hacking with care

„Hacking with Care – Tactical and ethical care for all“ eine wundervolle initiative aus dem umkreis von La Quadrature du Net, die sich den sozialen aspekten der community zuwendet und versucht defizite in sozialen bereichen zu erkennen und durch selbst tun/lernen zu beseitigen. man könnte auch sagen der „we social the sh*t out of this“-approach. :)

sie haben eine webseite in der die nächsten gelegenheiten bekanntgegeben werden, um sich selbst zu engagieren. und es gibt ein wiki mit massig zusätzlicher info als lebendes dokument.

ich hab davon nur erfahren durch den vortrag im datengarten 73 per live stream (video, videos). fand es interessant und finde es unterstützenswert. vor allem die herangehensweise sozial aktiv zu werden unter beachtung des hippokratischen eids.

der ansatz ist, (h)a(c)ktivisten die durch viel stress in eine brenzlige stress-out situation geraten, eine auszeit anzubieten bei der man den kopf erstmal kopf und das rationale erstmal das rationale sein lässt und sich mehr auf den körper und seine gefühle konzentriert. vor allem auch die bedürfnisse des körpers nach nähe/wärme nicht wegignoriert sondern sich diesen besonders zuwendet als aktivität zum stress-abbau/-vorbeugung. das derzeitige mittel/werkzeug der wahl von hacking with care sind ausgewählte massagetechniken (ich dachte sofort an shiatsu), die sich darauf konzentrieren behutsame berührungen zuzulassen und so sozialen bedürfnissen in einer sicheren umgebung nachgeben zu können.

lesenswert ist der ethical conduct (stand januar 2017) der für diese aktivitäten gesetzt wird:

  • Always observe the precautions and contraindications, consult the Massage precautions & contra indications sign
  • Respect each other. No discriminative or prejudiced speech, attitude or behaviour, no violence, harassment, coercion is ever appropriate.
  • Observe hygiene and safety rules: wash your hands before and after each session, use disposable paper covers or clean towels to protect the table, cushions, clothes. Work in a safe, clean, ventilated, space. Only use good quality products.
  • Be transparent and honest about your actual qualifications in care-giving, do not pretend to have skills or knowledge you don’t have. An attentive amateur can accomplish a great deal already, so no need to brag.
  • Do not give a massage to someone who is not quite sure they want one. Here, like in love, it has to be a YES, from the beginning to the end. Anyone can decide to stop whenever they want.
  • Respect physical reserves. No one has to take their clothes off for massage if they don’t want to (very good massages can be provided with clothes on). Similarly, if you, the giver, are not comfortable with nudity, you should say so.
  • Because massages induce relaxation of the nervous system, it can sometimes trigger erection or reactions similar to those of sexual arousal in both men and women. It’s not so frequent that you should worry about it, and besides, it is really nothing to be ashamed of. The masseur/se should bear in mind that however sexual in appearance, these reactions might not be experienced as such by the receiver, and so they should never be considered as an invitation to act on them.
  • There can sometimes be surprising emotional release during massage (or other forms of care) Please familiarize yourself with this possibility reading our article Emotional Release during Massage – What’s happening and How best to respond. Stay calm, composed, kind. Be especially wary and mindful of the possibility of personal information being revealed to you in that moment: Do NOT encourage words or let the person tell you too much about themselves. If necessary let them know that your reluctance to hear more is for their own good.
  • Discuss “privacy settings” with your partner prior to the session ? what would they be comfortable with? Can you talk about this massage later, to someone else? The default privacy setting in massage is “whatever happens in the massage room, stays in the massage room”, period. Don’t mention to others that you have given a massage to that someone.
  • Massage for children: Only in presence of their parent/adult tutor – No one to one sessions.

das klingt für mich nach einem interessanten weg ernsteren problemen vorzubeugen, die durch überforderung und stress entstehen können. ich werde das beobachen und weiter verfolgen mal sehen was draus wird. der eigene anspruch scheint nicht gerade gering:

Together we imagine, circulate, put in common resources and tools for care in accordance with hackers ethics and peer-to-peer philosophy. We create customized occasions for body & soul rejuvenation and collective (re)appropriation of care. We work with an understanding of the needs and requirements of specific contexts, as can be found in hacking and activism. Similarly, we like to transmit to caregivers some hackers-activists tools and best practices, in relation to privacy/data protection, technological independence, operational security.

Why do I blog this? Ähnlich wie bluehackers.org gibt es in der community gerade durch das teilweise sehr intensive und fordernde Engagement vieler Menschen an der Grenze ihrer eigenen Belastbarkeit schnell Situationen der Überforderung und der Eskalation von Stress. Gerade, wenn es z.B. um Menschenrechte geht und die tägliche Konfrontation mit Gewalt, kommen Aktivisten schnell an ihre eigenen psychisch-sozialen Grenzen. Oft passiert das aus einer falsch verstandenen Wahrnehmung des Einzelkämpfers heraus. Die Erkenntnis, dass man nicht allein ist, kann hier bereits helfen. Besser noch ist natürlich, dass man sogar fühlen kann, dass man nicht allein ist mit seinem Engagement und seinen Sorgen. Hacking with Care könnte daher sowas Ähnliches sein wie eine „Impfung“ sein, eine Art vorbeugender Aufbau von Antikörpern für den Ernstfall. Spannender Ansatz! Die Grenze bei so einem diffizilen Thema zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“ ist allerdings schmal, zumal Berührungen, ja sogar Annäherungen ohne jedwede Berührung, in unserer Gesellschaft bereits OHNE diesen Kontext der akuten sozialen Defizitsituation unzähligen Tabuisierungen und kulturellen Eigenheiten unterliegen. Ein wahres Minenfeld! Das ist eine ganz schöne Herausforderung. Respekt dass sich da wer rantraut. Ich hätte den Mut nicht mich mit so einem Projekt zu exponieren, zumal schon gleich dreimal nicht als Mann in der derzeitigen gesellschaftlichen Situation, in der man Männern pauschal alles nur denkbar Böse unterstellt wenn sie sich anderen Menschen annähern und man mir nichts dir nichts als verdächtig/schuldig gilt bis das Gegenteil bewiesen ist.

throwie love

ich hab vor kurzem ein paar kleine throwies gebastelt um menschen glücklich zu machen. die sahen teilweise so aus:

bei dem dicken throwie oben handelt es sich um eine LED die wechselweise rot, grün und blau anzeigt und das langsam im fading macht und auch mal schnell wechselt. die ganze logik ist in der led, also keine weitere schaltung nötig. ich hab ein kleines durchsichtiges plastikplättchen unter den einen kontakt getan und dieses plättchen mit durchsichtigem garn verbunden. so konnte ich eine aktivierung durch ziehen an dem faden herstellen. was in einer kleinen geburtstagskiste zum einsatz kam und tadellos funktioniert hat.

später bin ich noch auf einige weitere tolle anleitungen und folgenden film aus berlin gestossen. dort werden massenhaft throwies mit magnet unter einer s-bahn-brücke geworfen. der effekt ist toll!

