Booksharing: Öffentliche Bücherschränke

Ich hab mal ein paar hilfreiche Links zum Booksharing bzw. öffentlichen Bücherschränken gesammelt. Ich finde das eine ausgezeichnete Sache, denn so werden Bücher die grade nicht gelesen werden von einem selbst anderen wieder zugänglich gemacht. Auch kann man so auf sehr interessante Bücher treffen, die keine Bibliothek mehr führt. Es kostet nichts außer ein wenig Eigeninitiative zum Mitmachen.

Öffentliche Bücherschränke stehen an frei zugänglichen Orten und bieten kostenloses Lesematerial für alle – und zwar in vielen Groß- und Kleinstädten weltweit. Eine digitale Karte hilft, Bücherschränke in der eigenen Umgebung zu finden.

Bücher gehören zu den Gegenständen, die am einfachsten mehrfach genutzt und geteilt werden können. Denn die wenigsten Bücher liest man mehr als einmal und wenn man selbst damit fertig ist, kann man sie praktisch ohne Qualitätsverlust weitergeben. Hunderte von Menschen können sich ein Buch „teilen“, ohne dass einer von ihnen es besitzen muss – das ist die Idee hinter Leihbüchereien. Gewissermaßen sind sie die Vorreiter der Share Economy.

Linksammlung

Besonders schön finde ich das TARDIS (Time And Relative Dimension(s) In Space)-Zeitreise-Exemplar als Free Library das das Bild oben zeigt. Es gibt sogar eine ganzen Tardis Builder Community.

OpenBookCase.org

Weil die öffentlichen Bücherschränke nicht in jeder Stadt für alle sichtbar in der Fußgängerzone stehen, sind sie oft wenig bekannt. Das Projekt OpenBookCase.org hat, so die Beschreibung auf der Website,

„das Ziel, eine einfache und nutzerfreundliche Plattform zu bieten, um öffentliche Bücherschränke in der Nähe zu suchen.“

Auf der Website gibt es eine digitale Karte, auf der öffentliche Bücherschränke auf der ganzen Welt zu finden sind. Viele aber längst nicht alle dieser öffentlichen Bücherschränke sind dort bereits gelistet – und wer weitere ergänzen möchte, kann sich anmelden und das ganz einfach selbst tun.

Bremen

In Bremen habe ich schon mehrere dieser schönen und oft sehr kunstvoll gestalteten Free Libraries an der Strasse gesehen. In der Karte von OpenBookCase.org ist jedoch keine einzige von denen die ich kenne eingetragen. Daher hier ein kleines Foto von einer der Free Libraries. Ein etwas älterer Beitrag in meinem Blog hat noch weitere coole Infos zu den „Little Free Libraries“ unter dem Titel „BücherTauschHaus in Bremen“.

Why do I blog this? Ich habe selber einige dieser Free Libraries in den Wohnstrassen in meiner Hood entdeckt. Und neuerdings nutze ich sie auch aktiv. Vor allem habe ich einige Bücher freigelassen. Man muss Bücher nicht registrieren dort, aber bookcrossing.com finde ich ganz spannend und hab es mit meinem Büchern mal ausprobiert.

Theodor Holm Nelson

Ted Nelson ist 80 Jahre alt geworden.

Nelson prägte Begriffe wie Hypertext (1965) und Hypercoins (1970), das Bezahlen für „transklusive“ Links mit Micropayment-Verfahren. Sein Hypertext-System Xanadu gehört zu den großen unvollendeten Projekten der Menschheit, denn schließlich hatte es das Ziel, das gesamte Textkorpus der Zivilisation als „Docuverse“ zu umfassen.

Angesichts seines 80. Geburtstags am heutigen 17. Juni kann der stets streitbare Ted Nelson vielleicht gelassener als früher auf sein Werk blicken. Gegenüber dem deutschen Filmemacher Werner Herzog hatte er im Dokumentarfilm Lo and Behold: Reveries Of The Connected World (deutscher Titel: Wovon träumt das Internet?) 2016 auf seinem Hausboot davon gesprochen.

Ted ist ein Urgestein des Netzes. Viele missverstehen ihn, oder wollen ihn missverstehen, weil er weniger ein Softwareentwickler denn ein Konzeptentwickler ist. Ted hat coole Ideen gehabt und hat sie immer noch, die immer noch topaktuell sind. Man fragt sich warum sie bislang nicht realisiert wurden.

Schaut euch seine Videos im YT-Kanal an solange sie noch online sind, oder „Re-Use, Free Use — Transcopyright — THE REAL COPYRIGHT ISSUE IS ON-LINE QUOTATION“, oder Transliterature (This open standard is undergoing revision, in order to harmonize with the first implementation: XanaduSpace(tm), which may be downloaded from xanarama.net), oder den Xanadu-Transquoter.

Ted Nelson in Herzog’s „Lo and Behold“
Depublikationsschutz

Why do I blog this? Ted ist jemand dessen Ideen ich bewundert habe. Die gesamte Zeit über die ich von 2002 bis 2008 an einer E-Learninglösung gearbeitet habe, hat mich vor allem seine Idee des Paralleltextes fasziniert. Ich hatte einen funktionierenden Prototypen für Paralleltext erstellt. Ich muss den Kram mal ausgraben… Ich ärgere mich, dass ich nie die ComputerLib mal persönlich in Händen halten konnte.

Das TIB AV-PORTAL: Eine durchsuchbare Videobibliothek

Die Meldung schaut unspektakulär aus:

Im TIB AV-Portal können Sie in audiovisuellen Medien aus Wissenschaft und Lehre recherchieren und eigene wissenschaftliche Videos publizieren

Aber… wer draufklickt der landet hier https://av.tib.eu. Und wer dann nochmal nach Chaos Computer Club sucht, der bekommt eine eindrucksvolle Liste an Treffern, die der eine oder andere sicher bereits von media.ccc.de kennt, aber es gibt noch lustige Zusatzfeatures.

Why do I blog this? Ich bin per Zufall in einem Vortrag drauf gestossen. Allein das Feature die gesprochene Sprache in den Videos durchsuchbar zu machen, gibt dieser Lösung einen kleinen Vorsprung zum media.ccc.de Angtebot. UND es ist ein wunderbares Backup der Daten von media.ccc.de hinter dem eine Bibliothek steht, die das ganze bibliothekarisch betreut, also langfristig denkt.

Sehr schön! Mehr davon! Zum Beispiel für unser ZwangsPayTV.