PostIt’s + Livebilder im iPhone = tonchidot?

logo.pngAuf der TechCrunch50 Conference gab es weitere Kandidaten, die für mich die heißesten Anwärter sind auf Erfolg. Einer hat sich merkwürdigerweise sehr wenig in die Karten schauen lassen (O-Ton: „We have patent.“), und auch die offizielle Videoaufzeichnung vom „Pitch“ wurde bislang nicht freigegeben. Es handelt sich um tonchidot bzw. deren Produkt „SekaiCamera“ eine iPhone App.

Nachdem ich mir immer und immer wieder das YouTUBE-Video zu diesen umtriebigen Japanern angeschaut habe (mal wieder ein japanisches Projekt; wie OpenTrace; Japan scheint zu rocken!) komme ich zu dem Schluss, dass entweder vermutlich Apple schon das Netz nach diesen Japanern ausgeworfen hat (Kaufangebot) oder das Ganze war ein Super-Hoax. Wenn Apple den dreien bereits einen Deal angeboten hat, die iPhone App direkt einzukaufen, wäre das eine App die auf jedes iPhone gehört und super für das Apple Marketing Lineup passen würde. Ansonsten ist zumindest die DEMO und die Q&A-Session danach eine der unterhaltsamsten Pitch-Vorträge gewesen die man bei TC50 sehen konnte.

Was ich nicht verstehe ist, warum die Vortragenden für ihren Ausruf „Don’t forget Imagination.“ ausgelacht wurden. Das Business im Tech-Sektor ist sicher zu einem großen Teil von Imagination getragen. Man wird sehen.

Neben tonchidot, das mir für kurze Zeit den Atem verschlug, fand ich folgende Pitches super:

Update 11.9.2008
virtuallightgibson.jpgEin kurzer GoogleCall mit „tonchidot hoax“ zeigt, ich bin nicht der Einzige, der so über tonchidot denkt. Josh Lowensohn von CNET News schreibt z.B. „Sci-fi demo of real-time visual geotag service could be just that„. Die Anlehnung an William Gibsons „Virtual Light“ ist jedenfalls überdeutlich erkennbar – its Sci-Fi – but so what, vieles was Sci-Fi war wurde wirklichkeit (z.B. Kommunikator der Enterprise? = iPhone). Die Times Online nennt es einfach nur „Mousetrap Technology“.

Update 12.9.2008
CNET News hat eine gute Zusammenstellung der besten Produkte nicht nur von der TC50 sondern auch von der parallel stattfindenden DemoFall als Videoclip bereitgestellt. Der eigentliche Hammer aber ist das eBook von Plastic Logic und es ist made in Germany.


Fitbit finde ich einen Knaller, allein, was Krankenkassen da sponsorn könnten, damit die Leute mehr Sport treiben wollen. SecondLife 2 bzw. Hangout dürfte es echt schwer haben, schließlich gibt es ne Menge anderer Attraktivitäten im Netz für die virtuellen Nomaden. Plastic Logic sieht für mich nach dem ersten zumutbaren eBook Reader aus. Kompakt, robust und klare Kontraste in der Darstellung. Amazon, get this thing flying!! Map Flow hat aus meiner Sicht neben FitBit das beste Business Model (falls nicht Plastic Logic rechts überholt). Die in meinem vorigen Post erwähnten Dienste finde ich alle spannend, aber das Business Model ist unklar. Yammer muss besser sein als Twitter. Dotspots muss sich erst via FireFox-Plugin auf den Rechner des Nutzers vorkämpfen, da gibt es ne menge anderer. LiveHit scheint mir zwar technisch spannend, aber das visuelle Display wird nicht funktionieren (zuviel Screenspace, zu bunt!). Kronomy finde ich persönlich sehr unterhaltsam, aber aus Datenschutzsicht, möchte ich meinen Lebenslauf nicht mit Bildern ins Netz stellen, dürfte also eine Geschmacksache werden, ob man damit ein Business starten kann… weiß nicht. Tonchidot hatten wir schon. OpenTrace ist für mich ein ganz klar gebrauchtes Tool, das aber eigentlich in die Hände der Allgemeinheit gehört wie wikipedia. Ichart wird funktionieren, genauso wie SlideShare, Youtube, Flickr und LastFM funktioniert haben. Emerginvest vermutlich auch, einfach weil es für Laien extrem unübersichtlich ist in Sachen Geldanlage international, wenige Banken unterstützen einen dabei wirklich. Alles in allem eine Menge Starts pro Woche gewesen… ich werde das erst nach und nach alles selbst angucken können. Spannend fand ichs. Und den LiveStream von TC50 fand ich genial! Nächstes mal einfach ncoh ein Voting-Tool daneben schalten mit Kriterien wie Kreativität, Business Model, TechBrilliance, Enthusiasm und Crazyness. :-D