Mitglieder des Street-Art-Kollektivs Graffiti Research Lab Germany (@GRLGermany auf Twitter) haben mit einigen Helfern rund 200 sogenannte LED-Throwies unter die eiserne U-Bahn-Überführung „geschmissen“. In der Dunkelheit mutet die Lichtinstallation an wie ein bunter Sternenhimmel. Zu der Aktion wurde in den Tagen zuvor auf Facebook und Twitter aufgerufen.

Throwies sind handelsübliche LEDs, zwischen deren Beinchen eine Knopfzelle und ein kleiner aber starker Neodym-Magnet verklebt sind. Durch gezieltes „Schmeißen“ haften sie selbst an schwer erreichbaren metallischen Konstruktionen.

Auch am Sonntagabend noch bot das helle, bunte Lichtermeer ein spektakuläres Bild. Passanten blickten erstaunt empor und diskutierten entzückt über den Ursprung der ungewöhnlichen Installation. Die Throwies werden jedoch im Laufe der Woche ihre Leuchtkraft verlieren, bevor sie schließlich ganz erlöschen.
Quelle: „Buntes Lichtermeer aus LED-Throwies“, make Magazin, 14.03.2011
https://www.heise.de/make/meldung/Buntes-Lichtermeer-aus-LED-Throwies-1207023.html

Diese Anleitung LED Throwies bauen kann man prima als PDF ausdrucken (vorher registrieren).

Diese Anleitung The LED (Minor) Artcrime Tutorial (als PDF) in Englisch bietet großartige weitere inspirationen für die gestaltung und variation z.B. mit hilfe von plexiglas und anderen lichtleitenden materialien.

Why do I blog this? Ich finde Anleitungen, um Menschen eine Freude zu machen, kann es gar nicht genug geben. Und da meine throwies eher so zusammen-amateurisiert waren, find ich es cool, dass man die noch mit neodym magneten „haftbar“ machen kann und die plexiglas idee werde ich definitiv nächstes mal umsetzen.

Auch wenn ich jetzt den Umweltaspekt durchaus sehe (Neodym ist ein kostbarer Rohstoff, Batterien in die Natur werfen nicht grade super umweltfreundlich), überwiegt meiner Ansicht nach der positive Aspekt. Neodym wird tonnenweise in Windrädern verbaut, und Batterien in riesigem Maßstab nicht ordentlich recycled. Da machen ein oder zwei mehr davon der Umwelt auch nix mehr aus. Zumal mit Umwelt hier bei mir eigentlich der städtische Raum gemeint ist, der eh schon mit Beton zugebaut ist. Und die throwies sind eh direkt an Menschen gegangen nicht an die Umwelt in meinem fall.

33c3 – a new dawn

…nein, das ist kein Fehler, dass ich da das Motto vom 31c3 hingesetzt habe. Denn dieses Jahr passt das Motto tatsächlich aus meiner Sicht.

Das Motto (the ugly)

Kurzer Rückblick: 29c3, die nukleare langstreckenrakete ist abgehoben, wir warten auf den einschlag (not my department), 30c3, der einschlag ist erfolgt, thermonukleare verwüstung allerorten, man gibt sich sprachlos obwohl man teils noch in den glühenden ruinen stehend, im nuklearen winter des radioaktiven fallouts gelandet ist (kein motto, trotz jubiläumsveranstaltung), 31c3, jetzt meint man der neue aufbruch sei geschafft (a new dawn), 32c3, angeblich leben wir ja alle in filterblasen, was schlecht sein soll, daher motto (gated communities), 33c3, man wählt ein doppeldeutiges motto (works for me).

Ich bin kein Freund der Mottos nach dem 29c3 gewesen und konnte mich mit KEINEM der mottos danach identifizieren. das vom 30c3 (keines) war eine vergebene kommunikationsmöglichkeit der welt zu sagen, dass die bombe die am 29c3 30c3 niederging nicht nur überlebt wurde, sondern als herausforderung gesehen werden wird. für mich wäre „dance the nuclear winter“ oder „p0wning their rokets“ oder „challenge accepted“ das perfekte motto gewesen am 30c3. „a new dawn“ zum 31c3 war völlig fehlgewählt, denn von einem neuen aufbruch war die community zu dem zeitpunkt lichtjahre weit entfernt. es fehlte ja eigentlich erstmal die reaktion oder überhaupt mal EINE reaktion auf die ereignisse des 29c3 30c3, die noch immer ausstand. einfach zu proklamieren die sonne gehe wieder auf war so naiv wie komplett unpassend. „herumirren in ruinen“ aka „lost in wreckage“ wäre das passendere motto gewesen.

das motto des 32c3 erspare ich mir zu kommentieren, es geht davon aus, dass die filterung der eigenen wahrnehmung per se schlecht wäre, dabei ist sie überlebenswichtig. ohne filter wären wir hilflose, komplett verwirrte und überforderte wesen. deshalb hat mutter natur in sämtliche biophysikalische sensorik – zu der ich auch das gehirn zähle – filter gleich eingebaut.

„gated communities“ oder „filterbubbles“ letztlich ist damit das selbe gemeint. von welchen gated communities ist da die rede? wir haben zig solcher communities… allein schon wenn man mal bei den einkommensklassen unserer gesellschaft anfängt, wenn mann dann noch die soziotope hinzunimmt, die sich gemeinhin interessensgemeinschaften nennen, dann hat man zig solcher communities. wie stark die „gated“ sind, also abgeschlossen und undurchlässig, das bestimmt meiner ansicht nach ob es sich überhaupt um eine gated community handelt. gibt es initiationsriten die durchlaufen werden müssen (z.B. den „stallgeruch“ bei den reichen im sinne von „aus gutem hause“, oder das „hacken von dingen“ im bereich der digitalen nomaden, etc.)? wie wird mit gemeinschaftsfremden individuen umgegangen? was auch immer man mit dem motto bezwecken wollte… es stellt wieder keine antwort da auf die dinge vom 30c3 von daher ist es ein kompletter fail. thema verfehlt.

den 33c3 habe ich jetzt erlebt als eine neuformation & erweiterung einiger projekte und gruppen die leichten anlass zu hoffnung gibt. es passieren neue dinge in der open source getriebenen entwicklung, z.B. mit Pretty easy Privacy aber dazu später mehr.

