Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen eher wenig verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es sie und mich vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und versuchen sie nicht es auszudrucken.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Retro Computing – Spaß mit Klassikern für den Amiga

17. Mai 2013

Unter Hipstern ist “RETRO” ja sowieso seit Jahren im Trend. Wenn man sich die Computerspieleentwicklung so anguckt, dann kommt man aber auch ohne Trendgespür schnell zu dem Schluss “Da war schonmal irgendwie mehr Spaß am Gerät!”. Das aktuellste Computerspiel, dass ich mir gerne gekauft hätte ist Giana Sisters Twisted Dreams, nur leider kam dieses exzellente Spiel, bei dem eine innovative Idee des Kontextflip bzw. der Polarity Mechanic (ähnlich zu dem Game Cube Spiel IKARUGA) konsequent mit 8-Bit-Seele umgesetzt wurde, für die Steam-Platform Windows-only raus. Schade, denn Windows nutze ich nunmal nicht, und nur für ein Spiel tu ich mir die Windows-Qualen nicht an!

giana_sisters_twdr

Aber es gibt Abhilfe für diesen bedauerlichen Zustand. Die höchst erfolgreichen Rechner der 80er z.B. der Amiga Computer haben den Sprung geschafft in Systeme wie OS X Mountain Lion. Das Schlüsselwort heißt Emulator. Und wer hätte gedacht, dass eine Emulation soviel Spaß machen kann?
Amiga_Logo_1985

Die aktuellste Fassung des FS-UAE (Frode Solheim – Unified Amiga Emulator) ist eine der empfehlenswertesten Amiga Emulationen die ich seit langem gesehen habe. Zwar gibt es mittlerweile sogar den in Javascript implementierten Scripted AMIGA Emulator (z.B. mit der 9fingers demo), mit dem man doch tatsächlich LIVE und in Farbe im Browser einen ganzen Amiga Rechner hochfahren kann, aber für echten Game-Fun ist der FS-UAE unter OS X das Maß aller Dinge.

Der Weg zum Spaß

Um ruck zuck wieder Spaß am Spiel zu bekommen tut man Folgendes:

  1. Den FS-UAE in der aktuellsten Fassung downloaden
  2. Einen Competition Pro USB kaufen z.B. hier und an den Rechner anschließen (Taucht als GamePad-Device auf)
  3. Die Kickstart ROMS des Amiga OS (v1.3, v2.0 und v3.0) irgendwoher besorgen (?-Torrent is your best friend)
  4. Webseiten besuchen, die sogenannte ADF-Disk-File-Images anbieten, z.B. www.theoldcomputer.com oder www.emuparadise.me, oder auch Amiga Open Game Database und massig Zeug runterladen nachdem man sich dort registriert hat
  5. Nun legt man im FS-UAE Konfigurationen für die Games an. Das macht Sinn für Spiele die z.B. nur mit bestimmtem Setup (Kickstart Rom + Amiga Rechner + Chip/Fast-RAM) vernünftig laufen. Die meisten Games laufen mit Kickrom v1.3 und einer softwareseitig aktivierten Fast-RAM-Erweiterung prima. Manchmal aber muss man Fastram deaktivieren und Kickrom 2.0 unter Amiga 500 nicht 500+ nutzen damit es klappt. Hier muss man ausprobieren, oft sind es lediglich die Demos der Cracker die inkompatibel sind zu bestimmten Setups, aber das lässt sich verschmerzen.
  6. Joystick in richtige Position mit festem Stand bringen und START des Emulators im Fullscreen Modus.

