Thetawelle (Blog)

Entstehungsgeschichte

Hier schreibe ich kurz, wie das Blog an der Uni Bremen entstand. Der Text bezieht sich also auf die Entstehung an der Universität. Mittlerweile führe ich das Blog ja privat weiter. Seit ich das tue, haben sich auch die Inhalte verändert. Es ist deutlich mehr Technik und nerdiges Zeug dazugekommen und auch politische Dinge. Ein Haufen alter Links wird vermutlich nicht mehr funktionieren… ich wills’s nicht ändern, andere Webseiten leben halt nicht so lange wie man zunächst vermutet hätte.

Ich kann jetzt auch mal genüsslich auf die Uni „draufkloppen“ wenn ich Sachen sehe die mir nicht gefallen, ohne gleich Angst um den Job haben zu müssen. Die Abhängigkeitsverhältnisse in der Uni sind ja auch vorhanden wie überall nur sind sie weit subtiler, aber nicht weniger wirksam. Kritik ist daher auch in der Uni eher ungerne gesehen. Schön dass ich das Blog privatisiert habe, liegt ja damit quasi im Zeitgeist.

Was bedeutet der Titel?

Das ist das Label, was seit 8.8.2006 für dieses Weblog steht. Zur Einführung gab es einen Beitrag im Weblog, der näheres dazu erklärt.

Kurzfassung

Du hast doch sicher schon mal Raumschiff Enterprise gesehen oder? Da schreibt doch der Captain jeden Tag so ein Logbuch, richtig? Und da wir uns ja alle kein Raumschiff leisten können, gibt es da so, wie die Maus sagen würde, Webseiten, die machen das für einen. Nur die Einträge muss man noch selber tippen. Und dann kommen ganz viele Leute und gucken das an, und dann ist das, wie wenn eine ganze Flotte hinausfährt, hin zu neuen Ufern, die noch nie ein Mensch gesehen hat. (Quelle: Telepolis)

Langfassung

Dieses Weblog soll in erster Linie Information die ich für mich persönlich als relevant empfinde zusammenhalten. Eine Sammlung von URL’s auf Papier wäre dazu nur schlecht geeignet, weil ein Medienbruch entstehen würde, daher macht man sowas am besten im Web. Ein netter Nebeneffekt entsteht dadurch, dass ich meinen engsten Kollegen beim Kaffee nicht mehr en Détail alle Links oder neuen Funde mitteilen muss, weil jeder sich das bequem im Pull-Verfahren holen kann, wenn es Ihm passt. So bleibt mehr Zeit beim Kaffee für echten Gossip. ;-) Bestimmte Dinge würden auch ohne Weblog gar nicht gehen, z.B. mein Podcast, den ich in 2006 begonnen habe regelmäßig zu erstellen. Hier gibt es auch eine podroll, also eine Liste von Podcasts die ich gut finde und nützlich.

Das Weblog läuft mit der Software WordPress (WordPress) und der Datenbank mySQL auf einem iMac. WordPress ist eine der aus meiner Sicht nutzerfreundlichsten (weil einfach zu bedienenden) Weblog-Softwares, die zugleich durch viele kleine Erweiterungen bzw. Plugins anderer Entwickler „aufgerüstet“ werden kann (z.B. SpamKarma einem Anti-Spam-Plugin). Das Weblog lässt sich prima an Corporate Design Vorgaben anpassen über die „Stylesheets“ und die Erstellung eines eigenen „Themes“. Soviel als Einschub zur Technik!

Mein Verständnis von Wissenschaft schließt ein, Wissen auch mit anderen zu teilen und einen Diskurs über Erkenntnisse und Ansichten zu führen. Dies ist der zweite Grund für mein Weblog an der Universität. Es ist gut geeignet mit den Kommentaren einen Diskurs zu führen und diesen Interessierten zugänglich zu machen. Dies ist mir so wichtig, dass ich mit Hilfe ausgefeilter Anti-Spam-Technik des neusten Entwicklungsstandes gegen Mißbrauch der Kommentarfunktion konsequent vorgehe (Dank an Dr. Dave!).

Update 20.11.2008
Ein tolles Beispiel, das meiner Intention mit diesem Blog super Worte verleiht, ist in folgendem Interview „Dr. Christian Spannagel – ‚Der öffentliche Wissenschaftler'“ zusammengefasst: Ein öffentlicher Wissenschaftler sein!


SLS08-Videointerview: Dr. Christian Spannagel – „Der öffentliche Wissenschaftler“ from Steffen Bueffel on Vimeo.

Ich bin zugleich der Ansicht, dass eine Institution, also hier z.B. die Uni Bremen durch Weblog’s ihrer Mitarbeiter die internationale Integration und Vernetzung massiv verbessern kann, was widerum positiv ist für eine Entwicklung der Universität. Deshalb ist der dritte Grund ein „lokalpatriotischer“ Grund, ich möchte, dass es meinem Arbeitgeber in Zukunft besser geht (bessere Kontakte, schneller in der Diskussion, an der „cutting Edge“ of Science dabei, usw.). Da Weblogs eine der erfolgreichsten „Social Softwares“ überhaupt sind, und erfolgreiche Wissenschaft ebenfalls eine sehr soziale Angelegenheit ist, passen Weblog und Wissenschaft gut zusammen. Ein Artikel in der ZEIT bestärkte mich erst kürzlich wieder darin, mich da zu engagieren.