Das Motto dieses Jahr war hingegen „works for me“. Ich kann nicht sagen wie unglaublich *kotz*abstoßend ich diese Floskel finde wenn sie mir entgegnet wird oder ich sie in Kommunikationssträngen anderer z.B. in Mailinglisten lesen muss. Sie ist jahrelanger, verabscheuenswürdiger Teil der Entwicklercommunities diverser (OpenSource) Projekte und Gruppierungen.

Sie ist das RTFM (Read the fucking manual) auf die Titelseite gehoben und zum Motto gemacht. Der Nachtrag, dass man das ja verurteile und anders meine, macht es nicht besser. Es gab tausende tweets die wohlig warm einen Link + Text + „worked for me“ stolz verkündeten während des congress. Die Masse hat das Motto also ganz genau so verstanden, wie sie es immer verstanden haben und auch zukünftig verstanden wissen wollen. Funktioniert für mich, was bei dir so läuft ist mir doch gleichgültig. Ich war cool & skilled genug dass ich es hinbekommen habe. Dein Pech dass es bei dir nicht läuft.

Es ist der extreme Ausdruck rein individualistischer Perspektive. Nicht die Gemeinsamkeit steht im Vordergrund, sondern die ICH-Perspektive, das „me“. Wer es auf ein „worked for us“ abwandelte in der Hoffnung es damit besser wirken zu lassen – was ebenfalls einige Male auf twitter passierte – machte das Motto nur zur „gated community“ durch Einziehung einer Trennlinie zwischen dem „us“ und dem „them“.

Ein mit weitem Abstand höchst unglücklich gewähltes Motto, das Motto das ich mit Abstand am wenigsten mag in allen congress-Mottos bisher. Fazit Motto „did not work for me“, sorry, und zwar so absolut überhaupt gar nicht!

Perspektive

es ist gar nicht so einfach, dem ereignis gerecht zu werden, wenn man einen text darüber schreibt. zwangsweise, weil der congress so dermaßen groß und unübersichtlich ist, kann man gar nicht mitbekommen, was da alles passiert. während man sich an einem ende des gebäudes aufhält wird am anderen ende gerade ein neues meme-verdächtiges event gestartet.

ich kann es daher nur aus meiner ganz persönlichen perspektive beschreiben und damit versuchen einen beitrag als rückkanal zu liefern. nach dem 30c3 hatte ich innerlich beschlossen keinen congress mehr auf längere sicht zu besuchen. weil ich den 30c3 schlimm fand, wirklich schlimm. jeder psychologe kann schlüssig darlegen, dass wenn individuen in eine situation gesteckt werden, bei der sie alle möglichen dinge tun können, jedoch keine ihrer handlungen einen einfluss auf das ergebnis hat, dass diese dann in depression verfallen.

genau das war jedoch, was der 30c3 in jedem einzelnen talk gezeigt hat. unkommentiert. unkritisiert. unhinterfragt. eine riesengroße FUD-veranstaltung. das hatte nichts mehr mit meiner (ja, vielleicht kleinen & begrenzten, aka filterbubble) welt des hackens zu tun. das war 4 tage lang ununterbrochener globaler politischer angriff ausgeführt ausgeführt als internationaler staatsterrorismus live auf der bühne des CCH. extremst verstörend. das hat mir den congress denke ich für lange zeit verdorben, es wirkt bis heute auf dramatische weise nach. diese extrem negative nachwirkung wird noch eine rolle spielen in meiner rückschau.

Wachstum (the big)

Der Andrang war groß. Über 12.000 Leute. Viele bekamen kein Ticket was zu Verdruss führte, aber das war bereits im BCC so, als es noch 3000 Leute waren. Das Wachstum stieß an mehreren Ecken an seine Grenzen. Während die Technik offenbar mühelos skalierte (das Infrastruktur Review hab ich noch nicht gesehen), war es in Sachen Engeln so, dass die Engelregistrierung geschlossen werden musste. Denn die für Engel vorgesehene Essensversorgung skalierte nicht mehr mit der Anzahl der Engel. Wie sich später rausstellen sollte skalierte die Anzahl Engel-T-Shirts auch nicht mehr so wirklich rational.

Da ich es nicht wirklich auf ein t-shirt abgesehen hatte, das ja ohnehin nur von rein symbolischem wert sein kann, war mir das relativ schnuppe das die registrierung geschlossen wurde. Auch die Küche/Essensversorgung habe ich nur zweimal in Anspruch genommen (beide Male war es superb!). Aber aus zeitpraktischen Gründen, und weil ich in der congress situation eher zu ungesunden Crêpes tendiere als zu gesundem Essen… bin ich lieber zum CCH-operated food provider gegangen. die currywurst war eher zum abgewöhnen, die fritten derbe übersalzen. die kartoffelspalten kann man gut empfehlen, die crêpes haben aber das beste qualitätsranking von mir erhalten (leider ist deren sättigungswert doch recht begrenzt). Mein Frühstück sah eher so aus, dass ich im Bhf Dammtor einen ‚venti‘ + Muffin beim kapitalistischen Kaffeekocher gekauft habe und beim Laden daneben noch zwei Bananen & Joghurt. Somit hab ich zum Frühstück keinerlei Berührung mit dem angebot auf dem congress gehabt. die bananen waren unglaublich hilfreich als überbrückungssnack später im tagesablauf, der venti einfach unerlässlich um das geschundene system zu rebooten.

Ich hatte den Eindruck, dass der Himmel mit der Engelregistrierung deshalb so dermaßen überrannt wurde, weil doch zahlreiche Teilnehmer sich damit ihr Voucher-Ticket für kommendes Jahr sichern wollten und nicht primär wegen der ideellen Supportleistung die man zu bringen bereit war. Als Engel in der Shift Coordination hatte ich direkt am Frontdesk des Himmel die Möglichkeit authentische Einblicke zu gewinnen. Neu war für mich, dass es Kinderengel gab, also Menschen unter 18 Jahren die ebenfalls eingeplant werden durften. Das rief soviel Erstaunen bei mir hervor dass ich beim ersten Kontakt lieber Rücksprache hielt mit der Orga. Kinderengel durften nur ganz ausgewählte Tätigkeiten in ausgewählten Bereichen übernehmen.