Diese Kombination dürfte für massig Spaß sorgen. Bei mir sah das Konfigurationsfenster des FS-UAE Launcher nach kürzester Zeit so aus:

fs_uae_gui
FS UAE Launcher Fenster mit Konfigurationen für Games

Komische Tastenverrenkungen

Probleme mit dem FS-UAE hatte ich lediglich an drei kleinen Punkten:

  1. Wie erreicht/drückt man die Funktionstasten des Amiga auf einem Mac?
    Und das ist tatsächlich nicht so offensichtlich. Denn es ist das gleiche Problem wie wenn man eine Funktionstaste unter dem Mac drücken will. Der Mac hat aber ja seit längerem die F-Tasten mit Funktionen für Lautstärkeregelung und helligkeit usw. belegt. Will man also eine Funktionstaste drücken muss man einen Trick anwenden.
    Man muss für die F12-Taste z.B. die tasten cmd+fn+F12 drücken, also 3 Tasten. Warum die F12-Taste so wichtig ist erklärt sich aus dem FS-UAE-Funktionsumfang. Will man nämlich eine “Diskette” im Emulator in der emulierten Floppy wechseln, dann muss man in den Kontrollscreen des Emulators rein. Den erreicht man aber nur mit cmd-fn-F12 und genauso verlässt man ihn auch wieder.
  2. Einige Spiele benötigen in den durch einige Cracker vorgeschalteten “Trainern” die Funktionstasten 1 bis 5 um fortfahren zu können. Die Kombination cmd+F5 ist aber auf Macs per default für die Aktivierung von VoiceOver vorgesehen für sehbehinderte Menschen und leider springt diese Aktivierung auch bei Befehlskombinationen für F5 sofort an. Das kann man aber deaktivieren in den Systemeinstellungen unter Tastatur > Tastaturkurzbefehle > Bedienungshilfen indem man das entsprechende Häkchen dort einfach entfernt.
  3. Wie verlasse ich das Gamefenster des FS-UAE?
    Die Maus wird nämlich sofort von diesem Fenster “gefangen” damit man darin spielen kann, aber wie kommt man wieder raus? Der Trick ist die mittlere Maustaste bzw. wenn vorhanden den Scrollrad-Klick auszuführen. Ein anderer Weg ist einfach mit cmd+TAB das Programm zu wechseln.

Hat man diese Hürden übersprungen steht dem Retro-Spielspaß nichts mehr im Weg. Ich persönlich mag ganz besonders die Liebe zum Detail, die der Emulator-Entwickler für die Lesevorgänge der Floppy aufgewendet hat. Die Floppygeräusche werden so perfekt emuliert, dass wirklich großartiges Retrofeeling aufkommt und man nach kürzester Zeit vergessen hat, dass man eigentlich an einem State-of-the-Art Mac Rechner sitzt. Wie also wäre es mit einer Version “The Great Giana Sisters” aus dem Jahre 1987 um mal wieder echtes Retrofeeling aufkommen zu lassen? Der klassische Platformer mit seiner tollen Musik von Chris Hülsbeck (siehe ebenso Turrican 1 + 2) hat absolut nichts von seiner Eleganz verloren.

screen_2_giana

Mein liebster Favorit ist nach wie vor Dyna Blaster, das man prima mit 4 Personen spielen konnte (über Parallelport-Adapter). Es macht auch jetzt noch Monsterspaß!

Übrigens, wer nach den ganzen coolen Demos von damals Ausschau hält wird hier bei ada.untergrund.net fündig. Und wer sich von Beginn an Arbeit sparen will, der kann an dem beta Test der Amiga Open Game Database mitmachen und mithelfen diese zu verbessern. Zum Beispiel den Eintrag von Wizball. Schön ist auch zwei tolle Interviews mit Entwicklern von damals zu lesen, z.B. Andreas Axelsson (Pinball Series) und Martyn Brown (TEAM17).

Blogs & Foren

retropoly_logo

Natürlich gibt es tausende Retrofans da draußen. Ein nettes RETRO-Blog das ich gefunden habe ist RETROPOLY. Dort gibt eine Menge Zeug das interessant ist, von Wallpapers, über Terminankündigungen für Retrogaming Events und, und, und…
Bei der Gelegenheit bin ich dann noch über AMIGA.org, den Amiga History Guide, den Macintosh Garden und die Betaworld gestolpert.

