)
Viva Amiga is a wonderful look at the the history of the platform, the people who built it, and the users who loved it. The opening title says it all: „One Amazing Computer. One chance to save the company. One chance to win the PC wars.“ This message sets the stage nicely for a dramatic and passionate tale.
Why do I blog this? Ich mag die ganzen 3D Spiele nicht, von denen ich Motion Sickness bekomme. Gefühlt gibt es aber nur noch diese Spiele. Daher hab ich einen Ausweg gesucht und gefunden. Spiele, bei denen die Idee und der Spaß und nicht die Anzahl der Frames per Second (FPS) und die Anzahl der Polygone und Shadertechniken zählt sowie die Floatingpoint-Leistung des Prozessors und die neuste Grafikkarte. Retrogames zeigen sehr schön, wie man mit wenig Technik großen Spaß haben kann, sie stellen quasi die Essenz der Computerspiele dar, ohne das das jemals so gedacht gewesen wäre. Ich meine immerhin ist Pong auf einem Oszilloskop von einem Menschen namens William Higinbotham entworfen worden, da weiß man dass der Spieltrieb die Mutter aller Videogames war. Nun ja, wer bei Maniac Manson nicht weiterkommt, hier die komplette Lösung. Und wer unbedingt PONG auf dem Oszilloskop spielen will, hier das Pong-on-an-Oscilloscope-Tutorial dazu.
iOS is a really nice Operating System. It is light enough to run on a mobile device with limited power yet powerful enough to run even the craziest of 3D game engines. It’s in a way a magically smart OS optimized to be in perfect sync with the hardware. Yet iOS has several things which could be vastly improved.
A lot of these things are annoyances which pile up over time. Think about a curve running along the x-axis at a certain y-value and think about x as the time-axis. As a customer the annoyances just pile up as the area under this curve over time (see following gfx).
Gfx displaying how annoyances piled up over time
I just want to put up my most important things here to share it with the community and to hopefully inspire engineers at Apple to improve on them.
Annoying things
Marking & editing text with the finger: It’s awful, it could be much better. There do exist picture perfect concepts of how to fix this. Fix it! [NOT FIXED!]
Network and other settings: Where is the easy pulldown settings panel? The notification center is nice, but instead of putting weather and stock quotes inside, put the really needed settings-toggle-switches there: WLAN, 3G, Bluetooth, GPS, Brightness, … Please, fix it! [FIXED!]
Update of Apps: It’s not working without user intervention and it fails way to often. Fix it! [LOOKS LIKE FIXED!]
The AppStore App: It’s displaying WebViews and makes serendipity of shopping impossible. It fails all the time to deliver a nice shopping experience. It also fails in giving immediate user feedback on UI-activities. Instead you get empty screens and wait all day long for a WebView to load. Tapping Buy/Update/Install-Buttons is a PITA because they never give immediate feedback if you really hit them, which is due to the (I assume JS-Bridged) Webview-Calls. You could just RAMP up a new AppStore App which has an API and is 100% native. Just leave the old stuff in place for compatibility with older devices and provide a smart new AppStore App (which e.g. has a shopping basket, knows which apps I have looked at lately, allows me to deep dive and not get lost, gives me all the gear of endless shopping…). Damn, fix this mess soon! [LOOKS LIKE FIXED! (BONUS: HAS WISHLIST NOW!)]
Switches & Sliders: Switches were difficult to hit/activate since introduction in iOS’s first release. The same is true for sliders. You always miss them because they don’t have the typical 44x44px taparea/tap-catch-area which makes it easy to hit it. Fix it, please! [PARTLY FIXED! SWITCHES LOOK FIXED.]
The Notification Center: Entries in this center panel are nice, but did you ever try to hit the delete button? Try it and then enlarge it to make it easy to tap it. Fix it! [FIXED!]
The dashboard/homescreen: I have more than 200 apps on my device, organizing them in little tiny folders of 9 items is not helping me at all. Also having 11 panels and additional apps not beeing reachable other than via Spotlight search is annoying as hell. Why not present a flat-folder-table-view which groups my apps in groups I could create and manage? Even if this would be the last of the 11 panels it would be so much more useful. Please fix this! [PARTLY FIXED! PAGED FOLDERS.]
The power cable & charging process: Every device needs power. Nearly every day. Why the hell do iPhones, iPods and iPads switch themselves ON when they were put on the power cord in OFF-mode as soon as you pull the plug from the device? What’s the reason behind this? Fix it! Leave it off please. Thanks! [NOT FIXED!]
iCloud: Please be transparent, WHAT actually goes into the cloud. And please leave iCloud off by default. I do not want stuff to be copied to the cloud unwanted. This is important to me. If I want iCloud to be on, I would like to see WHAT and how MUCH of it actually goes there. Please enforce transparency on this for your own apps and those of all developers. [NOT FIXED!]
Storage Size & Management: Please tell people if their device is endangered to approach „disk full“ status. Also give developers an easy hook to check for low disk space situations (e.g. on saving images to the photoalbum). provide easy failover procedures (bonus: using blocks) for SDK-methods which store stuff or write files. Provide an option to the customer to immediately clean/erase stuff from their device to continue with the operation in progress after cleaning. [NOT FIXED!]