Durch die Komplexität und Größe des Gebäudes sind allein für die vielen Türen unzählige Engel (keine Kinderengel) eingesetzt in Access Control. Denn Türen dürfen nicht einfach abgesperrt sein bei einer solchen Menge an Leuten. Im Brandfall muss man das Gebäude räumen können, daher sind wichtige Ausgänge durchweg mit Engeln besetzt.

Bekannte Gesichter traf man beim Engeln wieder. Ausserhalb des Engelkosmos sah das für mich ganz anders aus. Da war es reinster Zufall, wenn man sich unter 12000 Leuten innerhalb der 4 Tage tatsächlich mal begegnete. Der Modus operandi war also eher geprägt von ständig neue Leute treffen (und zwar meist genau einmal, weil man die im Getümmel nicht mehr wiedersah danach). Das kann ganz schön anstrengend sein und fordert für die Social Skills regelmäßige Pausen der Erholung.

Im Vergleich zum Camp 2015 war es als Engel für mich deutlich stressiger. Das hat dazu geführt, dass ich am letzten Tag meine letzte Schicht nicht mehr sinnvoll antreten konnte, weil mich die Schicht davor dermaßen gestresst hat (es gab Tear-Down-bedingt soviele ungeklärte Fragen & Issues auf einmal, dass von einigen Engeln im Hintergrund massiv Stress erzeugt wurde statt diesen zu bändigen), so dass ich es einfach nicht mehr für sinnvoll hielt mich da nochmal einzubringen, schließlich gehe ich ja nicht zum congress um mich grundlos stressen zu lassen.

Erleben (the good)

Aufgrund der extrem negativ nachwirkenden 30c3 erfahrung mit den talks, habe ich diesmal genau zwei talks gesehen, um mich von dem auf intransparenten wegen erzeugten talk-programm so unabhängig & autark wie nur irgendmöglich zu machen. vor allem keine „fnord news show“ und keine „security nightmares“ mehr das wird übrigens auch für alle zukunft so bleiben und läuft bei mir unter dem motto „kein applaus für schadenfreude mehr“.

letztlich hab ich auch nur wirklich einen talk vollständig gesehen, den von Mitch Altman. Den von Jan Wörner wollte ich unbedingt sehen, kam aber 5 Minuten später erst dazu, weil ich mich mit dem Entwickler von Pretty Easy Privacy über technische Details unterhalten habe, um da einen Start hinzubekommen für eine Implementierung. Das war so kräftezehrend, dass ich vorher unbedingt noch Nahrung zu mir nehmen musste, aber mit Crêpes in einen talk? Nicht in Saal 1. Da lobe ich mir doch das Camp, da darf man auch mal „dreckig“ sein bzw. das ist dort der default-mode (also jetzt auch nicht übertrieben, aber eben so camper-mäßige lockerheit).

  • The Moon and European Space Exploration – Refocusing on the moon as a platform for future deep space missions,
    Jan Wörner – Director General of the European Space Agency (ESA) and former chairman of the executive board of the German Aerospace Center (DLR)
    Videoaufzeichnung bei media.ccc.de

    Auch wenn ich es nicht ganz zum Start des Vortrags geschafft habe, war das einer der Vorträge, der mich rhetorisch am meisten begeistern & überzeugen konnte. Woran lag das?

    Meiner Ansicht nach lag es an zwei Dingen. Erstens hat Herr Wörner eine ausgesprochen souveräne Position eingenommen, was die Leistungen & Fehler der ESA anging und Fehler mit einem tollen Humor beispielhaft, nicht etwa verschwiegen, sondern sich ihnen gestellt. Das nötigt mir großen Respekt ab und es zeigt Ehrlichkeit in der Kommunikation und nicht Vertuschung wie sie in der Politik ja mittlerweile Mittel der Wahl sind. In der Raumfahrt und in den Ingenieurwissenschaften allgemein kostet Vertuschung von Fehlern ganz schnell Menschenleben.

    Und dann hat der ESA Generaldirektor noch eine echte Vision angeboten & präsentiert und wusste für das Thema zu begeistern. Eine Vision die über die reine Verwertungslogik weit hinaus zeigte, die allerorten um sich greift (siehe z.B. hier und hier) und tolle Dinge neuerdings bereits im Keim erstickt.

    Der dritte und für mich wichtigste Punkt war, wie Wörner auf extrem charmante Weise nationale Unterschiede zum Verschwinden brachte indem er z.B. sagte „An American, a Russian and a European with a german accent.“ als es um die ISS-Besatzungsmitglieder ging.

    Unsere Europapolitiker sollten sich von soviel Weltsicht eine riesige Scheibe abschneiden. Ich war begeistert muss ich zugeben und für das Publikum hat er genau den richtigen Ton gefunden. Lobenswert!

    Aber mehr noch muss man dem Content-Team danken, dass diesen Talk tatsächlich zugelassen hat. Immerhin handelt es sich letztlich schon um eine Regierungsorganisation und da ist Vorsicht schon angesagt, bevor man der Regierung die Bühne überlässt. Aber mit z.B. dem ehemaligen Datenschutzbeauftragten Peter Schaar hatte man da ja auch erst kürzlich positive Erfahrungen.

  • Community: Social Life & Life in the early 21st century, Mitch Altman – San Francisco-based hacker and inventor, best known for inventing TV-B-Gone, as featured speaker at hacker conferences, as international expert on the hackerspace movement, and for teaching introductory electronics workshops. He is also Chief Scientist and CEO of Cornfield Electronics.
    Videoaufzeichnung bei media.ccc.de

    Den Vortrag von Mitch konnte ich kaum erwarten. Ich habe wirklich darauf gewartet. 10 Jahre nachdem Mitch das erste Mal auf einem c3 congress war, hält er nun einen großen vortrag. das fand ich großartig. (auf dem camp 2011 hielt er auch schon einen tollen Giving Great Workshops: You can create your own successful workshop)

    ich habe Mitch das erste Mal auf dem 26c3 kennengelernt. mit einem bausatz den ich heute noch in ehren halte hat er mir meine lust auf löten & basteln zurückgegeben und zugleich das gefühl, das ich etwas schaffen kann wenn ich mich nur dran traue.

    ich hatte jahrelang eine modelleisenbahn gehabt, bis ich später (vermutlich durch das computerhobby) das interesse daran verlor und lieber software als hardware machte. ich habe wahnsinnig viel von meinem opa in sachen löten und basteln gelernt. von seinen vielen kleinen lektionen ist nahezu alles hängen geblieben. mitch hat mir dieses wissen wieder zugänglich gemacht. er hat mir gezeigt, dass mein opa richtig lag und nicht die welt da draussen.