Besonderheiten

Kommentare die auf Wegwerf-E-Mail-Konten zeigen wie z.B. pookmail.com, trash-mail.de, mytrashmail.com usw. werden von mir ohne Kommmentar umgehend gelöscht bzw. stehen in der Blacklist meines Spam Karma Plugins! (Negative Erfahrungen sind der Grund dafür.)

Anonyme Kommentare sind hier daher nicht erwünscht. Die Sicherheit meiner Besucher ist mir wichtig, daher besteht auch keine Gefahr, dass die eigene E-Mail-Adresse für Spam-Mails verwendet wird, da WordPress diese Adressen in den Kommentaren nicht darstellt. Die E-Mail-Adresse die Sie eingeben ist nur eine Rückversicherung, ob es sich um eine echte, nicht-anonyme Person handelt, die dahintersteckt.

Ich habe einige Besonderheiten in meinem Weblog konfiguriert/gestaltet. So gibt es z.B. nicht die klassische Blogroll (mit Blognamen), sondern eine Liste von Personen. Das hat einen Grund. Der Grund ist, ich bin der Ansicht, dass Information einen beträchtlichen Teil Ihres Werts dadurch bezieht, dass man weiß ob die Quelle vertrauenswürdig ist (i.e. von WEM sie erstellt wurde).

Einem „Label“ traut man oft nur bedingt über den Weg, weil es Intransparenz über den Urheber erzeugt, obwohl ich auch gerne ein Label hätte und das blog daher „Thetawelle“ genannt habe. Informationen und Meinungen aber hängen an Personen, ebenso wie das Vertrauen in Ihren Wert. Daher lehne ich die Auflistung von Weblogs mit einem Label derzeit ab, aber vielleicht ändert sich das noch. Ausnahmen sind Weblogs wie z.B. das Weiterbildungsportal der Schweiz, denn dort werden mehrere Blogs aggregiert. Der name eines jeden Autors ist aber immer deutlich erkennbar. Wie gesagt, mir ist der Name als Identifikation wichtig, das ist auch der Grund warum das „About me“ ganz oben an erster Stelle zu finden ist, das erhöht aus spieltheoretischer Sicht auch die Selbstbindung und mittelbar die Vertrauenswürdigkeit, weil mein Name damit verknüpft ist.

Es erhöht auch mein Risiko, wenn etwas „schief laufen“ sollte, oder einseitig negativ konnotiert wird, dass mein name unmittelbar damit in Bezug gesetzt wird. Ich gehe jedoch von rationalem und konstruktiven Verhalten in den wissenschaftlichen Diskursen aus, so dass einseitige und destruktive Beiträge eine Seltenheit sein sollten. Zugleich bin ich mir des gewissen Risikos dennoch sehr bewußt. Andere vor mir kannten dieses Risiko, z.B. hat Stanislaw Jerzy Lec (06.03.1909 – 07.05.1966 polnischer Satiriker) einmal den Satz formuliert „Gedanken, die gut sichtbar sind, sind nicht gern gesehen.“.

Das trifft auf mein Blog und Millionen anderer Blogs ebenso zu und hat zu einem gigantischen Wachstum der Blogosphere (bzw. „sichtbaren gedanken“) geführt hat. So gesehen ist das Risiko zum Teil bereits relativiert worden durch die kulturelle Entwicklung.

Bei weblogs, die durch eine Gruppe von Autoren mit Inhalten gefüllt werden, liste ich meist den Autor auf, der subjektiv die meisten Beiträge postet. Auch hier verzichte ich also auf die Listung des Labels bzw. der Gruppe ganz bewußt, denn die Verantwortung für einen Beitrag kann man nicht teilen!

Weitere Besonderheit ist die Listung der Personen per Zufallsreihenfolge. Auch das hat einen Grund. Zum einen möchte ich selbst nicht durch Gewohnheiten (z.B. von oben beginnend immer nur die ersten sieben Links) immer die selben Personen absurfen, sondern möglichst gleichverteilt die Personen aufrufen. Der weitere Grund ist, dass die Reihenfolge von dem einen oder anderen Besucher oder Gelisteten als Wertigkeitskriterium fehlinterpretiert werden könnte. Dem möchte ich vorbeugen.

Ich notiere oft zu Einträgen mit dem Nachsatz „Why do I blog this?“ eine kleine Reflexion über den Beitrag. Das soll in erster Linie meine eigenen Reflexionsprozesse ein wenig erzwingen ist also eine Maßnahme reiner Selbstdisziplinierung. Andererseits soll es Besuchern eine bessere Kontextualisierung des Beitrags geben.

Die Sprache in der ich meine Beiträge abfasse orientiert sich danach, wieviele der Bezüge in einem englischsprachigen oder deutschsprachigen Bereich landen, und wieviel Zusatzmaterial in der jeweilgen Sprache vorhanden ist und welche Leser ich schwerpunktmäßig adressieren möchte. Daher sind deutsche und englische Beiträge bunt gemischt. Wieso sollte ich mir da auch eine künstliche Grenze als Hindernis auferlegen?

Interessant ist ja, dass ich nach der Benennung des Weblog rausgefunden habe, dass es einen Musiktitel von „System of a down“ gibt mit dem Titel „Thetawaves“.

Ein Gedanke zu „Thetawelle (Blog)“

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