{"id":505,"date":"2008-08-17T13:10:45","date_gmt":"2008-08-17T12:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thetawelle.de\/?p=505"},"modified":"2014-08-07T11:05:15","modified_gmt":"2014-08-07T10:05:15","slug":"ich-bin-kein-digital-native","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thetawelle.de\/?p=505","title":{"rendered":"Ich bin kein &#8222;Digital Native&#8220;."},"content":{"rendered":"<p>In letzter Zeit ist mir immer h\u00e4ufiger der Begriff des <strong><a href=\"http:\/\/www.timoheuer.com\/2008\/08\/10\/wie-digital-natives-das-leben-der-zukunft-bestimmen-werden\/\">&#8222;Digital Native&#8220;<\/a><\/strong> begegnet, z.B. in einem <a href=\"http:\/\/www.marcprensky.com\/writing\/Prensky%20-%20Digital%20Natives,%20Digital%20Immigrants%20-%20Part1.pdf\">Text von Marc Prensky (als PDF)<\/a> (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.weiterbildungsblog.de\/2005\/09\/27\/portrait-of-a-digital-native\/\">Weiterbildungsblog<\/a>). Ich habe mich immer gefragt, was das eigentlich sein soll und was einen &#8222;Digital Native&#8220; von einem <strong>&#8222;Digital Non-Native&#8220;<\/strong> unterscheidet. Was mich besonders an dem Begriff reizte, war der Umstand, dass diejenigen die ihn sich selbst zuschreiben alle &#8222;Digital Non-Natives&#8220; gerne als <strong>&#8222;Digital Immigrants&#8220;<\/strong> beschreiben.<\/p>\n<p><center><img src='\/wp-upload\/rupert_immigrants_natives.jpg' alt='rupert_immigrants_natives.jpg' class=\"aligncenter\" \/><br \/><small><a href=\"http:\/\/www.newscorp.com\/news\/news_247.html\">Zitat aus einer Rede<\/a> von Rupert Murdoch &#8211; Quelle: flickr-user <a href=\"http:\/\/flickr.com\/photos\/lynetter\/\">lynetter<\/a><\/small><\/center><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ein gro\u00dfes Problem an der Sache sind die <strong>Assoziationen<\/strong> die die Begriffe &#8222;Native&#8220; und &#8222;Immigrant&#8220; bei mir hervorrufen. Das Wort &#8222;Native&#8220; beschreibt den Einheimischen oder auch Ortsans\u00e4ssigen und Ureinwohner. Dieser Ureinwohner hat keinerlei besondere Leistung erbracht oder \u00e4hnliches, er ist halt einfach ein Ureinwohner und oft ist das <strong>Wort des Ureinwohners positiv konnotiert<\/strong> mit tiefer kultureller Verwurzelung und dem leben von kulturell erprobten Werten.<\/p>\n<p>Das Wort &#8222;Immigrant&#8220; beschreibt den Einwanderer oder wie man in Bayern sagt den Zug&#8217;rasten, den der von Au\u00dfen in die Welt der Natives hinzukommt. Oft ist der <strong>Begriff &#8222;Einwanderer&#8220; negativ konnotiert<\/strong>, weil Einwanderung bzw. Migration oft mit kulturellen Verwerfungen und Konflikten zwischen zwei Gruppen einhergeht.<\/p>\n<p><strong>Ich dachte lange Zeit immer der Begriff &#8222;Digital Native&#8220; beschreibe das Gef\u00fchl, sich in der digitalen Welt heimisch zu f\u00fchlen, so heimisch, dass man sich als Einheimischer, ja Ureinwohner f\u00fchlt.<\/strong> Doch das ist <u>nicht<\/u> gemeint. &#8222;Digital Native&#8220; beschreibt vielmehr das &#8222;Aufgewachsen-Sein&#8220;, ohne jemals einen C64, ein Modem, eine Bluebox oder die Deutsche Bundespost kennengelernt zu haben. Es beschreibt das &#8222;Aufgewachsen-Sein&#8220; mit drahtlosem Internet rund um die Uhr seit man denken kann. Es beschreibt kurz und knapp Personen, die j\u00fcnger sind als ich. Und zwar so jung, dass sie eine Zeit ohne Internet gar nicht kennen, also deutlich j\u00fcnger sind!<\/p>\n<p><strong>Digital Native <del>ist<\/del> <em>soll<\/em> die Bezeichnung <em>sein<\/em> f\u00fcr eine Generation bzw. eine &#8222;Jugendkultur&#8220;.