    bis heute bewundere ich mitch dafür, wie er es schafft, mit diesem relativ einfachen prinzip der überwindung von angst in einem kleinen miniprojekt, leute zu begeistern und den zündfunken zu setzen für mehr. wenn ich an mitch denke, muss ich an meinen opa denken und ich bin berührt.

    sein vortrag wird seiner bedeutung für die community weltweit nicht ansatzweise gerecht, denn er tut viel für das gelingen von community. er sagt es selbst: „community is hard work. but it’s well worth it.“ und das nehme ich ihm auch ab, denn mitch steigt ohne furcht selbst in den schmelztiegel, der die community zusammenschweißt. das hat er auf dem 28c3 eindrucksvoll mit dem „GEEKS AND DEPRESSION PANEL“ bewiesen. und wer den Lauri Love talk gesehen hat der weiß, dieser einsatz wird dringend benötigt.

    umso mehr fand ich es toll einen kleinen einblick in seinen werdegang zu erhalten und in das was er weltweit tut. der vortrag ist ein zelebrierung der hackerspace community und macht mir mut mich weiter zu engagieren. dieser vortrag ist ein so wunderbares, konstruktives antidote zu den schadenfreude- und zynismus-feiern die ebenfalls auf dem congress laufen und eher destruktiv auf die community wirken.

    auch hier bin ich dem content-team dankbar, dass es jemandem wie Mitch eine bühne gibt. jemandem der hoffnung gibt und der die untiefen des lebens kennt. der genau weiß, wie man sich mit einer „science the shit out of this“-attitüde selbst helfen kann. und diese selbsthife ist so dringend in unserer community nötig. WIR selbst müssen die veränderung SEIN die wir in der welt sehen wollen. Mitch ist dafür das lebende symbol und ein tolles vorbild. Danke Mitch für deinen Vortrag, er bedeutet viel für mich!

dafür habe ich außer den zwei talks einige andere events besucht. eine session über Pretty Easy Privacy + anschließendes gespräch direkt mit dem main developer (die ich übrigens ohne meine iOS c3wiki app nicht gefunden hätte so ohne weiteres) und eine session + workshop zu der ich aus gründen der subversivität nichts weiter hier schreiben werde.

und dann war ich noch in der aufzeichnung des DLF „Das Kulturgespräch: Aus der Traum? – Warum das Internet die Welt (doch nicht) retten kann“ die vergleichsweise wenig besucht war (ich musste auch massiv suchen, den saal 17 zu finden) und die wirklich interessant war. irgendwer hat das auch alles gefilmt da vor ort.

DLF – Das Kulturgespräch: Aus der Traum? – Warum das Internet die Welt (doch nicht) retten kann


Gäste:
Prof. Dr. Gabriele Hooffacker, Jens Best, Andy Müller-Maghun, Jimmy Schultz
Quelle:
http://www.deutschlandfunk.de/das-kulturgespraech.1300.de.html

Depublizierungsschutz (Audio):
mp3

Depublizierungsschutz (Video):
mp4 Youtube Video

Immer mehr Menschen nehmen das Internet inzwischen nicht mehr als Medium für mehr gesellschaftliche Teilhabe, sondern als Feind der Demokratie wahr. Wie reagiert die Netzgemeinde hierzulande auf diese Entwicklung? Müssen die demokratischen Kräfte, ob dieser Übermacht der Netzmanipulation, kapitulieren?

Die Diskussion fand ich ganz spannend zu verfolgen. Vor allem, weil mehrfach eigentlich die Behauptung aufkam, dass wir zwar alle möglichen Tools haben für unsere vernetzte und digitale Welt, aber nicht wirklich wissen wie wir sie zum Nutzen aller vernünftig einsetzen können.

Hier zunächst eine Audio-Transkription, die ich mit Hilfe von Nuance Dragon Anywhere erstellt habe. Da bin ich übrigens nicht allein mit dem Unterfangen, aus Videos Text zu extrahieren. PodSearch macht ähnliches. Und für Apple’s WWDC Videos machen das auch paar Leute bei asciiwwdc.com die allerdings den Service rev.com benutzen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durchsuchbarer Inhalt. Macht Google sicher auch schon in großem Maßstab und die NSA sowieso.

Ansage: Immer mehr Menschen nehmen das Internet inzwischen nicht mehr als Medium für mehr gesellschaftliche Teilhabe, sondern als Feind der Demokratie wahr. Während konventionelle Medien scheinbar immer weniger Orientierung bieten sorgen soziale Medien für Desorientierung. Digitalkonzerne die alle Daten der Nutzer abgreifen und verkaufen erzeugen mit ihren intransparenten Algorithmen Filterblasen. Wie reagiert die Netzgemeinde hierzulande auf diese Entwicklungen. Müssen die demokratischen Kräfte ob dieser Übermacht der Netzmanipulation kapitulieren? Das ist Thema für das Kulturgespräch die Moderatoren sind Manfred Kloiber und Peter Welchering.

Manfred Kloiber: Viele von uns hatten einen Traum den Traum vom guten Internet von E-Mails die dazu dienen auf der ganzen Welt Freunde zu finden von einem World Wide Web das dazu dient Neues zu lernen und das gesammelte Wissen der Welt für alle zugänglich zu machen damit Bildung keine Frage mehr von Wohlstand ist. Es gab ihn einmal in grauer Vorzeit, diesen Traum das Internet könnte irgendwie die Welt retten.

Peter Welchering: Ja, die Frage dabei, war das jetzt alles nur Wunschtraum oder wird es jetzt Zeit, endlich mal in der Wirklichkeit anzukommen, in der postfaktischen, postnationalen wie auch immer? Genau diese Fragen. wollen Leute klären und „Aus der Traum kann das Internet die Welt doch noch retten“ deshalb auch der Titel anlässlich des 33. kauft mir gespannt was ist das Google Chaos Communication Congresses kommt das Kulturgespräch heute aus Hamburg.

Und mit dabei sind direkt neben mir Professor Dr. Gabriele Hooffacker sie ist Mailboxaktivistin der 1. Stunde und sie war auch schon im digitalen Raum unterwegs als das Internet hierzulande noch so na ja man muss sagen in den Kinderschuhen steckte. Sie lehrt heute an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig.