Selber ADF Disk Images herstellen

kryoflux_logo

Wer selber seine alte Diskettensammlung noch retten möchte der kann auf ein speziell dafür geschaffenes USB-Laufwerk zurückgreifen von der Firma Kryoflux. Diese bietet eine Laufwerk inkl. Software an, um Amiga, Atari und viele andere historische Formate zu lesen und in ein Image-File zu verwandeln. Geschafen wurde diese Lösung gemeinsam mit der Software Preservation Society (auf twitter), die zuvor Classic Amiga Preservation Society hieß. Andere erwähnenswerte Organisationen in diesem Umfeld sind z.B. folgende:

Amiga Musik mit MOD-Files

amp_playerWer selber noch eine Sammlung von sogenannten MOD’s (ein spezielles Musikformat unter Amiga) hat, der kann sich die Klänge von damals auf dem iPhone wieder zurückholen. Denn es gibt den kostenfreien AMP Player im AppStore, der sich mit Webseiten wie z.B. http://amp.dascene.net und http://modp3.mikendezign.com verbindet und Musik downloaden kann zum Abspielen.

Amiga Emulator unter iOS & Android

Da die Apfelfirma sich ja ziemlich anstellt in Sachen Emulatoren und so… und solche Emulatoren nie durch das Review lässt (ganz im Gegensatz zu z.B. Omega 500 für Android im Google Play Store), bleibt zumindest den iOS Entwicklern der Weg den iAmiga als Developer zu compilen und zu installieren. Derzeit gibt es nur vereinzelte Spiele vom Amiga als Portierung mit Hilfe dieses Emulators im AppStore, diese haben aber gräßliche Bewertungen bekommen, weil das Gameplay keinen Spaß macht ohne Joystick.

Es gibt übrigens auch den berühmten Multiple Arcade Machine Emulator aka MAME für iOS (und andere OS’s). Und den Quellcode gibts da auch gleich mit dazu. Sehr schön!

iOS 7 – what I would expect it to fix

26. April 2013

iOS is a really nice Operating System. It is light enough to run on a mobile device with limited power yet powerful enough to run even the craziest of 3D game engines. It’s in a way a magically smart OS optimized to be in perfect sync with the hardware. Yet iOS has several things which could be vastly improved.

iOS7_smart

A lot of these things are annoyances which pile up over time. Think about a curve running along the x-axis at a certain y-value and think about x as the time-axis. As a customer the annoyances just pile up as the area under this curve over time (see following gfx).

ios_annoyances_smart

Gfx displaying how annoyances piled up over time

I just want to put up my most important things here to share it with the community and to hopefully inspire engineers at Apple to improve on them.

