{"id":86,"date":"2006-12-06T16:31:49","date_gmt":"2006-12-06T15:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thetawelle.de\/?p=86"},"modified":"2007-01-05T11:01:45","modified_gmt":"2007-01-05T10:01:45","slug":"virtuelle-hochschulen-in-deutschland-wer-ist-erfolgreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thetawelle.de\/?p=86","title":{"rendered":"Virtuelle Hochschulen in Deutschland: Wer ist erfolgreich?"},"content":{"rendered":"<p><img src='\/wp-upload\/megatrends.png' align='right' hspace=\"10\" vsapce=\"5\" width=\"183\" height=\"87\" \/>Wer sich \u00fcber die Segnungen der Web2.0-Werkzeuge hinaus f\u00fcr den Erfolg von virtuell gest\u00fctzter Lehre interessiert, der muss normalerweise l\u00e4nger suchen!<\/p>\n<p>Umso interessanter sind die ersten <strong>Zwischenergebnisse eines EU-gef\u00f6rderten Projekts<\/strong> zu bewerten, das im November einen ersten Bericht zu einem abgeschlossenen Workpackage vorgelegt hat, das Projekt <a href=\"http:\/\/www.nettskolen.com\/in_english\/megatrends\/index.html\">&#8222;<strong>MegaTrends in E-Learning Provision<\/strong>&#8222;<\/a> (Auf Deutsch w\u00fcrde ich es &#8222;Erfolgsfaktoren f\u00fcr die erfolgreiche Bereitstellung von E-Learning&#8220; nennen). (via <a href=\"http:\/\/www.checkpoint-elearning.de\/article\/3271.html\">Checkpoint E-Learning<\/a>)<\/p>\n<p>Es wurden <strong>virtuelle Hochschulen in Europa<\/strong> ausgew\u00e4hlt, die entweder <strong>mindestens 5000 Einscreibungen pro Jahr<\/strong> haben, oder aber <strong>mindestens 100 verschiedene Kursangebote<\/strong> im Katalog haben. Herausgekommen ist eine <a href=\"http:\/\/www.nettskolen.com\/in_english\/megatrends\/nominated.html\"><strong>Liste der Nominierten<\/strong><\/a>, die nun weiter untersucht wird. Begonnen wurde mit Interviews des jeweiligen Managements.<\/p>\n<p>Kommen wir gleich zur Sache:<br \/>\n<em>Frage:<\/em> Wer ist aus Deutschland in der Liste der Nominierten?<br \/>\n<em>Antwort: <\/em>Zwei virtuelle Hochschulen wurden identifiziert. Im S\u00fcden die <strong><a href=\"http:\/\/www.vhb.org\">Virtuelle Hochschule Bayern<\/a><\/strong> und im Norden die virtuelle Hochschule <strong><a href=\"http:\/\/www.oncampus.de\">Oncampus<\/a><\/strong> der Fachhochschule L\u00fcbeck. Wobei diese Nennung es eigentlich nicht genau trifft, denn vielmehr steht hinter oncampus ein Verbund, der <strong>Hochschulverbund Virtuelle Fachhochschule (VFH)<\/strong>, also arbeiten auch hier viele Hochschulen \u00e4hnlich wie in Bayern zusammen. Eine sehr gute \u00dcbersicht, die dieser Verbund organisiert ist wurde in einer <a href=\"http:\/\/www.his.de\/Abt3\/Neuemedien\/WS-Praesentationen\/Siegl.pdf\"><strong>Pr\u00e4sentation des Verbunds (als PDF)<\/strong><\/a> dargelegt durch <strong>Dr. Elke A. Siegl<\/strong>.<br \/>\n<small>Zwischengedanke: Eine FernUni Hagen sucht man im \u00dcbrigen vergeblich auf der Liste, ganz im Gegensatz zur <a href=\"http:\/\/www.open.ac.uk\/\">OpenUniversity UK<\/a>. Vielleicht liegt das auch daran, dass erst seit dem <a href=\"http:\/\/www.fernuni.de\/universitaet\/aktuelles\/2006\/11\/16_neues_web.shtml\">16. November<\/a> diesen Jahres, die Internetpr\u00e4senz der FernUni erstmals webgem\u00e4\u00df gestaltet wurde. Bis vor einem Monat konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Webpr\u00e4senz aus den 90er Jahren stammt aber wohl kaum aus dem 21sten Jahrhundert.<\/small><\/p>\n<p>Richtig interessant ist weniger die Identifikation dieser beiden Projekte an sich (beide h\u00e4tte ich derzeit auch vorne auf meiner Wertungsliste gehabt), vielmehr sind die verf\u00fcgbaren Interviews mit dem Management der beiden Initiativen h\u00f6chst aufschlussreich.