Manfred Kloiber: Jens Best ist Politikwissenschaftler in Frankfurt am Main und Publizist und ja, ich würde mal sagen, den engagiertesten Teil seiner publizistischen Arbeit, den verrichtet er ehrenamtlich als Autor und Administrator der Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Peter Welchering: Und Andy Müller-Maghun ist hier der Informatiker und seit 30 Jahren eines der bekanntesten und – meine Meinung – eines der lautesten Mitglieder des Kostenclubs Chaos Computer Clubs. Müller-Maghun hat Europa lange Zeit in den Gremien der Internetverwaltung ICAN vertreten.

Manfred Kloiber: Jimmy Schulz ist auch bei uns, Schulz ist Internetunternehmer und gleichzeitig Netzpolitiker auch er war aktiv in den Gremien der Netzverwaltung ICANN und hat auch die Ablösung dieser Internetverwaltungsagentur von der amerikanischen Regierung ein bisschen mit begleitet. Außerdem bei Jimmy Schulz lange Zeit Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion.

Peter Welchering: Ja, und dann starten wir auch gleich mit der ersten Frage und die geht an Gabriele Hooffacker, Frau Hooffacker sie sind ja mal mit ziemlich großen Erwartungen ins Netz gestartet, gerade so die ersten Mailboxverbünde (Anmk.d.Red.: BBS-Systeme) die es dann so gab, da hat man gedacht, Mensch jetzt bauen wir eine ähnliche Struktur, Infrastruktur auf wie sonst nur großen Sender die haben die großen Nachrichtenagenturen, da können wir Nachrichten rund um die Uhr machen, da können wir alle teilhaben lassen. Was ist davon übrig geblieben?

Gabriele Hooffacker:WARNUNG: TRANSKRIPTION PENDING AB HIER… nachgelesen und auf dieses Gespräch diese große positive Vision war das gar nicht es war eine ziemlich differenzierte Version also eine Utopie einer Seite des Tobi abgesetzt und das was ich damals in seinem comicartigen Manifest geschrieben hab war jetzt gefüllten fünf und 20 Jahren hat sich vor allem mit dem dazwischen beschäftigt also den ganz um die ihm alles benutzen und in die ihn nicht verletzen und was machen die dazwischen Situation Manager genannt also Journalisten Sierra IT lagert sie die ganze Arbeit richten sie eigentlich denken wir sind die Gewinner was machen die wie verhalten sich die und meine Utopie damals war Aktivisten etwas mehr müssten sich doch und hab ich gedacht ausweichen versickert über den Kongress gewandert Ansätze sich die Frage gleich mal weiter und spielen ein bisschen weit und gibt es an Jens Best was wann so die großen Visionen die großen Erwartungen sie hatten und sind klein angefangen und bevor man sich also einfach selber sich als nicht Artillerie die großen Visionen sind glaube ich auch dann von Menschen auf dieses Werkzeug projiziert worden und die Frage, ob diese Projektion immer richtig faul und auch gut überlegt weil ihrem Timing sowohl das was für mich richtig haben vielleicht dieses neue Werkzeug am Anfang auch zu viel Hoffnung eingesteckt und ist nicht genügend schnell und breit entwickelt Anni Mueller und wie war das bei Ihnen damals als wir angefangen haben sich mit Kommunikationstechnologie zu beschäftigen vielleicht mit dem Datenklo hatte dem Akustikkoppler unterwegs waren vor langer langer Zeit war das ein positives Gefühl oder war bei ihm schon eher von Anfang an der Eindruck Dada ist etwas wo man aufpassen muss dass es nicht in falsche Hände gerät das es missbraucht wird dazu zwei Aspekte unterteilten zum einen war das Datenreisen das erforschen von Datennetzen Jan sehr persönlicher Weg auf den eigenen Horizont zu erweitern und weltweite Strukturen zu verstehen und Vernetzung und Information zu sofort und ich bin ja müssen geprägt von Bauland der damals in den Kasten aufgebaut hat und der hat natürlich die Verbreiterung des Zugangs zu Produktionsmitteln also d.h. die Idee das Wissen nun fortan dezentral produziert werden kann und zugänglich sein kann und so fort es war für den Fall etwas revolutionäres und natürlich hatten wir auch diese Utopie Ent dass wir Informationswohnung Pole durchbrechen konnten erlaube es zum Beispiel auch die Mailboxen in der Rolle gespielt hat, nicht mit den staatlich bekannt gegebenen Strahlenmesswerten vertrauen müsse sondern im dezentral messen konnte und dann die Mailboxen die Werte ausgetauscht fordern und das war zur Utopie des langhaarigen jetzt unabhängig gebrauchen jetzt nicht endliche Leute die diese Dinge für uns tun denn wir haben jetzt unsere eigenen Strukturen und von diesen eigenen Strukturen hat natürlich ein bisschen was bis heute geschafft aber was man nicht unterschätzen darf ist das heute der Begriff Internet für viele Leute ja ihr geprägtes von System wie Facebook die auf der einen Seite den Zugang zu dieser Technik auch für technisch nichtkundige Menschen erschlossen haben das muss man ja positiv neutral anerkennen auf der einen Seite eben Wertschöpfungsketten Vermarktung von Daten und Vermessung von Realitäten und von individuellen Realitäten und damit auch letztendlich eine Fragmentierung herbeigeführt haben und das ist auch für mich das größte Problem für Sie heute sagt die Welt retten damit an die Welt noch weil ich glaube wir haben heute so viele fragmentierte Realitäten oder hat heute die Möglichkeit sich seine Qualität selbst zu konstruieren haben keine Realität das ist ein bisschen ein Problem wir versuchen es gleich am Bier aufzuarbeiten aber erst bei noch der persönliche Zugang zum Netz von Jimmy Schulz wird mit welchen führen sind sie eingestiegen in Netzwerk WARNUNG: TRANSKRIPTION PENDING @ 7:15 von 43:46

Pretty Easy Privacy

ich habe ganz bewusst versucht einen draht zu dem PEP projekt zu bekommen. weil ich gerne helfen möchte. zu dem ganzen thema email-crypto hab ich dann nach dem congress noch zu dem tag #wefixthenet folgende schöne seite gefunden:

33c3 #wefixthenet videos (see also list with direct links following below)