Annoying things

  • Marking & editing text with the finger: It’s awful, it could be much better. There do exist picture perfect concepts of how to fix this. Fix it!
  • Network and other settings: Where is the easy pulldown settings panel? The notification center is nice, but instead of putting weather and stock quotes inside, put the really needed settings-toggle-switches there: WLAN, 3G, Bluetooth, GPS, Brightness, … Please, fix it!
  • Update of Apps: It’s not working without user intervention and it fails way to often. Fix it!
  • The AppStore App: It’s displaying WebViews and makes serendipity of shopping impossible. It fails all the time to deliver a nice shopping experience. It also fails in giving immediate user feedback on UI-activities. Instead you get empty screens and wait all day long for a WebView to load. Tapping Buy/Update/Install-Buttons is a PITA because they never give immediate feedback if you really hit them, which is due to the (I assume JS-Bridged) Webview-Calls. You could just RAMP up a new AppStore App which has an API and is 100% native. Just leave the old stuff in place for compatibility with older devices and provide a smart new AppStore App (which e.g. has a shopping basket, knows which apps I have looked at lately, allows me to deep dive and not get lost, gives me all the gear of endless shopping…). Damn, fix this mess soon!
  • Switches & Sliders: Switches were difficult to hit/activate since introduction in iOS’s first release. The same is true for sliders. You always miss them because they don’t have the typical 44x44px taparea/tap-catch-area which makes it easy to hit it. Fix it, please!
  • The Notification Center: Entries in this center panel are nice, but did you ever try to hit the delete button? Try it and then enlarge it to make it easy to tap it. Fix it!
  • The dashboard/homescreen: I have more than 200 apps on my device, organizing them in little tiny folders of 9 items is not helping me at all. Also having 11 panels and additional apps not beeing reachable other than via Spotlight search is annoying as hell. Why not present a flat-folder-table-view which groups my apps in groups I could create and manage? Even if this would be the last of the 11 panels it would be so much more useful. Please fix this!
  • The power cable & charging process: Every device needs power. Nearly every day. Why the hell do iPhones, iPods and iPads switch themselves ON when they were put on the power cord in OFF-mode as soon as you pull the plug from the device? What’s the reason behind this? Fix it! Leave it off please. Thanks!
  • iCloud: Please be transparent, WHAT actually goes into the cloud. And please leave iCloud off by default. I do not want stuff to be copied to the cloud unwanted. This is important to me. If I want iCloud to be on, I would like to see WHAT and how MUCH of it actually goes there. Please enforce transparency on this for your own apps and those of all developers.
  • Storage Size & Management: Please tell people if their device is endangered to approach “disk full” status. Also give developers an easy hook to check for low disk space situations (e.g. on saving images to the photoalbum). provide easy failover procedures (bonus: using blocks) for SDK-methods which store stuff or write files. Provide an option to the customer to immediately clean/erase stuff from their device to continue with the operation in progress after cleaning.
  • The Settings Chaos: Well, we have the Settings App, which carries a lot of Device specific Operating System Settings, but at the same time these Settings carry a lot of Settings for Apple’s apps and all the other Apps. Then we have Settings inside the Apps themselves. The user can only be confused by this. It may be a good idea to let the user just access the App-specific Settings from within the App’s context. But the way it is now it foces me to travel to the Settings App everytime if I want to change something in the app. This is Chaos! Fix it!
  • The-one-Icon-too-much Situation: Everytime I reorder my Apps on the Homescreen, it gives me a headache to move these dumb little things in a way they not accidentially destroy the complete order of ALL following panels. If I place a new Icon/App on my FULL homescreen the last icon gets pushed to the next screen, but that is not what I want. Please push this Icon in some “Parking Slot”, from which I can move it to its new position easily. Please, fix that soon!
  • IAP Account Hell: I regularly get customer support requests which have problems buying In-App-Purchases because something is weird with their AppleID. In ALL THESE cases one solution I provided to them fixed these Issues ALWAYS.
    The way to fix these problems is the following:
    1. Open the “Settings” App
    2. Tap “iTunes & App Stores”
    3. Tap on your AppleID (usually your E-Mail) and tap LOGOUT
    4. Switch the whole device OFF
    5. Switch it back ON
    6. Open the App which had problems byung IAP-Products from
    7. Enter the Shop area in that app
    8. Try to RESTORE your products or BUY new ones
    9. You will now be asked for your Apple ID, enter and happy shopping…

    This stuff is really annoying and it happens from time to time to customers.

  • App Updates: Install all pending App Updates, it is still NOT WORKING in most of the cases. Fix it!
  • RAM Degradation aka Memoryleaks: Many people do not restart their phone for months. But during this time OS daemons and other stuff leak memory continuously. This leads to significantly less available memory for apps and their execution. Please force free leaked memory with some procedure which is friendly for customers. You could e.g. restart certain system daemons during NO-USE-TIMES (e.g. the night, when customers are asleep). Fix it!