<\/p>\n<p><strong>Oncampus<\/strong> liegt bei mir schon l\u00e4nger vorne, weil sie vor allem seit Jahren Kontinuit\u00e4t im Management und im Wandel Ihres Angebots betrieben haben und weil die Usability der Webseite offenbar von Profis gestaltet wird. Schon <a href=\"http:\/\/www.uni-protokolle.de\/nachrichten\/id\/71930\/\">der erste Auftritt von OnCampus<\/a> im Netz war von der Usability besser als alles was zu der Zeit online war.<\/p>\n<p>Die <strong>virtuelle Hochschule Bayern (VHB)<\/strong> liegt bei mir vorne, weil eine rechtlich geschickte Rahmenkonstruktion einer Art &#8222;Holding&#8220; existiert, die trickreich auf die dezentrale Nutzung der Ressourcen der einzelnen Hochschulen setzt. Dies, und der bayernweite, interne Wettbewerb um Antragsmittel, sowie die Kontrolle der Produkte durch eine zentrale Instanz, machen aus meiner Sicht einen gro\u00dfen Teil des Erfolgs aus. Ein weiterer wesentlicher Beitrag erscheint mir darin begr\u00fcndet zu sein, dass den Lehrenden\/Forschern die Freiheit gelassen wird, eine aufgabenangemessene, dezentrale technische L\u00f6sung selbst zu w\u00e4hlen und nicht auf eine zentrale, monolithische L\u00f6sung zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Die Interviews<\/strong><br \/>\nDas <a href=\"http:\/\/www.nettskolen.com\/in_english\/megatrends\/VHB_Interview.pdf\">Interview zur VHB<\/a> wurde gef\u00fchrt mit dem Management vertreten durch <strong>Professor Dr. Dr. Godehard Ruppert<\/strong>, Pr\u00e4sident der VHB und <strong>Dr. Paul R\u00fchl<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der VHB, somit hat das Interview tats\u00e4chlich Aussagekraft bez\u00fcglich der Zukunft der VHB.<\/p>\n<p><strong>Aus meiner Sicht besonders interessant ist dabei die Frage 7 zu den &#8222;Technical issues&#8220;, dort wurde gefragt:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>7. How would you describe the integration between different IT-systems that are involved in e-learning in your institution? How has this contributed to your success? <\/em><\/p>\n<p>In the VHB with its more than 30 member universities, a variety of LMS is in use. As far as we can judge from the students\u2019 evaluation, this <strong>plurality of LMS and platforms does not constitute a problem for the students<\/strong>. Critical remarks related to specific features of specific systems (which were then improved), not to the fact that a variety of systems is used. All courses are on the servers of member universities; no central course-server is used. <strong>This could change, at least partially, should the member universities vote for a change of policy.<\/strong>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Da aus meiner Sicht genau die bisherige <strong>Dezentralit\u00e4t und Pluralit\u00e4t<\/strong> elementarer Teil des Erfolgs ist, macht mich die Aussage des Managements hier ein wenig nachdenklich. Denn offenbar wird &#8222;at least partially&#8220; an eine st\u00e4rkere Zentralisierung gedacht. Es l\u00e4sst sich aus meiner Sicht nicht nachvollziehen, warum eine st\u00e4rkere Zentralisierung besser funktionieren sollte. Ohne die Evaluationsergebnisse zur VHB-Technik (die offenbar nicht freigegeben wurden) allerdings, muss es reine Spekulation bleiben, wohin die Reise gehen soll.<\/p>\n<p>Gemeinsam scheint allerdings grossen Projekten die in der EU gescheitert sind (ich erinnere and die E-University UK), dass die gescheiterten Projekte \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig auf zentrale L\u00f6sungen gesetzt haben und dabei mit Problemen konfrontiert waren, deren das Management oft nicht mehr Herr wurde.