<\/strong> Warum es den Begriff des &#8222;Digital Immigrant&#8220; allerdings gibt ist mir diesbez\u00fcglich ein R\u00e4tsel, denn in eine durch das Alter definierte Gruppierung kann man per se nicht &#8222;einwandern&#8220;, entweder man hat das Alter, oder man hat es nicht. Man wird niemals dazugeh\u00f6ren k\u00f6nnen, wenn man nicht das entsprechende Alter besitzt. Die Begriffe &#8222;native&#8220; und &#8222;immigrant&#8220; f\u00fchren also in die Irre, versprechen sie doch, dass man eigentlich einwandern k\u00f6nnte, wenn es bei Licht betrachtet aber unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Deshalb mein Fazit:<\/strong> Ich bin kein &#8222;Digital Native&#8220; und ich werde auch nie einer sein (k\u00f6nnen)! Genauso wenig bin ich ein &#8222;Digital Immigrant&#8220; und ich werde auch nicht ansatzweise versuchen (k\u00f6nnen) einer zu sein, sorry <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rupert_Murdoch\">Rupert<\/a>. <strong>Ich bin ein &#8222;Digital Trailblazer&#8220;, ein <a href=\"http:\/\/www.thetawelle.de\/?p=60\">&#8222;Telefonist des 21sten Jahrhunderts&#8220;<\/a> bzw. ein <a href=\"http:\/\/www.tcrouzet.com\/connecteurs\/index_uk.php\">&#8222;Connector&#8220;<\/a><\/strong>, ich suche und finde Wege in der digitalen Welt, ich pr\u00fcfe, bewerte, w\u00e4hle aus, verwende und ver\u00e4ndere Neues. :-D<\/p>\n<p><strong>Update 19.8.2008<\/strong><br \/>\nAuch nach l\u00e4ngerem Nachdenken, und dem Lesen weiterer Beitr\u00e4ge z.B. dem in der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Digital_natives\">englischen Wikipedia<\/a> komme ich zu dem Schluss, dass der Begriff so wie er derzeit verwendet wird etliche Schw\u00e4chen hat und weit davon entfernt ist ein fest stehender Begriff zu sein. Andere Begriffe wie z.B. &#8222;Digital Zealot&#8220; oder &#8222;Generation NF&#8220; f\u00fcr z.B. Netz Freundschaft \/ Net Friendship w\u00e4ren vermutlich passender. Sicher findet man in den klassischen Cyberspace-Romanen gute Begriffe f\u00fcr eine Jugendkultur die durch den Cyberspace gepr\u00e4gt ist. Derzeit wrid wechselweise von <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Generation V&#8220; (for virtual),[3] &#8222;Generation C&#8220; (for community or content), &#8222;The New Silent Generation&#8220;,[4] the &#8222;Internet Generation&#8220;, the &#8222;Homeland Generation&#8220;,[5] or even the &#8222;Google Generation&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p> gesprochen. (Quelle: <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Generation_C\">Generation C \/ Wikipedia<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Update 5.9.2008<\/strong><br \/>\nObwohl ich mit dem Begriff nach wie vor nichts anfangen kann, m\u00f6chte ich an dieser Stelle auf ein Projekt des <strong>japanischen TV Senders NHK<\/strong> hinweisen. Dieser hat n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/www.nhk.or.jp\/digitalnative\/en.html\">dazu aufgerufen<\/a> Videostatements einzusenden zu folgenden drei Fragen:<\/p>\n<p><center><object width=\"425\" height=\"344\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/_ijCJWn05iE&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;fs=1\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/_ijCJWn05iE&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;fs=1\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowfullscreen=\"true\" width=\"425\" height=\"344\"><\/embed><\/object><br \/><small>Quelle: <a href=\"http:\/\/blogs.law.harvard.edu\/digitalnatives\/2008\/08\/21\/are-you-a-digital-native-nhk-general-tv-wants-to-know\/\">DN-Blog<\/a> und <a href=\"http:\/\/search.twitter.com\/search?q=digital+native+NHK\">twitter-search<\/a><\/small><\/center><\/p>\n<p>Die Idee dahinter:<\/p>\n<blockquote><p>Senior Producer at NHK, Toshio Kuramata, says, &#8222;We are setting up a web site so that &#8218;Digital Natives&#8216; [can] submit their thoughts. We [would] like to hear from [as] many &#8218;Digital Natives&#8216; as possible with their own voice, about the meaning of the Internet and how they will eventually change the world using it.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p> (via <a href=\"http:\/\/blog.seesmic.com\/2008\/08\/digital-natives.html\">seesmic<\/a>)<\/p>\n<p>Auch ein Test wird angeboten ob man ein DN ist. Siehe folgendes Bild.<br \/>\n<center><img src='\/wp-upload\/areyoudn.jpg' alt='areyoudn.jpg' \/><\/center><\/p>\n<p><strong>Mein Testergebnis<\/strong> zeigt 55%. F\u00fcr meinen Geschmack etwas zuviel und ich wei\u00df auch warum ich bei den Fragen 5,6,11,14,16,17,18,19 und 20 &#8222;NEIN&#8220; geantwortet habe. H\u00e4tte ich da &#8222;JA&#8220; angegeben w\u00e4re ich vermutlich jetzt auf 100% rausgekommen. <strong>Nachtrag:<\/strong> Nach meinem Alter hat mich der Test \u00fcbrigens nicht gefragt. Merkw\u00fcrdig!