The Settings Chaos: Well, we have the Settings App, which carries a lot of Device specific Operating System Settings, but at the same time these Settings carry a lot of Settings for Apple’s apps and all the other Apps. Then we have Settings inside the Apps themselves. The user can only be confused by this. It may be a good idea to let the user just access the App-specific Settings from within the App’s context. But the way it is now it foces me to travel to the Settings App everytime if I want to change something in the app. This is Chaos! Fix it! [NOT FIXED!]
The-one-Icon-too-much Situation: Everytime I reorder my Apps on the Homescreen, it gives me a headache to move these dumb little things in a way they not accidentially destroy the complete order of ALL following panels. If I place a new Icon/App on my FULL homescreen the last icon gets pushed to the next screen, but that is not what I want. Please push this Icon in some „Parking Slot“, from which I can move it to its new position easily. Please, fix that soon! [NOT FIXED!]
IAP Account Hell: I regularly get customer support requests which have problems buying In-App-Purchases because something is weird with their AppleID. In ALL THESE cases one solution I provided to them fixed these Issues ALWAYS. The way to fix these problems is the following:
Open the „Settings“ App
Tap „iTunes & App Stores“
Tap on your AppleID (usually your E-Mail) and tap LOGOUT
Switch the whole device OFF
Switch it back ON
Open the App which had problems byung IAP-Products from
Enter the Shop area in that app
Try to RESTORE your products or BUY new ones
You will now be asked for your Apple ID, enter and happy shopping…
This stuff is really annoying and it happens from time to time to customers. [NOT FIXED!]
App Updates: Install all pending App Updates, it is still NOT WORKING in most of the cases. Fix it! [LOOKS LIKE IT WAS FIXED!]
RAM Degradation aka Memoryleaks: Many people do not restart their phone for months. But during this time OS daemons and other stuff leak memory continuously. This leads to significantly less available memory for apps and their execution. Please force free leaked memory with some procedure which is friendly for customers. You could e.g. restart certain system daemons during NO-USE-TIMES (e.g. the night, when customers are asleep). Fix it! [NOT FIXED!]
VoiceOver i.e. Text-to-Speech: It’s nice for people which are visually impaired, but it could be awesome for all text-driven apps too. Please make it available to developers without the need to switch the device to VoiceOver mode. [IS FIXED!]
Lightsensor values to adjust the UI: Several apps are designed for outdoor use. Lighting changes often and quickly outside and also during the day and night. Let developers access the lighting conditions and let them adjust the UI perfectly to the measured environmental brightness. This would so much improve user experience. [NOT FIXED!]
Compass: Navigation is one of the core things people use their device for. Please explain the calibration procedure the right way to them. And make sure you tell people if the compass is NOT delivering correct values. Please, tell them that by moviing the device in an 8-shape actually means making a moebius-strip-movement turning the device by 360 degress in all axis. [THE CALIBRATION ISSUE SEEMS FIXED!]
Battery: If you guys have the choice of making this thing thinner again or giving it more LI-Batterypacks, please go for the more electrical power approach, please! [NOT FIXED!]
Status-driven-App-Icons: You guys do it since day one now with the calendar app. Why not allow every developer a predefined set of Icons which could communicate the inner state of an app in a nice and elegant way? It is so easy and you could review these Icons for fraudulent behaviour like people trying to trick others with wrong Icons! [NOT FIXED!]
Location-dependent Settings/Environment: iOS has already sophisticated region-detection via a very sophisticated LocationManager. Why not use this to define essential Device Settings (i.e. for Silence Phone/Vibration use/allow 3G or not) to get actiavted depending on your location. This would ease the config of devices which travel between different locations (i.e. work and home) massively everyday. [NOT FIXED!]
Multi-User and/or Guest Environment: It is not so much an issue with the iPhone than with the iPad. The iPad invites to be passed around for gaming, photos and so on. At least it would be great if I could have a GUEST-mode where no Push-Notifications show up, none of my Apps is used by the guest with my documents/accounts/favorited links and so on. Even some YOU CANNOT leave this app without my permission/password-mode/switch would be helpful. [NOT FIXED!]
Stuff which is not so much wanted
Skeudomorph-180-Rollback: Yeah, we all know Scott F. left the building. But hey, please do not turn everything upside down without developers having time enough to prepare for this move, okay? [COMPLETELY BLOWN!]
YAARS (Yet another aspect-ratio screen): Yes, I like variety, I like happy customers, but I do not have unlimited resources to support app development or maintenance. Supporting any new aspect-ratio is costly and adds to the overall amount of work needed to build an app. Just try to be conservative here, please! [GREAT, NO NEW SCREEN!]
Fingerprint-Sensor: Passwords may not be safe, but fingerprints aren’t either. And you can easily renew a password, but not renew your finger. AND information encoded in fingerprints may reveal/encode infos (which need strong protection) about humans we are not yet ready to decipher. [GREAT, NO SENSOR!]
These are the most important things I would wish for iOS 7. I would be oh so happy to see these fixed & introduced soon. I will add more stuff as I remember it… to be continued…