<\/p>\n<p><strong>Ich frage mich deshalb Folgendes:<\/strong><br \/>\n<em>Kann es vielleicht sein, dass die Freiheit der Lehrenden bei der Systemwahl &#038; die Dezentralit\u00e4t sowie Pluralit\u00e4t ein entscheidender Erfolgsfaktor sind?<\/em><br \/>\nAus meiner Sicht zementiert jedes zentrale System in einem so dynamischen Umfeld wie dem Internet zun\u00e4chst einen Status quo zum Zeitpunkt der Einf\u00fchrung. Ab da steht die Innovation f\u00fcr das eingesetzte System de facto erstmal still. Es gibt dann zun\u00e4chst kaum noch Spielraum f\u00fcr neue Systeme und neue Wege. Zugleich erh\u00f6ht sich dramatisch das <strong>Risiko des Scheiterns<\/strong>, denn bei einer zentralen L\u00f6sung, muss in allen Funktionsbereichen ein durchweg exzellenter Ablauf garaniert werden, sonst steht nicht etwa nur ein Teilsystem mit 50 bis 100 Nutzern sondern sofort die gesamte zentrale Einrichtung (z.B. VHB) mit 20.000 Nutzern still. Dezentralit\u00e4t und Pluralit\u00e4t sorgen f\u00fcr eine fein abgestimmte Kapazit\u00e4tsanpassung der Leistungen vor Ort sowie eine st\u00e4ndige Erneuerung und Weiterentwicklung der Systeme. Das bietet <strong>Chancen f\u00fcr neue Entdeckungen<\/strong> und Verbesserungen! Sollte Bayern also irgendwann auf eine zentrale L\u00f6sung setzen, beraubt man sich meiner Ansicht nach damit der <strong>Innovationskraft<\/strong> und handelt sich zus\u00e4tzlich ein Gro\u00dftechnologierisiko ein.<\/p>\n<p>Um ein hochverf\u00fcgbares System f\u00fcr 20.000 Nutzer am Laufen zu halten, bedarf es eines <strong>ausgezeichneten IT-Managements<\/strong> nicht nur der Abl\u00e4ufe in den beteiligten Institutionen, sondern auch in der dann zentralen Technik. Damit jedoch beg\u00e4be sich eine Institution wie die virtuelle Hochschule Bayern auf ein Gebiet, das sonst nur Gro\u00dfunternehmen mit Ihren IT-Abteilungen abwickeln. Unternehmen k\u00f6nnen exzellente Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr diesen Bereich durch entsprechend attraktive Geh\u00e4lter anziehen und halten, wie aber will z.B. eine VHB dies umsetzen? Eine eigene IT-Abteilung hat die VHB derzeit jedenfalls nicht. Selbst wenn die VHB eine solche Abteilung h\u00e4tte, und angenommen man h\u00e4tte den Betrieb eines zentralen Systems durch exzellente Arbeitskr\u00e4fte sichergetellt, bleibt eine elementare Frage offen stehen: <strong>&#8222;Wer stellt die fortlaufende Innovation bei einem zentralen Ansatz sicher?&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Gerade mit dem Bick auf Innovation kann man doch feststellen, dass aus einer Hochschule, die z.B. ein zentrales System wie z.B. Blackboard in den USA, oder IMC Clix in Deutschland einsetzt eher wenige neue Impulse f\u00fcr Innovation in diesem Technologiebereich zu erwarten sind. Dies kann ja auch eine bewu\u00dfte Eintscheidung sein. Viele Unis der USA sind diesen Schritt offenbar gegangen, Sie kaufen das E-Learning Produkt und entwickeln nichts mehr selbst. F\u00fcr Verwaltungsprozesse, die IT-unterst\u00fctzt werden sollen, w\u00fcrde ich so ein Vorgehen okay finden, aber <strong>Lehr- und Lernprozesse stellen ja gewisserma\u00dfen die produktiven Kernprozesse einer Universit\u00e4t dar<\/strong>. Wenn man den Gestaltungsraum dieser Kernprozesse aber begrenzt auf z.B. &#8222;das was in Blackboard machbar ist&#8220;, dann beschneidet man aus meiner Sicht die eigenen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten als Universit\u00e4t in Ihren Kernprozessen massiv.