I found the panel „Panel on opportunistic email encryption“ with Holger Krekel (Autocrypt; 2nd from left), Neal Walfield (GPG; 3rd from left) and Volker Birk (p?p; 4th from left) interesting enough that I post-processed their audio using auphonic to make that audio actually work for me. here it is…



net2o

through watching the panel video and visiting the website from 32c3 (aka #youbroketheinternet) i found the net2o initiative which claims

net2o is the attempt to reinvent the Internet. […]
A peer-to-peer network, where services like search engines or social networks aren’t offered by big companies, who in turn need to make money by selling the privacy of their users. Where all data is encrypted, so that access is only possible for people who have the key and really are authorized. Which layman can use without cryptic user interfaces. Where the browser is a platform for running useful applications without the mess of Flash and JavaScript. Without the lag of „buffer bloat“ and without the speed problems of a protocol not designed to be assisted by hardware.

and it’s website (real homepage).

the 32c3 YBTI videos are the following (no directlinks allowed):

  • GNU Taler (taler website, demo/test website)
  • SecuShare
  • Async Mixnet (Sphinx + Axolotl)
  • net2o – make it user friendly; hands on session
  • I2P
  • Decentralized Services on top of P2P storage networks
  • Byzantine Set Consensus

the 33c3 #wefixthenet videos are the following:

CC-SA-BY 4.0 video recording by Bernd Paysan (who does a gorgeous job in documenting these activities on video! thx.)

I continue on the PEP stuff soon…

…missing stuff is crafted right now…

Misc

Ich guckte kurzzeitig in 5 weitere Veranstaltungen rein, nämlich Untrusting the CPU – A proposal for secure computing in an age where we cannot trust our CPUs anymore (Video), ein Talk der endlich mal meine ganzen Bedenken aufgreift die ich bereits hier geäußert habe.

Dann war ich kurz in Console Hacking 2016: PS4: PC Master Race (Video) bei dem mir aber sagenhaft schlecht geworden ist, angesichts der ständigen Wiederholung von „You just need to…“ in Kombination mit „It’s easy you see..?“ so dass ich dann eher schlecht gelaunt da rausging. So eine Bullenscheiße kommt halt dabei raus, wenn man den Rechner in den Adapter bzw. das Kabel packt (siehe Lightning, HDMI, …). Ich sah mich genötigt, mit dem Gedanken zu spielen, was denn passieren würde, wenn auf dem 34c3 dann jemand einen Rechner vorstellt, der ausschließlich aus handelsüblichen Adaptern zusammengebastelt ist und prinzipiell in der Lage wäre eine Mondlandefähre vollautomatisch mit aller Sensorik, zu landen und gleichzeitig LIVE Videostream zu liefern. Ach was solls! SONY halt.

Dann habe ich notgedrungen aus Versehen ein paar Minuten Fnord News Show abbekommen, weil ich dachte in Saal 2 liefe was Spannendes, nur um dann festzustellen, dass da der Overflow-Room für Saal 1 war. D’oh! So langsam müsste ich das ja endlich gelernt haben.

An Tag 3 hab ich dann aus dem Hotellbett & -bad heraus via App/LIVE-Stream Corporate surveillance, digital tracking, big data & privacy: How thousands of companies are profiling, categorizing, rating and affecting the lives of billions (Video) gesehen. Ein lohnenswertes Update, um das Wirkprinzip von Kapitalismus noch besser zu verstehen.

Ebenfalls später am Abend war ich in Saal 1 zu No Love for the US Gov.: Why Lauri Love’s case is even more important than you thought (Video), ein Event das mich ehrlich gesagt schockiert hat. Als ich den jungen Menschen da auf der Videowand sah, habe ich jemanden gesehen, der ernste Probleme hat. Und SCHON WIEDER ging es um die UK und eine bevorstehende Auslieferung an die USA. Schon wieder sehen wir jemanden der angesichts der Aussicht in den USA für Lebenszeit eingeknastet zu werden, mit dem Gedanken spielt sich das Leben zu nehmen. Zum Kotzen! Eines war mir unverzüglich klar, UK ist von meiner Reiseliste bis auf weiteres gestrichen und ich werde auch Freunden davon abraten diese heruntergekommene, helfershelferische, sich an die USA ständig anbiedernde Banana-Monarchie zu besuchen. Un-be-liev-able!!11elf Ich versuchte so gut es ging einen gewissen Abstand einzunehmen, weil mir sowas sonst schnell zu nah geht.

Drama / Climax

Alles in allem, bin ich lange nicht so schlecht gelaunt von diesem Congress gekommen wie beim 30c3. Meine Schutzschild-Strategien haben großteils funktioniert. Trotzdem hat es für mich persönlich sowohl im Positiven als auch im Negativen mehrfach einen „Hullbreach-Alert“ gegeben.

Ein positiver Einbruch ist bedingt gewesen durch mein Floatie-Verhalten, die Session+Workshop über die ich nichts schreiben werde. Zwei negative Hüllenbrüche haben mein Gesamterlebnis leicht getrübt, sind aber wohl als Betriebsunfall oder allgemeines Unwohlsein im Betriebsablauf zu verbuchen.

Zum einen eine hinter den Kulissen ausufernde Stressituation in der Shift-Coordiantion, bei der ich durch jemand anderen massiv gestresst wurde, weil dieser sich ohne die Kompetenz dazu, dazu aufschwang den Leuten um sich herum Befehle zu erteilen. Das war für mich der Grund, meine letzte Schicht an dem Tag wieder auszutragen und auch dem weiteren Abbau nicht mehr zur Verfügung zu stehen, dabei war ich soweit eigentlich noch fit und operativ.

Eine ebenfalls überraschend krasses Ereignis war dann noch eine mir sehr wichtige Kommunikation die vollends auf die schiefe Bahn geriet durch ein offenbar massives Missverständnis. Ich hatte professionelles Verhalten in der Kommunikation erwartet, traf aber unerwarteter Weise auf ein Verhalten das man oft sieht, Kritik wurde fälschlicherweise auf die eigene Person bezogen, alles was nachfolgte wurde nicht mehr wahrgenommen. Die Kommunikation endete mit dem wortlosen Fortgehen des Kommunikationspartners.

Meine Lehre daraus:

  1. sich nicht unter zeitdruck setzen lassen (notfalls gespräch besser vertagen)
  2. erst tonnenweise lob ausschütten bevor man zaghaft mit kritik um die ecke kommt
  3. nicht durch die position blenden lassen, bei kritik sind alle menschen gleich
  4. vor einem gespräch das kritik enthält dreimal prüfen wer der beste adressat ist und da keine kompromisse eingehen und nur den besten adressaten wählen

Fazit

Ich war mehr als happy dieses Jahr viele Anlaufstellen in Form von Freunden gehabt zu haben. Sowohl aus Hackerspaces der eigenen Stadt als auch Freunde von weiter weg konnte man treffen und mal wieder fachsimpeln. Und ich konnte endlich Nick Farr wieder begrüßen und persönlich willkommen heißen.