<br \/>\n<center><img src='\/wp-upload\/55percent.png' alt='55percent.png' \/><\/p>\n<p><strong>Meine Neins:<\/strong><br \/>\n<img src='\/wp-upload\/whyno.jpg' alt='whyno.jpg' \/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><strong>Warum ich NEIN gesagt habe:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>zu 5:<\/strong> Ich pr\u00fcfe jedes Mal, wem ich meine Kreditkartendaten gebe und ob die Verbindung ordentlich verschl\u00fcsselt wird. &#8222;Hesitation&#8220; ist f\u00fcr mich Pflich, alles andere ist &#8222;Digital Naive&#8220;<\/li>\n<li><strong>zu 6:<\/strong> Ich downloade Musik, ich kaufe sie auch ab und an, aber nicht st\u00e4ndig, denn am liebsten h\u00f6re ich noch Streaming Web Radio z.B. Chronix Radio. lastfm.com ist f\u00fcr mich leider nur die Ausweichalternative zu pandora.com.<\/li>\n<li><strong>zu 11:<\/strong> Ich habe zwei Gruppen in studi.vz beigesteuert, z\u00e4hlt das? Wohl eher nicht. Ich mag es auch nicht, Foren zu administrieren, es ist ein undankbarer Job, bei dem man es keinem Recht machen kann.<\/li>\n<li><img src='\/wp-upload\/1_big_moto_f3.jpg' alt='1_big_moto_f3.jpg' class=\"alignright\" \/><strong>zu 14:<\/strong> Ich nutze mein mobiles Telefon zum telefonieren. Ich habe bewu\u00dft downgrade-to-talk gemacht. Weil SMS \u00fcber eine M\u00e4usetatstatur einfach Steinzeit ist. Mein Moto F3 und ich sind seither beste Talkfreunde. (BTW: Mein <a href=\"http:\/\/www.motorola.com\/consumer\/v\/index.jsp?vgnextoid=1889ba753ca90110VgnVCM1000008206b00aRCRD&#038;show=productHome\">MOTO F3<\/a> ist quasi der Vorl\u00e4ufer von <a href=\"http:\/\/www.plasticlogic.com\/\">Plastic Logics eBook Reader<\/a> basierend auf <a href=\"http:\/\/www.eink.com\/\">e-Ink Technologie<\/a>) Da ich bislang alle meine Handys verloren habe, wird das iPhone f\u00fcr mich eher ein utramobiler Rechner sein und bleiben und kein Telefon.<\/li>\n<li><strong>zu 16:<\/strong> Die verschiedenen Standards wie bluetooth, infrarot und sonstwas f\u00fcr Zeug, die man aus Sicherheitsgr\u00fcnden eh immer besser abschaltet, beherrschen nicht alle Phones und erst recht nicht alle Nutzer. Mir ist es zu kompliziert daher nutze ich es nicht. Ein Anruf auf meine Nummer und ich hab die Nummer des Anrufers, wozu also Infrarot einschalten??<\/li>\n<li><strong>zu 17:<\/strong> Ich lese News online, vor allem die mit kurzer Halbwertzeit z.B. \u00fcber Technische Entwicklungen usw. Ich lese aber gerne eine Tages- und Wochenzeitung, denn da lenken mich nicht zig flashende Werbebanner vom Inhalt ab und ich kann die Zeitung auch noch einer Zweitverwertung zuf\u00fchren. Kommentieren kann ich dann immer noch online falls ich es wichtig finde (die S\u00fcddeutsche jetzt mal ausgenommen wegen ihrer \u00d6ffnungszeiten 2.0).<\/li>\n<li><strong>zu 18:<\/strong> Welchen Grund sollte es geben, diese unterirdischen Programminhalte auch noch auf Festplatte zu bannen? Und Fu\u00dfbal guckt man besser in Gesellschaft auf dem Beamer in der Bar um die Ecke. Oder zeichnet hier ernsthaft jemand die Klingeltonwerbung bei MTV auf?<\/li>\n<li><strong>zu 19:<\/strong> Ich habe im Gymnasium EINE Informatik AG besucht, also keinen echten Unterricht. Den Rest hab ich mir selbst angeeignet zu Haus und im Studium. &#8222;Computer classes&#8220; was soll das sein?<\/li>\n<li><strong>zu 20:<\/strong> Also alle meine Freundinnen hab ich bislang offline gefunden. No need to go online.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Derzeit sind \u00fcbrigens nur Beitr\u00e4ge aus Japan, Canada und USA eingesendet und ver\u00f6ffentlicht worden. Wie w\u00e4re es denn, wenn unsere sich selbst so bezeichnenden DN&#8217;s mal was hinsenden aus Germany? :-D<\/p>\n<p><strong>Update 14.9.2008<\/strong><br \/>\nDie Diskussion um den Begriff &#8222;Digital Immigrant&#8220; bewegt nicht nur mich. Im timelines-blog gibt es dazu einen Beitrag mit dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/blog.time4you.de\/blog\/index.php?\/archives\/235-Prof.