Excellent things needed

  • VoiceOver i.e. Text-to-Speech: It’s nice for people which are visually impaired, but it could be awesome for all text-driven apps too. Please make it available to developers without the need to switch the device to VoiceOver mode.
  • Lightsensor values to adjust the UI: Several apps are designed for outdoor use. Lighting changes often and quickly outside and also during the day and night. Let developers access the lighting conditions and let them adjust the UI perfectly to the measured environmental brightness. This would so much improve user experience.
  • Compass: Navigation is one of the core things people use their device for. Please explain the calibration procedure the right way to them. And make sure you tell people if the compass is NOT delivering correct values. Please, tell them that by moviing the device in an 8-shape actually means making a moebius-strip-movement turning the device by 360 degress in all axis.
  • Battery: If you guys have the choice of making this thing thinner again or giving it more LI-Batterypacks, please go for the more electrical power approach, please!
  • Status-driven-App-Icons: You guys do it since day one now with the calendar app. Why not allow every developer a predefined set of Icons which could communicate the inner state of an app in a nice and elegant way? It is so easy and you could review these Icons for fraudulent behaviour like people trying to trick others with wrong Icons!
  • Location-dependent Settings/Environment: iOS has already sophisticated region-detection via a very sophisticated LocationManager. Why not use this to define essential Device Settings (i.e. for Silence Phone/Vibration use/allow 3G or not) to get actiavted depending on your location. This would ease the config of devices which travel between different locations (i.e. work and home) massively everyday.

Stuff which is not so much wanted

  • Skeudomorph-180-Rollback: Yeah, we all know Scott F. left the building. But hey, please do not turn everything upside down without developers having time enough to prepare for this move, okay?
  • YAARS (Yet another aspect-ratio screen): Yes, I like variety, I like happy customers, but I do not have unlimited resources to support app development or maintenance. Supporting any new aspect-ratio is costly and adds to the overall amount of work needed to build an app. Just try to be conservative here, please!

These are the most important things I would wish for iOS 7. I would be oh so happy to see these fixed & introduced soon. I will add more stuff as I remember it… to be continued…

WWDC 2013 … and it’s future.

26. April 2013

Die von Apple seit Jahrzehnten veranstaltete World Wide Developer Conference (WWDC) hat in diesem Jahr ihre US $ 1600 teuren Tickets in weniger als 90 Sekunden verkauft. Hier mal die geschichtliche Entwicklung des Niedergangs der WWDC entlang der letzten 13 Jahre (OMG ich werde alt!) mit den entsprechenden Zeiten bis zum Ausverkauf der Tickets.

  • 2000: Sehr toll in San Jose, entspannt mit Ingenieuren plaudern
  • 2001: -
  • 2002: -
  • 2003: Leicht überfüllt in San Francisco, aber mit Messe im Basement
  • 2004: Massig überfüllt in San Francisco, viel Schlange stehen bei allem
  • 2005: -
  • 2006: -
  • 2007: -
  • 2008: Zum ersten Mal ausverkauft
  • 2009: Ausverkauft nach 1 Monat
  • 2010: Ausverkauft nach 8 Tagen
  • 2011: Ausverkauft nach 12 Stunden
  • 2012: Ausverkauft nach 2 Stunden
  • 2013: Ausverkauft nach 90 Sekunden

Ich habe die WWDC 2000, 2003 und 2004 besucht. Als Beweis hier meine Taschen die ich dort bekam.

wwdc_bag_degradation_2_small

Weitere Taschen haben andere Blogger akribisch aufgelistet.

Die beste WWDC war die in 2000 (das war noch im San Jose McEnery Convention Center). Seitdem ist es bereits 2003 und 2004 merklich bergab gegangen. Und das betrifft nicht nur die schiere Masse an Besuchern, die das Ding zu einem Massenevent ohne Seele haben werden lassen. Man sieht es auch gut an den Taschen, an den Details, die so eine Konferenz prägen. Die Tasche aus 2000 ist ein wahrer Qualitätsbolzen. Sowas robustes hab ich nie wieder gesehen und hübsch und praktisch war sie auch. Die aus 2003 war schon eine seelenlose PC-Tasche, mit einem mickrigen Apple Logo drauf. Zwar qualitativ hochwertig aber leider eine x-beliebige Tasche. Besser hätte man die aus 2000 neu aufgelegt. Und 2004 markierte dann den absoluten Taschentiefpunkt. Ein billiges Ding, das noch dazu vollkommen unpraktisch war. Das Teil hab ich nur noch zum Transport von Altglas auf dem Fahrrad benutzt daheim. Traurig, sehr traurig!