<\/p>\n<p>Deutsche Unternehmen setzen f\u00fcr Ihre Buchf\u00fchrung sicher zu einem gro\u00dfen Teil SAP R\/3 ein, aber keines der Unternehmen w\u00fcrde die <strong>Kernprozesse der eigenen Produktion in der Gestaltbarkeit freiwillig einschr\u00e4nken<\/strong> lassen, davon bin ich \u00fcberzeugt. Genau dieser Schritt wird aber von einigen Meinungsf\u00fchrern diskutiert, indem Systemnamen wie &#8222;Moodle&#8220; oder &#8222;Drupal&#8220; oder &#8222;Ilias&#8220; als die &#8222;richtige&#8220; L\u00f6sung angepriesen werden. Ob es wirklich auf das Produkt ankommt? Oder doch mehr auf die Menschen und die Vielfalt?<br \/>\nDie Open University UK gibt auf diese Frage Nummer 7 in dem <a href=\"http:\/\/www.nettskolen.com\/in_english\/megatrends\/OUUK_Interview.pdf\">Interview bei MegaTrends<\/a> eine klare Antwort: <strong>&#8222;Integration is much harder than it would be if we had adopted a single VLE (though that would probably have other downsides such as limiting our pedagogic choices).&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend scheint mir ein kurzer Blick auf die Beantwortung der <strong>Frage 26<\/strong> im Vergleich mit dem <a href=\"http:\/\/www.nettskolen.com\/in_english\/megatrends\/oncampus_Interview.pdf\">oncampus Interview<\/a> interessant. W\u00e4hrend das VHB Management bei Frage 26 <strong>&#8222;What other factors have contributed to sustainability, robustness and the achievement of critical mass in your institution? &#8222;<\/strong> eine Beantwortung der eigentlichen Frage umgeht und stattdessen Vorteile der verschiedenen Beteiligten durch eine VHB &#8222;an sich&#8220; darlegt und damit eher die eigene Existenz rechtfertigt, beantwortet das Management von oncampus die Frage gerade heraus u.a. mit dem Satz <strong>&#8222;The success of oncampus has been driven on by some self-motivated individuals.&#8220;<\/strong> Das finde ich im Vergleich zur VHB sehr ehrlich und authentisch. Letztlich sind es die vielen, vielen Mitarbeiter, die eine virtuelle Hochschule erfolgreich machen!<\/p>\n<p>Wie erfolgreich die Nominierten tats\u00e4chlich sind wird im <strong>Workpackage 5 der MegaTrends-Analyse<\/strong> untersucht. Es bleibt also spannend!<\/p>\n<p><strong>Update 14.12.2006<\/strong><br \/>\nMein ehemaliger Kollege <a href=\"http:\/\/www.marcjelitto.de\/\"><strong>Marc Jelitto<\/strong><\/a> hat mich hingewiesen auf eine <a href=\"http:\/\/www.unesco.org\/iiep\/virtualuniversity\/home.php\">Studie der UNESCO zu virtuellen Universit\u00e4ten<\/a>. Unter anderem kann man dort die Analysen zu zwei europ\u00e4ischen virtuellen Unis (<strong><a href=\"http:\/\/www.unesco.org\/iiep\/virtualuniversity\/media\/document\/Ch6_UOC_Sangra.pdf\">Universitat Oberta de Catalunya (UOC), Spanien<\/a><\/strong> und <strong><a href=\"http:\/\/www.unesco.org\/iiep\/virtualuniversity\/media\/document\/Ch12_UVPL_OttGeeraert.pdf\">L\u2019Universite virtuelle en Pays de la Loire, Frankreich<\/a><\/strong>) herunterladen.<\/p>\n<p><strong>Update 5.1.2007<\/strong><br \/>\n<em>Seit heute ist dieser Beitrag nicht mehr gesch\u00fctzt durch Passwort (dies war jedoch zu Beginn wegen eines gemeinschaftlichen \u00dcberarbeitungsprozesses beabsichtigt durch einen kleinen Autorenkreise).