-Schulmeister-ueber-digital-natives.html\">Prof. Schulmeister \u00fcber digital natives<\/a>&#8222;. Ich hab es mir nicht nehmen lassen und einen Kommentar mit den Schl\u00fcsselworten <strong>\u00dcbereuphorie<\/strong> und <strong>digitaler Elfenbeinturm<\/strong> hinterlassen.<\/p>\n<p><strong>Update 14.11.2008<\/strong><br \/>\nIm Blog der D21-Initiative schreibt <strong><a href=\"http:\/\/www.scheppler-online.de\/\">Ren\u00e9 Scheppler<\/a><\/strong> in seinem Blogposting <a href=\"http:\/\/www.blog.initiatived21.de\/?p=1891\">&#8222;Generation X vs. Generation Internet?&#8220;<\/a> &#8211; lesenswerter Beitrag zu diesem Thema. (via <a href=\"http:\/\/www.dnadigital.de\/networks\/blog\/post.tamimat:18\">tanim@dnadigital<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Update 23.6.2009<\/strong><br \/>\nEs scheint nicht nur mir so zu gehen, dass man mit einigen Dingen im Zusammenhang mit dem Begriff Dgital Native so seine Reibungspunkte hat.  So schreibt <strong>Joachim Wedekind<\/strong> <a href=\"http:\/\/konzeptblog.joachim-wedekind.de\/?p=326\">&#8222;Es gibt sie also doch!&#8220;<\/a> und meint damit die Digital Natives. Zu der Initiative DNAdigital vermerkt er:<\/p>\n<blockquote><p>Ich muss gestehen, die Zielformulierung der Initiative ist f\u00fcr mich stromlinienf\u00f6rmiges Marketing-Geblubber und der Versuch, halb (falsch) Verstandenes zu integrieren und zu \u00f6konomisieren<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Update 1.7.2009<\/strong><br \/>\nSoeben habe ich den Beitrag von <strong>Ulrike Reinhard<\/strong> gelesen: <a href=\"http:\/\/www.scope09.de\/2009\/06\/25\/dnadigital-ein-blick-hinter-die-kulissen\/\">&#8222;DNAdigital &#8211; Meine persoenlichen Gedanken dazu&#8220;<\/a>, darin zieht sie pers\u00f6nlich Bilanz \u00fcber das Projekt <a href=\"http:\/\/www.dnadigital.de\/\">DNAdigital<\/a>. Kritisch analysiert sie:<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe viel Kraft und Zeit aufgewendet, um den Leitsatz von Tim o\u2019Reilly \u201cCreate more value than you capture\u201d und die 2.0 Werte \u201cOffenheit und Transparenz\u201d in die Koepfe der Projekteitung und die der beteiligten Unternehmen bei DNAdigital zu bringen. Gleiches gilt fuer das erste DNAdigital spinn-off Palomar5. Das ist mir leider nicht zu meiner Zufriedenheit gelungen. Warum? Vielleicht lag oder liegt es daran, dass es von Anbeginn an versaeumt wurde, den Rahmen klar und deutlich zu definieren. Vielleicht liegt es auch an meiner zu hohen Erwartungshaltung, vielleicht bin ich zu ungeduldig \u2026 ich weiss es nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ulrike, vielleicht liegt es nicht an der Ungeduld, und auch nicht daran den Rahmen klarer zu setzen (der war ja zu Beginn vermutlich gar nicht erkennbar). Vielleicht liegt es an dem polarisierenden Ansatz, der prinzipiell alle Teilnehmer in zwei Gruppen teilt. F\u00fcr mich jedenfalls war das von Beginn an der Grund mich nicht mehr zu engagieren. Was ich pers\u00f6nlich schade fand, weil das Teilen von Wissen eigentlich eine sch\u00f6ne und auch Spa\u00df machende Aufgabe ist.<\/p>\n<p>Ein polarisierendes Grundthema zieht eben auch Polarisierer an, die Gefallen daran finden in Lagern zu denken. Mich hat gewundert, wie sehr die Unternehmen sich ohne Not wirklich in die Rolle begeben haben, sich auf &#8222;Anzugtr\u00e4ger&#8220; bzw. &#8222;Enterprise 2.0&#8220;-Unwissende reduzieren zu lassen. In jedem Unternehmen arbeiten eine Menge Leute von denen privat ganz sicher viele das Potenzial des Web 2.0 erkennen. Wenn man die jedoch erstmal zu Immigranten stempelt, dann richten die sich in der Rolle auch ein.<\/p>\n<p>Deine Kritik finde ich offen, ehrlich und treffend:<\/p>\n<blockquote><p>Zu oft wurden nach meinem Empfinden egoistische, kommerzielle Interessen in den Vordergrund gestellt, DNAdigital als Plattform ausgespart und eben NICHT Offenheit, Transparenz und Partizipation praktiziert [&#8230;] So entstand fuer mich immer wieder der Eindruck, dass DNAdigital manchmal zu sehr \u201cbenutzt\u201d als dass es zu einem lebendigen \u201c2.0 &#8211; Experimentierfeld\u201d gebraucht wurde.