Aber wenn es nur die Taschen gewesen wären. Bedeutende Verschlechterungen gab es bei der Nahrungsversorgung, etwas was auf einer Konferenz bei der das Hirn auf Hochtouren arbeitet ein absolutes No-Go ist. Das fing schon mit den Frühstücks-Items an, bei denen es kaum irgendwas Gesundes mehr gab sondern nur noch überzuckertes Fastfood. Ab 2003 war man in einem Starbucks besser aufgehoben als im Convention Centre, was schade ist, denn nur dort konnte man beim Frühstück schon mit anderen Entwicklern aus aller Welt in einen Dialog treten.

So wichtig die Nahrungs- und Getränkeversorgung auch ist, aber noch wichtiger sind die Sessions. Und da gab es ab 2003 eine vollkommen aberwitzige Entwicklung. Es wurde JEDER Besuch einer Session versucht zu tracken. Dazu wurde der Badge mit einem BarCode jedes Mal am Eingang gescannt. Das führt bei der Masse an Besuchern zu aberwitzigen Wartezeiten schon beim Einlass in einen Raum. Ich habe als Deutscher mich dem konsequent verweigert, indem ich den BarCode des badge unbrauchbar gemacht habe (eine Linie weggekratzt auf dem Plastik). Der nichtlesbare Badge führte zwar zu Problemen, aber ich kam dennoch immer rein in den Raum. Diese 1984-Policy war der Tiefpunkt in Sachen Vertrauen und hat mich persönlich sehr enttäuscht. Denn hier stand offensichtlich Apple’s Interesse im Vordergrund und nicht das der Entwickler und ihrer Konferenzerfahrung.

Die Shopping Experience für das diesjährige Ticket sah dann wohl die meiste Zeit für die meisten Interessierten so aus wie eine Lotterie bei der man entweder einen “Bezahlen”-Knopf bekam, oder diese Wartungsseite:

wwdc_2013

Schade, sehr schade. Aber vielleicht ist dieser Fail auch eine Chance für Neues. Der Entwickler Daniel Jalkut hat einen sehr treffenden Beitrag namens “End WWDC” dazu formuliert, den ich gerne hier verlinke. Darin stellt er unter anderem folgende Fragen, die den Kern der WWDC betreffen:

  • What are the goals of WWDC, anyway?
  • For every “lifesaving” tip a developer has received in the WWDC labs, how many others continue to struggle in anguish because the effort was never made to codify that wisdom in the form of a developer technote or other reference material?
  • And what about the community incentive for developers?
  • Isn’t it important to have an opportunity to meet with and catch up with developers from around the world?

Genau diese Fragen stellen sich. Vor allem aber, was ist das Ziel einer WWDC? Wird dieses Ziel noch erreicht? Wenn nicht, warum nicht? Wie kann man die wichtigen Ziele sowohl von Apple aus als auch als Entwickler wieder erreichen? Warum hat sich diesem Problem bislang noch niemand von Apple so richtig gestellt? Eine kleine Antwort darauf waren die weltweiten Apple Tech Talks bei dem die Ingenieure von Apple einmal um den Planeten reisen, aber auch zu diesen Events gelangt man nicht mehr ohne weiteres, mir ist es beim letzten Mal z.B. nicht gelungen und vielen anderen meiner Buddies auch nicht.

Da wartet viel Arbeit auf einen Manager der bereit ist Dinge zu verändern und Neues zu wagen!

Update #1
Für mich läuft es auf eine einzige Frage hinaus: “Wann ist eine WWDC ein Erfolg?”

Ist eine WWDC ein Erfolg, wenn man noch mehr Geld für die Ticketpreise erlösen kann? Ist sie ein Erfolg, wenn man noch mehr Personen in ein und das gleiche Konferenzgebäude pferchen kann? Ist sie ein Erfolg, wenn die Ticket Verkäufe in 90 Sekunden statt über mehrere Wochen verteilt stattfinden? ist sie ein Erfolg, wenn man an der Qualität des Konferenzerlebnisses sparen kann und dennoch die Ticketpreise unverändert lassen kann oder gar erhöhen kann ohne sichtbare Einbrüche bei den Verkaufszahlen? Ist also letztlich der Profit aus einer WWDC durch die erlösten Ticketpreise das, was den Erfolg einer WWDC ausmacht? Ist sie also gerade so UNGLAUBLICH erfolgreich wie noch NIEMALS zuvor in der Geschichte? Wenn das so ist, warum jubeln dann nicht weltweit alle Apple Entwickler?