Das i-Tüpfelchen für mich war, dass ich es geschafft habe eine Demo der Oculus Rift auszuprobieren und so die finale Version der VR mit Pirate Practice (siehe auch) endlich mal selber in Augenschein zu nehmen. Das schaut etwa so aus…


Danke an dieser Stelle an den freundlichen Herrn, der da sein privates Gerät für die Allgemeinheit den ganzen Tag lang desinfizierte und die Leute einwies. Was für ein großartiges Engagement. Ich war & bin fasziniert von der VR Welt. Die Addiction Komponente schätze ich bei mir als sehr hoch ein, gut das das Ding noch teuer ist.

Die Lounge hat mich leider nur einen Abend gesehen, aber der war durchaus gut. Ich denke der Place to be war die Schneekugel am Abend. Ich stand einige Meter davon weg und mir hat die Musik darin deutlich besser gefallen als in der Lounge. Auch die Spontan-Lounge an Tag 3 vor dem Klo im Foyer war ein Knaller.

Großartig war wohl auch die Closing Ceremony. Ich war da nicht live dabei aber die Aufzeichnung ist schon cool.

Auch wenn der 33c3 WIEDER keine antwort auf die 30c3 attacke gegeben hat und das motto nicht schlechter passen konnte… werde ich dem motto von mitch folgen: „Geek the Sh*t Out of This“.

Verpeilt

völlig verpeilt habe ich den talk Shining some light on the Amazon Dash button (Video), siehe auch „Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button“ (bei golem.de).

da wurde mit wunderbarer akribie ein consumerprodukt für paar euro aufgemacht und feinsäuberlich seziert. aus meiner sicht ein beispielhaft schöner reverse engineering hack, der für mich auf vergleichbar coolem, wenn nicht gar etwas höherem hack-niveau lag wie der Hacking iButtons vom 27c3. da werden schöne <3 erinnerungen an das BCC wach in mir. Nachdem ich den Jahresrückblick geschaut habe hab ich festgestellt, dass ich eine Quarks&Co Sendung verpeilt habe. Liegt halt daran, dass ich ZwangsPayTV nicht mehr wirklich auf dem radar habe... außer halt über Mediathek-view. Hier die Quarks&Co Sendung Quarks & Co HD: Cyberwar – 7 Dinge, die Sie wissen sollten (Depublizierungsschutz) vom 15.03.2016.


Quelle: Youtube (vid-id: qAYNtoQX1ec, …)

Die Veranstaltung die ich mit lautem Kawumm verpeilt habe und an der ich echt gerne teilgenommen hätte war die Hebocon.

Ich hatte die Session am Tag 2016/12/27 16:00 sogar in der App gebookmarked, aber hab es einfach nicht zusammenbekommen ZWEI veranstaltungen (das briefing + workshop an TAG 1) UND den battle an TAG 3 zusammenführend zu koordinieren. Hinzu kam Verwirrung, was jetzt galt im Wiki „Hebocon“ oder „Shitty Robots“
Ich zitiere:

Join with your derpy bot to fight your nemesis! Push it off the table or knock the enemy over. No weapons. No advanced controllers. No tears. Don’t take it serious.

Hebocon is a robot sumo-wrestling competition for those who are not technically gifted. It is a competition where crappy robots that can just barely move gather and somehow manage to engage in odd, awkward battles. This kind of robot battles was invented to enable people to participate without much knowledge and financial resources. Robots should be built to be able to move (sometimes they don’t), must be lighter than 1kg and smaller than 50×50 cm. The battlefield will be 100×50 cm. Don’t use weapons, advanced self build controls or autonomous mechanisms. Winners will be determined by knockout, points and audience.

Das großartige Video vom hebocon Battle ist ausgesprochen sehenswert und lustig. Bei nächster Gelegenheit an einer Hebocon teilzunehmen werde ich meine Chance nutzen. Elektroschrott hab ich hier zu hauf rumliegen.

alt33c3

so richtig mitbekommen hab ich das nicht… hab nur irgendwann in mein TL gesehen, dass es das #alt33c3 hashtag gab. dann gab es plötzlich eine crowdfunding webseite und dann eine webseite und dann ein wiki. nach eigener definition sollte das alt33c3 eine art 33c3 everywhere sein hab ich den eindruck. denn auf der webseite heisst es:

a parallel event to watch the 33c3 video streams with like-minded people.

und

AltC3 is an independent event organized by volunteers. The idea was born when the tickets of the annual 33C3 were sold out just a few minutes after the ticket pre-sales started, and as a result many people were left without a ticket. We are unsure exactly how many but the number 2000 was mentioned.

Our aim is to create an event where everyone will be able to watch the live streaming of 33C3 without losing the chance to meet like-minded people.

AltC3 will be held at the same time as 33C3 (27-30th December 2016).

Es gab offenbar ein eigenes Programm, das nicht nur aus den Streams des 33c3 bestand? (Das ist eine Frage.) Wer da mehr zu weiß, weil er vor Ort war bitte mal melden, ich bin neugierig. =)

Weitere Posts / Nachbetrachtungen

…to be continued – not yet complete…

Why do I blog this? Weil ich das als einen bequemen und gut referenzierbaren Weg für Feedback als Holschuld ansehe, es in mein Blog zu schreiben. So hab ich die Kontrolle über meine Daten, das Feedback kann referenziert werden von anderen oder eben ignoriert. Finden wird man es vermutlich eh nur per Suchmaschine, wenn man sich für die Nachbetrachtung interessiert. Ich werde es nicht promoten. Die die es betrifft kenne ich nicht, deshalb kann ich sie nicht adressieren (keine E-Mail, keine Telefonnummer, keine public Crypto-Keys, keine Connection.). Wer meint es beträfe ihn der kann sich das hier halt abholen oder es wegignorieren, was ihm halt lieber ist. Jeder kann gerne in den Nachbetrachtungsdiskurs eintreten über die Kommentare.

Ich habe oben initial 29c3 und 30c3 zweimal verwechselt… einfach weil ich den 30c3 eigentlich mit der positiven lounge und eröffnungsmusik assoziiert habe… das gehirn verdrängt das immer noch aktiv, dass dort eine große europäische NGO live auf der bühne durch die dienste gefi*kt wurde.

In der Transkription des DLF-audio sind einige Dinge durchgestrichen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Spracherkennung Chaos Computer Club usw. nicht erkannte. Also ich find es witzig.