<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau diese &#8222;Verwertungsmentalit\u00e4t&#8220; hat mir von Beginn an nicht wirklich gefallen. Wer verwertet, also sich eine Leistung nimmt, der muss daf\u00fcr in der Regel eine Gegenleistung bringen, sonst entsteht eine Einseitigkeit in dem Prozess des offenen Wissenstauschs, der das Ende des Austauschs vorprogrammiert. Diese Einseitigkeit mochte ich pers\u00f6nlich nicht f\u00f6rdern. Ich sehe es deutlich zweigeteilt: Einerseits, ja, die Unternehmen haben ihre Chance wenig genutzt, aber welche Chance hatten sie genau? Denn andererseits, warum sollten sie auch, wenn man sie von Beginn an in die unattrakive Rolle des &#8222;Unwissenden&#8220; gedr\u00e4ngt hat?<\/p>\n<p>Du sagst, dein Leitmotiv war  <strong>\u201cCreate more value than you capture\u201d<\/strong> das hat offenbar nicht f\u00fcr alle gegolten. und genau das ist es was einem an DNAdigital suspekt erscheint, mir kommt es vor wie ein Portal zum &#8222;Idea-Sourcing&#8220; bzw. &#8222;Cool Hunting&#8220;, bei dem die, die den <strong>Value<\/strong> erzeugen (Web 2.0 affine Menschen) einfach nur abliefern d\u00fcrfen. Das <strong>Value-Capturing<\/strong> findet dann in Form von politischen Events und Selbstmarketing der Unternehmen statt, die sich mit der Initiative einen werthaltigen Web2.0-Anstrich verpassen. W\u00e4re alles v\u00f6llig in ordnung, wenn die Unternehmen ihre Verantwortung in dem prozess wahrnehmen und das offen zugeben und die Leistung eben nicht einfach so abzweigen, sondern in werthaltigen Gegenleistungen kompensieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Update 6.8.2009<\/strong><br \/>\nSoeben habe rein aus Interesse mal wieder in der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Digital_Native\">englischen Wikipedia<\/a> den Begriff nachgesehen und dort hat die <strong>Kritik an dem Begriff<\/strong> mittlerweile ihren Raum erhalten:<\/p>\n<blockquote><p>Not everyone agrees with the language and underlying assumptions of the digital native, particularly as it pertains to the concept of their differentiation. There are many reasonable arguments against this differentiation. It suggests a fluidity with technology that not all children and young adults have, and a corresponding awkwardness with technology that not all older adults have. It entirely ignores the fact that the digital universe was conceived of and created by digital immigrants. In its application, the concept of the digital native preferences those who grow up with technology as having a special status ignoring the significant difference between familiarity and creative application.<\/p>\n<p>Crucially, there is debate over whether there is any adequate evidence for claims made about digital natives and their implications for education. <a href=\"http:\/\/www.blackwell-synergy.com\/doi\/abs\/10.1111\/j.1467-8535.2007.00793.x\">Bennett, Maton &#038; Kervin (2008)<\/a>, for example, critically review the research evidence and describe some accounts of digital natives as an academic form of a moral panic.<br \/>\nThis notion should be considered as highly problematic and inept because it plays down the importance of indigenous struggles by making a false analogy with a more or less chosen membership in technological culture. There could be as well telephone natives, or radio natives, which makes ethnic groups around the world who struggle for their rights. Using such a terminology is rather a sign of unfamiliarity and exoticism in relation to digital culture. Of course, nobody is &#8222;born digital&#8220;; as with any cultural technology, such as reading and writing, it is matter of access to education.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das kann ich eins zu eins so unterschreiben!<\/p>\n<p><strong>Update 30.9.2009<\/strong><br \/>\n&#8222;Das merkw\u00fcrdige Verhalten der sich f\u00fcr &#8222;digital native&#8220; haltenden&#8220;, so k\u00f6nnte der Titel eines ganzen Blogposts hei\u00dfen. Doch ich m\u00f6chte hier keine alten Sachen aufw\u00e4rmen. Zu beobachten bleibt einfach, dass diejenigen, die meinen, es g\u00e4be &#8222;Digital Natives&#8220; sich offenbar doch nicht so sicher sind. Denn jetzt wollen sie <a href=\"http:\/\/neuroni.eu\/blog\/?p=55\">selbst die Wissenschaft in die Hand nehmen<\/a>, um ihre ganz pers\u00f6nlichen Beweise zu erzeugen, die ihnen vorher die Wissenschaft nicht zu liefern vermochte.