google_lhc.gifWhy do I blog this? Mich wundert, wie die Japaner das machen mit dem iPhone, denn erstens ist GPS einfach nicht so genau, zweitens kann das iPhone seine Lage im Raum nicht absolut bestimmen (trotz Beschleunigungssensorik) und drittens ist es mir ein Rätsel, wie auch noch einzelne angepeilte Punkte im Raum (iPhone nach oben/unten halten) erkannt werden sollten. Ich denke es ist entweder ein Hoax mit dem sie die Silicon Valley Boys vorführen wollten, oder aber sie haben etwas im Einsatz, was anderen iPhone Entwicklern nicht zur Verfügung steht. Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Da ist mir dreimal klarer, was derzeit im CERN am LHC passiert, als das was tonchidot tut. Google hatte heute übrigens ein besonderes Logo zum Start des LHC. Ich bin gespannt, was passieren wird… am LHC und bei tonchidot. Beides scheint zu schön um wahr zu sein. :-D

Frohe Weihnachten – Think Peace!

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www.ImaginePeace.com

Ich wünsche allen Lesern des Blogs und allen Kommentatoren, sowie allen verlinkten Bloggern und anderen Netizens eine frohe, gesunde und friedliche Weihnacht bei Familie, Freunden oder einfach bei den Menschen und weiteren Lebewesen dieses Planeten.

Ich bedanke mich ausdrücklich für das Interesse an meinen Beiträgen und Gedanken und wünsche mir für 2008, dass ich auch weiterhin Zeit haben werde als Trailblazer ein Blog im Sinne der „Charter der Verbindungschaffenden“ zu führen.

Frohe Weihnachten, ’nen guten Rutsch und viel Vorstellungskraft für 2008!
santa_with_lightspeed.gifHelge Städtler

Buchvorstellung: Technologie, Imagination und Lernen

Seit wenigen Wochen ist ein neues Buch erhältlich mit dem Titel „Technologie, Imagination und Lernen: Grundlagen für Bildungsprozesse mit Digitalen Medien“, geschrieben hat es Heidi Schelhowe, Professorin und Leiterin der Forschungsgruppe Digitale Medien in der Bildung am Fachbereich Mathematik/Informatik der Uni Bremen und Mitglied im Technologiezentrum Informatik ist.

Das Buch handelt von den Aufregungen und Turbulenzen, die Digitale Medien in die Welt des Lernens bringen. Vor allem aber zeigte es auf, wie sich das Leben junger Menschen mit der Digitalen Kultur verändert. Es zeigt Beispiele, wie mit den Veränderungen umgegangen werden kann und stellt Thesen zur Diskussion, was Bildung mit Digitalen Medien heute bedeuten kann. Kapitelüberschriften wie z.B. „Sichtbarmachen, was hinter dem Interface passiert“ machen neugierig auf diese Lektüre und stehen in Einklang mit den Forschungszielen Ihrer Arbeitshgruppe, in der u.a. Soft- und Hardware für Kinder und Jugendliche entwickelt, schulische und außerschulische Bildungsumgebungen mit Digitalen Medien gestaltet und evaluiert werden. Das Buch gibt dann auch zugleich einen interessanten Einblick in die Arbeit der Forschungsgruppe um Schelhowe.

Das Buch ist bei Waxmann erschienen und vielleicht besonders gut geeignet, im Rahmen der ganzen Web 2.0 Diskussion den Blick für den kulturellen Einfluss der derzeitigen Internet- und Mediendynamik nicht ganz aus dem Auge zu verlieren.(Details auch hier).