<\/em><br \/>\nInteressant ist ein neuer <a href=\"http:\/\/www.mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de\/pub\/ude-strategie1\/ude-strategie1.html\">Beitrag von <strong>Michael Kerres<\/strong> zum Thema <strong>IT-Strategie<\/strong><\/a> (was ja auch schon bei der letzten GMW eine Rolle spielte). Vielleicht hilft ja mein gesetzter Trackback die Diskussion zu bereichern um eine Perspektive des wissenschaftlichen Bodenpersonals und eines Softwareentwicklers, der u.a. f\u00fcr die VHB seit Jahren zum gro\u00dfen Teil verantwortlich f\u00fcr eine IT-L\u00f6sung (<a href=\"http:\/\/www.everlearn.info\">EverLearn<\/a>) ist. Auch der Beitrag von Herrn Kerres zum Thema IT-Services mit dem Titel <a href=\"http:\/\/mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de\/node\/3365\">&#8222;E-University als Profilmerkmal, some day soon&#8220;<\/a> passt wunderbar zu diesem Posting.<\/p>\n<p><small><strong>Why do I blog this?<\/strong> Ich bin nach wie vor von dem rechtlichen Konstrukt der VHB fasziniert und denke, dass dieses auf Dezentralit\u00e4t (in Form einer Art Holding) ausgelegte Konzept ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist. Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass ich mal derlei Respekt vor der Struktur einer Rechtskonstruktion haben w\u00fcrde. Zu dem dezentralen Ansatz geh\u00f6rt jedoch auch die dezentrale L\u00f6sung der Probleme, die besser dezentral gel\u00f6st werden. Von daher besorgt mich die Aussage, dass offenbar &#8222;bet\u00f6rt&#8220; durch den Erfolg (<a href=\"http:\/\/www.checkpoint-elearning.de\/?aID=632\">dessen Nachhaltigkeit noch im Juni 2004 in Frage gestellt wurde<\/a>), \u00fcber eine Zentralisierung von L\u00f6sungen nachgedacht wird bzw. die m\u00f6gliche Etablierung einer System-Monokultur. Das die VHB von einem international besetzten EU-Projekt zu einer der virtuellen Hochschulen gek\u00fcrt wurde, die relevant sind f\u00fcr eine Untersuchung erscheint mir da ein kleiner Gl\u00fccksfall f\u00fcr die Zukunft der VHB, denn der sogenannte &#8222;Erfolg&#8220; der VHB ist aus meiner Sicht nichts, was man sich in das Regal stellen kann.<br \/>\nDa ich selbst f\u00fcr die VHB an Projekten mitgearbeitet habe und \u00fcberzeugt bin, dass E-Learning in Bayern teilweise \u00fcberaus erfolgreich funktioniert, bleibt meine Interesse an der VHB bestehen. Mich interessiert die weitere Entwicklung auch weil die technische Systeml\u00f6sung EverLearn, in der viel Erfahrung, viele Innovationen und ungeahnte Forschungsm\u00f6glichkeiten stecken, nat\u00fcrlich durch eine zentrale L\u00f6sung unmittelbar vor dem &#8222;Aus&#8220; stehen w\u00fcrde, ebenso w\u00fcrden s\u00e4mtliche damit gesammelten Erfahrungen, kulturelle Errungenschaften und Erfolge durch eine neue, zentrale L\u00f6sung massiv entwertet.<br \/>\nIch pl\u00e4diere daher eher f\u00fcr Zentralisierung und Vereinheitlichung von Verwaltungs(Rand-)prozessen und f\u00fcr eine Dezentralisierung und Artenvielfalt in den Kernprozessen des E-Lehrens und E-Lernens. Eine Universit\u00e4t unterscheidet sich aus meiner Sicht unterscheidet von anderen Bildungsinstitutionen dadurch, dass die Art und Weise &#8222;des Lernens von Morgen&#8220; gepr\u00e4gt und entwickelt &#8211; also selbst ver\u00e4ndert &#8211; wird. Dies ist nicht mehr uneingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich, sobald eine Ver\u00e4nderung dieser &#8222;Art und Weise&#8220; enge Grenzen gesetzt sind durch zentrale Softwareprodukte auf die die Universit\u00e4t keinen unmittelbaren Einfluss mehr nehmen kann.<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich \u00fcber die Segnungen der Web2.0-Werkzeuge hinaus f\u00fcr den Erfolg von virtuell gest\u00fctzter Lehre interessiert, der muss normalerweise l\u00e4nger suchen! 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