<\/p>\n<p>Das NUERONI-Blog hat dazu einen eintsprechenden Beitrag mit dem Titel <a href=\"http:\/\/neuroni.eu\/blog\/?p=55\">&#8222;NEUROPSYCHOLOGISCH, BILDGEBENDE TESTS VON DNAS UND IMMIGRANTS&#8220;<\/a> parat. Spannend, hier wird &#8222;Digital Native&#8220; im Nebensatz nochmal ganz neu definiert, schreibt doch der Autor Jormason folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>Mit Digital Natives sind die jungen, internetaffinen, extrem vernetzten, hyper-multitasking-f\u00e4higen, nerdig, geekigen Jugendlichen von heute gemeint die  nur und andauernd im Internet sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Unabh\u00e4ngig von den Handlungen, ich halte Neurowissenschaften f\u00fcr einen der spannendsten Bereiche der Wissenschaft. Doch wer sich dort hinbegibt, der sollte die <strong>Grenzen der Wissenschaft<\/strong> kennen und die gibt es auch in der funktionalen Magnetresonanztomografie, wie sie hier eingesetzt werden soll.<\/p>\n<p><strong>Update 2.10.2009<\/strong><br \/>\nUm etwaigen Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen, die meine Kritik an dem geplanten Experiment und DNAd betrifft m\u00f6chte ich hier kurz ein Statement zu DNAd abgeben.<\/p>\n<div style=\"border-top:1px solid black;border-bottom:1px solid black;background-color:lightblue;font-weight:bold;padding:10px;\">Ich respektiere die Energie die in DNAdigital flie\u00dft vollumf\u00e4nglich. Ich kritisiere nicht die Bem\u00fchungen sich mit den durch das Netz hervorgerufenen Ver\u00e4nderungen unserer Lebenswirklichkeiten zu besch\u00e4ftigen und sch\u00e4tze dieses Engagement uneingeschr\u00e4nkt.<\/div>\n<p>Da ich vermute, dass sich an meiner obigen Kritik eventuell ein kleiner Sturm der Entr\u00fcstung entz\u00fcnden k\u00f6nnte (Erfahrung mit Web 2.0 sind einem Digitalen Alien ja nicht ganz fremd), schlie\u00dfe ich <strong>vorl\u00e4ufig<\/strong> die M\u00f6glichkeit Kommentare hier zu hinterlassen, bis sich einige Dinge gesetzt haben. E-Mails sind nat\u00fcrlich willkommen!<\/p>\n<p><strong>Update 10.10.2009<\/strong><br \/>\nSoeben entdeckt: Ein Artikel zum Thema von <strong><a href=\"http:\/\/www.digitalpublic.de\/author\/Wittkewitz\/\">J\u00f6rg Wittkewitz<\/a><\/strong> mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.digitalpublic.de\/digital-natives-gibt-es-uberhaupt-eine-generation-internet\">&#8222;Digital Natives \u2013 Gibt es \u00fcberhaupt eine Generation Internet?&#8220;<\/a>. Ein Zitat vom Deutschen Jugend Institut das darin erw\u00e4hnt wird lautet:<\/p>\n<blockquote><p>Es ist ein popul\u00e4rer Irrtum zu glauben, dass schon Kinder im Umgang mit neuen Technologien kompetenter seien als Erwachsene \u2013 sie sind meist nur unbefangener am Computer und im Internet. Die Mystifizierung einer \u203ageneration @\u2039 h\u00e4lt der wissenschaftlichen Untersuchung nicht Stand.<\/p><\/blockquote>\n<p>Neben diesem Hinweis beleuchtet der Artikel meiner Ansicht nach sehr fair das Thema. Ich bin der \u00dcberzeugung, dass von der wissenschaftlichen Community verschlafen wurde einem <strong>Marc Prensky<\/strong> rechzeitig Einhalt zu gebieten. Prensky tingelt immer noch um die Welt, um &#8222;seine Weisheiten&#8220; m\u00f6glichst \u00f6ffentlichkeitswirksam unter den Meinungsf\u00fchrern und Medien zu streuen.<\/p>\n<p>Wie ich z.B. den Aufzeichnungen des Livestream der <a href=\"http:\/\/palomar5.org\/pressekonferenz\/\">Pressekonferenz des Palomar5-Projektes<\/a> (ein 6-Wochen-ThinkTank-Spinoff der DNAdigital-Initiative, der sehr sehr aufw\u00e4ndig und mit sehr hohen Erwartungen durchgef\u00fchrt wird) entnehmen konnte, wird <strong>Marc Prensky<\/strong> auch dort auf der Abschlussveranstaltung bzw. dem <strong>Summit am 23.\/24. November<\/strong> eine gro\u00dfe B\u00fchne bekommen, seine zweifelhaften Thesen vom &#8222;Digital Immigrant&#8220; direkt an einen Teil der Unternehmensf\u00fchrungen dieses Landes zu adressieren.