Update #2
Nun hat auch Jeff Lamarche eine sehr detaillierte Analyse des Problemfalls WWDC beigesteuert. Was er vorschlägt – ein gestaffeltes Ticketsystem – hat einen gewissen Charme löst aber das Problem aus meiner Sicht kaum. Richtig ist die Unterscheidung zwischen “Veterans” bzw. hochqualifizierten Ingenieuren und Newbies bzw. “First Timers”. Und da gibt es wirklich einen ersten Ansatzpunkt meiner Ansicht nach. Hier könnten über den Erdball verteilte “First Timer iOS Events” eine ganze Menge Luft schaffen. Denn diese ganzen Leute haben einfach keine andere Anlaufstelle derzeit.

Die WWDC könnte man sich auch erarbeiten und sich dafür qualifizieren, das sollte auch für “First Timer” möglich sein z.B. über eine vorgeschaltete Dev-Challenge. Ich habe auch keine konkrete Lösung – das wäre auch zu unwahrscheinlich – aber ich denke, dass der Charme des Event wesentlich verbessert werden könnte einfach durch mehr Raum für’s Socializing. Apple fokussiert für mich viel zu stark auf die streng Timetable gebundenen Sessions und die reine Quantität der Konferenz. Wenige High-Profile und High-Quality Sessions aber deutlich mehr Socializing und Networking wären für die Developer Community nötig.

Das Potenzial an Skills die da bei jedem Event “zu Besuch” kommen wird ja nichtmal in Erwägung gezogen als gestalterische Option bislang. Warum sollten nicht auch Entwickler eine Chance z.B. zum Präsentieren erhalten (was ja in der Vergangenheit sogar oft der Fall war). Ein Unconference-Approach in einem anderen Gebäude wäre einen Versuch wert. Das geht allerdings vollständig gegen Apple’s DNA der totalen Kontrolle über alles. Die Wahrscheinlichkeit ist also gleich Null, das das jemals passieren wird.

Apple war in Sachen “Social” immer schon ein wenig verknöchert und alle Versuche wie mit “Ping!” mehr Social DNA in die Produkte zu bringen schlugen grandios fehl. Dennoch, der Beer Bash und Stump the Experts waren immer soziale Highlights einer WWDC. Hier hieße es meiner Ansicht nach dennoch endlich mal mutig zu sein und sich etwas Neues zu trauen. Warum nicht die Skills der Besucher abrufen und einen stark sozialisierenden Teil der Konferenz als Unconference schaffen, der Cross-Teaching fördert und den interkulturellen und interdisziplinären Austausch zwischen Newbies und Veteranen? Das könnte sogar durch 1-Expert-per-Newbie-Mentoring geschehen. 5 Tage lang. Ich hätte das damals als Newbie toll gefunden. Und jeder der schonmal gelehrt hat weiß, “Teaching is Learning twice.” und bringt für den der lehrt ebenfalls eine ganze Menge.

Wie auch immer, das bestehende Konzept wird jedenfalls immer geringere Wirkung entfalten und irgendwann einfach nur noch ein Tropfen im Ozean sein. Dezentrale Newbie-iOS-Camps weltweit und eine deutlich stärkere soziale Unconference Komponente könnten die WWDC beleben und entlasten gleichzeitig. Und wer weiß vielleicht entwickeln Besucher einer WWDC sogar ein neues Konzept für ihre erfolgreiche Erneuerung, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.

href-tag hack to trick users to different target

18. März 2013

hack_aSee here “Hacking the <a> tag in 100 characters” what Bilawal Hameed found out:

A short while ago, I discovered that JavaScript allows you to change the <a> href after you click on it. It may not seem that serious at first glance, but rest assured, it can trick customers into giving in their details to fraudsters.

Thx, to @_funkyboy for the tweet pointing to this flaw.