<br \/>\n<center><object width=\"400\" height=\"300\"><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=6917716&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1\" \/><embed src=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=6917716&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowfullscreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\" width=\"400\" height=\"300\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/6917716\">P5PK &#8211; Teil 5 &#8211; Summit &#8211; Hans Raffauf<\/a> from <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/palomar5\">Palomar5<\/a> on <a href=\"http:\/\/vimeo.com\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<p>\n<small>Der entsprechende Ausschnitt aus der Pressenkonferenz, der Prensky als Keynotespeaker  ank\u00fcndigt (vorgestellt von Hans Raffauf)<\/small><\/center><\/p>\n<p>Wie man merkt, l\u00e4sst mich der Begriff nicht los &#8211; ich ihn aber auch nicht. :-)<\/p>\n<p>Ich habe den heutigen Samstag mal genutzt meinen ganzen Blogpost nochmal komplett zu lesen &#8211; zwecks Reflexion. Ich zitiere mich mal selbst von dem Textanfang ganz oben (damit mannicht scrollen muss):<\/p>\n<blockquote><p>Das Wort \u201cNative\u201d beschreibt den Einheimischen oder auch Ortsans\u00e4ssigen und Ureinwohner. Dieser Ureinwohner hat keinerlei besondere Leistung erbracht oder \u00e4hnliches, er ist halt einfach ein Ureinwohner und oft ist das Wort des Ureinwohners positiv konnotiert mit tiefer kultureller Verwurzelung und dem leben von kulturell erprobten Werten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Je mehr ich \u00fcber diese Wahrnehmung meinerseits nachdenke, umso mehr verfestigt sich bei mir das Gef\u00fchl, dass es sich mit den sogenannten &#8222;Natives&#8220; eigentlich 100% andersrum verh\u00e4lt: <strong>Die sogenannten &#8222;Natives&#8220; sind ja gar nicht tief verwurzelt in der Kultur des Netz<\/strong> und haben sie auch nicht von den ersten Mailboxen (BBS) an mitgelebt. Die Nativen, die Ureinwohner, das sind die, die noch f\u00fcr den ersten h\u00f6chst primitiven Unix-Browser, den <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mosaic_(web_browser)\"><strong>MOSAIC<\/strong><\/a> Webseiten &#8222;designed&#8220; haben.<\/p>\n<p>Das Maximum an Design waren damals animierte GIF-Bilder und das BLINK-tag. Ich habe damals Webpages erzeugt und musste noch vergleichsweise komplizierte UNIX-Befehle eingeben, um meine handgeschriebenen HTML-Dateien (text) und Bilder (binaries) 1993 auf einen Server zu \u00fcbertragen mit einer TELNET-Verbindung und per FTP-Befehlen. Wie heimisch im Netz kann man sein, wenn man diese kulturellen Wurzeln gar nicht hat?<\/p>\n<blockquote><p>Das Wort \u201cImmigrant\u201d beschreibt den Einwanderer oder wie man in Bayern sagt den Zug\u2019rasten, den der von Au\u00dfen in die Welt der Natives hinzukommt. Oft ist der Begriff \u201cEinwanderer\u201d negativ konnotiert, weil Einwanderung bzw. Migration oft mit kulturellen Verwerfungen und Konflikten zwischen zwei Gruppen einhergeht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Einwanderer sind also im eigentlichen Sinne die jungen Leute, die jetzt in facebook ihre Bilder hochladen und ihren Status aktualisieren. Aber ich w\u00fcrde sie einfach <u>nicht<\/u> als Einwanderer sehen, sie sind eben erst sp\u00e4ter auf die gro\u00dfe Party gekommen. Das bedeutet, dass sie zwar den <strong>Beginn der Party verpasst<\/strong> haben, aber daf\u00fcr eventuell deutlich l\u00e4nger feiern k\u00f6nnen&#8230; und ja, vielleicht sprengen sie auch die ganze Party.<\/p>\n<p>Ich bin jedoch daf\u00fcr <strong>einfach erstmal gemeinsam Party zu machen<\/strong> und sich nicht in zwei Lager (Native\/Immigrant) per <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K\u00f6nigsmechanismus\">K\u00f6nigsmechanismus<\/a> spalten zu lassen. Dem Netz ist es normalerweise v\u00f6llig egal, wie alt jamand ist, welches Geschlecht er hat, welche Religion, welche Herkunft usw. &#8211; <a href=\"http:\/\/www.unc.edu\/depts\/jomc\/academics\/dri\/idog.html\">On the internet nobody knows you are a dog<\/a> &#8211; diesen riesigen Vorteil der <strong>Blindheit des Netzes<\/strong> gegen\u00fcber dieser Merkmale sollten wie doch verdammt nochmal so gut wie nur m\u00f6glich zu nutzen. Die ganze Kultur der Newsgroups z.B. fu\u00dft auf dieser agnostischen Eigenschaft des Netzes. Es ist egal WER jemand ist, solange er etwas beizutragen hat.<\/p>\n<p>Wenn ich den <strong>Aktivisten der Netzspaltung<\/strong> &#8211; wie z.B. einem Marc Prensky &#8211; eines von ganzem Herzen w\u00fcnsche, dann ist das das Aufkeimen einer entsprechenden Gegenkultur wie z.B. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Straight_Edge\"><strong>Straight Edge<\/strong><\/a> (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/leben\/0,1518,430242,00.html\">&#8222;Straight-Edge-Szene: Die h\u00e4rtesten Weicheier der Welt&#8220;<\/a>). Das w\u00e4ren dann die <strong>Totalverweigerer des Mitmachnetzes<\/strong>, und zwar nicht weil sie es nicht k\u00f6nnen, sondern weil sie es nicht wollen. Demonstrativer Verzicht auf facebook, myspace &#038; Co., keine twitpics, kein Videoupload, keine geshared&#8217;ten Folien, Links oder gar Weltansichten in Blogs als Gruppeninhalt. Echter sozialer Austausch im Ofline-Underground, face-2-face als Alleinstellungsmerkmal. <\/p>\n<p> Soweit man Wort zum Wochenende :-D<\/p>\n<p><strong>Update 7.8.2014<\/strong><br \/>\nAus aktuellem Anlass&#8230; der Guardian schreibt <strong>&#8222;Ofcom: six-year-olds understand digital technology better than adults&#8220;<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2014\/aug\/07\/ofcom-children-digital-technology-better-than-adults?CMP=twt_gu\">und jemand versucht den Digital Native damit also wiederzubeleben<\/a> in Form eines Rebranding als <strong>&#8222;Digital Quotient&#8220;<\/strong> (so eine Art Intelligenz Quotient f\u00fcr das <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>). Und hey, da geht es nicht ohne Superlative&#8230;<\/p>\n<blockquote><p>Children, growing up with YouTube, Netflix and Spotify, learning to use smartphones or tablets before they are able to talk<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, fragt sich warum. Vermutlich ist auf einem Tablet rumtappen einfach gehirnm\u00e4\u00dfig deutlich einfacher als die Sachen die wirklich richtigen Lernenaufwand bedeuten. Die Kinds sind einfach angstfreier und tappen halt auf alles was sich bewegt. Aber hey, dadurch sind sie nat\u00fcrlich den anderen um Jahre voraus. Wir werden den Sprung ins n\u00e4chste Sonnensystem schaffen mit <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>. Wir werden den Klimawandel bek\u00e4mpfen mit <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>. Wir werden AIDS, Ebola und Krebs heilen mit <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>. Wir werden sauberes Trinkwasser und Lebensmittel produzieren mit <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>. Ganz sicher! Man muss nur fest genug dran glauben. Kinder k\u00f6nnen das! Diese lustigen Ingenieure und Wissenschaftler sind alles Aufschneider, die vorgeben, das Dinge kompliziert seien. Dabei reicht <strong>Rumtappen auf einer Glasscheibe<\/strong>.<\/p>\n<p><small><strong>Why do I blog this?<\/strong> Eine lebhafte Diskussion im Netzwerk <a href=\"http:\/\/www.dnadigital.de\">DNAdigital<\/a> hat mich angeregt tiefer dar\u00fcber nachzudenken, ob ich ein &#8222;Digital Native&#8220; bin. Ich finde den Begriff aus vielerlei Gr\u00fcnden ungl\u00fccklich, weil er eine k\u00fcnstliche Grenze schafft, wo eigentlich keine sein m\u00fc\u00dfte. Niemand kann ein &#8222;Digital Native&#8220; werden, aber hey, werdet doch &#8222;Connectors&#8220; bzw. &#8222;Trailblazers&#8220;, das kann man ohne weiteres lernen. Und ganz nebenbei h\u00f6rt sich doch das Wort &#8222;Pionier&#8220; oder &#8222;Wegbereiter&#8220; weitaus positiver an, oder?<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In letzter Zeit ist mir immer h\u00e4ufiger der Begriff des &#8222;Digital Native&#8220; begegnet, z.B. in einem Text von Marc Prensky (als PDF) (siehe auch Weiterbildungsblog). 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